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Tesla warnt seine Mitarbeiter: Wer redet, der fliegt

Tesla-Chef Elon Musk. (Foto: dpa)

Tesla hat seine Mitarbeiter in einer E-Mail vor Konsequenzen gewarnt, sollten sie gegenüber Dritten Interna ausplaudern. Gedroht wird mit Kündigung, Schadensersatz und Strafanzeigen.

In den vergangenen Wochen waren immer wieder Informationen über Tesla an die Öffentlichkeit gelangt, die kein gutes Licht auf den Autokonzern warfen – etwa über lange Wartezeiten bei der Reparatur, Probleme in den Fabriken oder das gestörte Verhältnis mit dem Batterielieferanten Panasonic. Einige Mitarbeiter sollen in den vergangenen Monaten wegen des Verrats von Interna gekündigt worden sein. Jetzt hat Tesla die Belegschaft an ihre Verschwiegenheitsvereinbarungen erinnert.

Tesla will Leaks an Medien verhindern

In einer E-Mail, die CNBC vorliegt, schrieb das Sicherheitsteam des Elektroautobauers, dass Tesla Schritte gegen jene einleiten werde, die geheime Geschäftsinformationen leaken oder die Geheimhaltungspflichten verletzen würden. „Dies beinhaltet die Beendigung des Arbeitsverhältnisses, Schadensersatzansprüche und sogar Strafanzeigen“, heißt es in dem Schreiben an die Tesla-Mitarbeiter. Insbesondere geht es dabei offenbar um Leaks an Medien.

Tesla sieht sich dabei wohl als Opfer. Die Angestellten werden vor Außenstehenden gewarnt, die alles tun würden, damit Tesla scheitere. Diese Leute versuchten auch über soziale Netzwerke wie Linkedin, Facebook und Twitter oder persönliche Kontakte an Informationen heranzukommen. Das habe im schlimmsten Fall nicht nur negative Konsequenzen für das Unternehmen, sondern auch für die einzelnen Mitarbeiter. In der E-Mail werden einige Fälle aufgeführt, in der Tesla-Angestellte wegen des Verrats von Informationen belangt wurden.

Teslas Model 3 in Bildern
Tesla Model 3. (Foto: t3n)

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Für Tesla, das besonders im Fokus der Aufmerksamkeit steht, ist es wichtig, dass keine Interna an die Öffentlichkeit geraten – insbesondere, was Rückschläge und Probleme bei der Produktion oder die Finanzen angeht. Zuletzt hatte sich Tesla etwa über 2,7 Milliarden US-Dollar frisches Kapital besorgen können – und die Aktie auf ein Zwischenhoch geschickt. Die Märkte werteten das Interesse der Investoren als positives Signal.

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5 Kommentare
Hermann Marks
Hermann Marks

Die Entwicklung bei Tesla wird ja immer skandalöser. Wer bei Siemens, Airbus oder Mercedes arbeitet darf natürlich jederzeit ohne Umschweife überall alles ausplaudern, v. a. Betriebsinterna oder auch gerne das eine oder andere Betriebsgeheimnis. Das wird auch nirgends geahndet und es gibt auch keine Vereinbarungen, in denen solche Aktivitäten ausdrücklich und unter Androhung spezifischer Sanktionen z. B. der fristlosen Entlassung untersagt werden. Daher würde die jeweilige Geschäftsleitung die Belegschaft auch niemals ermahnen, sich vertragskonform zu verhalten. Gibt es nur bei Tesla.

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Tembotok
Tembotok

Schonmal von einer sogenannten Verschwiegenheitsklausel gehört?
Wenn dein Unternehmen nur als eines von vielen Beispielen revolutionäre Technologie herausbringt oder daran arbeitet, hat man diese Infos nicht weiterzugeben und es gibt viele Gründe, dass er das nicht hinnehmen kann.

Ist es skandalös am besten zu sein, jede Sekunde seines Lebens für dieses Projekt & die Zukunft zu opfern und von den Medien für kleinste ,,Makel“ direkt geflamet & gehatet zu werden?

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Hanso
Hanso

@Tembotok
Ich glaube dein vorrednet meinte das ironisch. ;-)

Daniel
Daniel

Und? Als ich bei VW mein Praxissemster gemacht habe, musste ich auch bei Antritt fünf Verschwiegenheits-Klauseln unterzeichnen und zusätzlich mein Handy an den Kameras abkleben lassen müssen vom Werkschutz.
Selbst bei meinem jetzigen Arbeitgeber der SAP habe ich verschiedene Verschwiegenheits-Klauseln unterzeichnen müssen!

Was ist den jetzt so krass anderst? Nur weils Tesla ist? Schaut mal bei der NASA, Apple oder der CIA was da verlangt wird!

Ich finds eher peinlich das man jetzt krampfhaft versucht weiter einen Eklat herauf zubeschwören der keiner ist. Was soll das?!

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Nico

Eine Geheimhaltungsvereinbarung oder Verschwiegenheits-Klausel ist doch nichts neues. Sogar bei der Deutschen Post, Lufthansa, Enercon und und und steht sowas im Arbeitsvertrag.

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