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Testlabor-Leiter: 5G braucht mehr Antennen, verringert aber die Strahlung

(Foto: Telefónica Deutschland)

5G braucht zwar mehr Antennen, die aber vielfach mit geringerer Leistung strahlen können. Dazu kommt laut einem Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik das Beamforming.

Von den neuen 5G-Netzen werden keine negativen gesundheitlichen Auswirkungen erwartet. Das sagte Bernd Theiss, Leiter von Test und Technik bei dem Telekommunikationsmagazin Connect und Leiter des Messlabors Testlab. „Mit seinen höheren Frequenzen braucht 5G zwar zum Teil deutlich mehr Funkzellen. Diese können jedoch mit vielfach geringerer Leistung strahlen, was die Belastung schon einmal reduziert.“

Durch das bei 5G häufig eingesetzte Beamforming würden die Strahlen zudem auf das Empfangsgerät gerichtet. Unbeteiligte bleiben deshalb laut Theiss annähernd strahlenfrei.

Der Diplom-Ingenieur Elektrotechnik erwartet, dass 5G an Orten mit hoher Nutzerzahl wie Bahnhöfe, Fußballstadien oder Konzertarenen die bisher bestehenden Netze deutlich entlasten wird, sodass alle in den Genuss hoher Datenübertragungsraten kommen.

Bundesamt für Strahlenschutz sieht keine Risiken

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beruft sich ebenfalls auf Studien, die keine Risiken feststellen konnten, und sieht im Moment keinen Handlungsbedarf. Gunde Ziegelberger, Fachgebietsleiterin für Elektromagnetische Felder am BfS, räumte im Gespräch mit dem RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg) ein, dass man die Risiken von 5G zwar erforschen müsse, aber erst nach dem Ausbau: „Wie sich der neue Antennentyp auf die Exposition der Bevölkerung auswirkt, das werden wir auch in Forschungsvorhaben begleiten und beobachten.“

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland forderte, dass schnellstmöglich die gesundheitlichen Auswirkungen von 5G im Rahmen von Begleitstudien durch unabhängige Institute erforscht werden. Eine Verpflichtung der Netzbetreiber, sich Sendeanlagen zu teilen, könne die Dichte von Sendemasten reduzieren.

Der Berliner Professor Franz Adlkofer erklärte im RBB, ein 5G-Testnetz der Deutschen Telekom zwischen den Bezirken Schöneberg und Mitte in Berlin sofort zu beenden und beruft sich auf aktuelle Studien. „Was Industrie und Politik sich gegenwärtig mit der Einführung von 5G erlauben, ist Hasardieren in höchstem Maße und absolut verantwortungslos.“ Der Biochemiker und Mediziner forschte mit dem Ergebnis: „Die Mobilfunkstrahlung ist mit hoher Wahrscheinlichkeit gesundheitsschädlich. Sie verursacht nicht nur Krebs, sondern hat viele, viele andere Wirkungen darüber hinaus.“

Autor des Artikels ist Achim Sawall.

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2 Kommentare
Patrick
Patrick

Moin und Hallo.
Mit dem Artikel kann man rein gar nichts anfangen, es fühlt sich nach Abfragen des Flurfunks an.
Wenn ich richtig informiert bin, gab es in den USA schon Tests, mit 5G Menschenversammlungen zielgerichtet aufzulösen – mit der schädlichen Strahlung von den Antennen.
Ob deswegen der Berliner Professor wirklich Recht hat, wird sich zeigen. Aber spätestens seit #fridaysforfuture und den Europawahlen werden Desinformation und Verschleierung von Politik und Industrie schnell abgestraft, dann vermutlich endgültig für manche Verantwortliche.

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Klaus Schröter

@Patrik
Mit 5G werden Menschenversammlungen zielgerichtet aufgelöst? Was ist das denn für ein Schwachsinn?! Und natürlich keine Quellenangabe. Das einzige was hier zielgerichtet passiert, ist Ängste zu erzeugen.

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