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The Boring Company: Elon Musk darf unterirdische Teststrecke bohren

Elon Musks Turbo-Tunnel. (Screenshot: The Boring Company)

Elon Musk darf eine Teststrecke für unterirdischen Verkehr bauen. Ein wichtiger Schritt, allerdings nur ein kleiner Durchbruch.

Probefahrt auf drei Kilometern: Elon Musk hat eine unterirdische Teststrecke in der Nähe des SpaceX-Hauptquartiers durchgesetzt. Der Stadtrat des kalifornischen Ortes Hawthorne stimmte mit vier zu eins für das Vorhaben des Unternehmers, einen Tunnel in 13 Meter Tiefe zu bohren. Bisher konnte der Gründer der Boring Company nur unter dem Gelände seines eigenen Unternehmens SpaceX testen. Sobald er noch eine sogenannte „Encroachment permit“, auf Deutsch etwa Eingriffsgenehmigung, erhält, darf er mit dem Bau beginnen.

Die Erlaubnis für die Teststrecke ist ein wichtiger Schritt für Musk, um sein Vorhaben einer staufreien Stadt voranzutreiben. Der Unternehmer will bis zu 30 Tunnel unter der vielbefahrenen Interstate 105 in Los Angeles bauen. Die unterirdischen Gänge sollen Autos, Fahrrädern und Fußgängern Ausweichmöglichkeiten geben. Elektrische Fahrzeuge sollen sich nach Angaben des Unternehmers auf Schlitten fortbewegen können – mit bis zu 200 Kilometern pro Stunde. Selbst der Hyperloop könne unter der Erde fahren, so Musk.

Vorhaben von Elon Musk ist noch lange nicht durch

Die Teststrecke ist ein Probelauf, der zeigen soll, ob der Plan von Elon Musk überhaupt aufgeht. Die geplante Route führe nicht unter privaten oder kommerziellen Gelände hindurch, heißt es von dem Unternehmen. Zudem verspricht es, keinen Lärm zu machen. „Die Leute werden nicht einmal wissen, dass wir da sind“, sagte Brett Horton, Senior Director bei SpaceX, gegenüber dem Stadtrat. Sobald die Strecke fertig getestet ist, kann die Stadt verlangen, dass die Boring Company das Loch wieder mit Beton zuschüttet.

Elon Musk will langfristig ganz Los Angeles mit einem Tunnel-System versehen. (Bild: The Boring Company)

Übrigens stehen nicht alle Einwohner der Stadt völlig kritiklos hinter dem Projekt. Ein Bürger sorgte sich, dass der Boden möglicherweise einsacke wie bei dem Bau einer U-Bahn in der Nähe. Horton beruhigte mit den Worten, dass man den Boden gründlich teste und die Stadt täglich mit Informationen dazu versorge. Solle der Boden wirklich einsacken, werde man die Arbeiten beenden, bis eine Lösung gefunden sei.

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Ein Kommentar
Besti

Als Elon von seinem Vorhaben (ich glaube es war bei einem TED Talk) zum ersten mal erzählt hat, habe ich ihn für verrückt gehalten. Das die ganze Sache jetzt doch ins Rollen kommt, verblüfft mich. Da kann man nur gespannt sein, was da in den nächsten Jahren auf uns zukommt. Die Idee ist grundsätzlich genial und hat das Potential einige Probleme im Verkehr zu lösen!

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