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Zu teuer: E-Motorrad von Harley-Davidson wird zum Ladenhüter

Harley Davidson Livewire. (Foto: Harley Davidson)

Livewire, das neue elektrische Motorrad aus dem Traditionshaus Harley-Davidson, verkauft sich schlecht. Zielgruppe und Preis passen wohl nicht zusammen.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters in Gesprächen mit Harley-Händlern herausgefunden hat, lässt sich das elektrische Motorrad des Herstellers nur schwer verkaufen. Zumindest die jüngere Zielgruppe schrecke regelmäßig zurück, wenn sich das Verkaufsgespräch um den Preis drehe, so ein Händler zu Reuters. Dabei sei das Kaufinteresse im Vorfeld generell sehr groß. Seit Januar kann die Harley-Davidson Livewire bestellt werden.

Harley schreckt Interessenten mit hohen Preisen ab

Harley-Davidson verlangt rund 30.000 US-Dollar für das E-Bike. Für diesen Preis kann der interessierte Käufer fast schon ein Tesla Model 3 erwerben. Auch der direkte Wettbewerber, der E-Motorradhersteller Zero, bietet Fahrzeuge an, die deutlich weniger kosten, dabei aber hinsichtlich Funktionalität und Ausstattung wettbewerbsfähig sind.

So erscheint es nachvollziehbar, dass Harleys Preisniveau vor allem mit Blick auf die avisierte Zielgruppe der jungen, ökologisch ausgerichteten und gleichzeitig wohlhabenden Motorradeinsteiger deutlich zu hoch angesetzt ist. Entsprechend zeigt sich, dass das Livewire hauptsächlich von Harleys schwindender Stammkundschaft, den älteren Bikern mit dem nötigen Kleingeld, bestellt wird. Die indes können das Unternehmen allein nicht am Leben erhalten.

Harley unter Druck: Umsatz sinkt, Käufer werden immer älter

Schon seit vier Jahren sinken die Verkaufszahlen im Stammland USA. Hier wird immerhin die Hälfte aller Harleys gekauft. Auch im Aufbau einer internationalen Kundenbasis hat das Unternehmen kaum Erfolge nachzuweisen. Den stärksten Umsatzrückgang musste die Traditionsmarke im Jahr 2018 verkraften. Der bisherige Jahresverlauf lässt Befürchtungen aufkommen, dass 2019 noch schlechter laufen könnte.

Harley Davidson Livewire in Bildern
Harley Davidson Livewire. (Foto: Harley Davidson)

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Das spiegelt sich an der Börse wider. Die Aktien gaben gestern um bis zu 3,2 Prozent nach und gehörten damit zu den schwächsten Werten im Index.

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