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News

Texture-Relaunch – Apples „Netflix für Magazine“ stößt bei einigen Verlegern auf Widerstand

Nach dem Kauf von Texture bringt Apple wohl einen Abo-Dienst für News. (Bild: Apple)

Im Frühjahr 2019 soll Texture, das von Apple übernommene „Netflix für Magazine“, als Premiumdienst in der News-App starten. Nicht bei allen Verlegern kommen die Pläne aber gut an.

Im März hatte Apple Texture übernommen. Das „Netflix für Magazine“ bietet gegen eine monatliche Gebühr von zehn US-Dollar unbegrenzten Zugriff auf über 200 Magazine, darunter National Geographic, Vogue, The New Yorker, Wired und The Rolling Stone. Im Frühjahr 2019 will Apple Texture als Premiumdienst in seine News-App integrieren – und mit dem Relaunch einige Änderungen umsetzen, wie Bloomberg berichtet.

Texture: Apple will neudesignten Premiumdienst in News integrieren

Die bei Texture angebotenen Magazininhalte erinnern bisher eher an die jeweiligen Printausgaben. Das geplante Redesign soll dafür sorgen, dass die Artikel künftig im Stil von typischen Online-News daherkommen. Darüber hinaus soll es bei einem einheitlichen Preis für das Premium-Abo bleiben. Zuvor hatte Apple angedacht, für hochwertige Wochenmagazine wie den New Yorker fünf Dollar mehr zu verlangen.

Einige große US-Zeitungen wie das Wall Street Journal oder die New York Times haben allerdings Bedenken, ihre Inhalte bei Texture anzubieten. Sie fürchten, dass der Apple-Dienst ihnen Abonnenten abspenstig machen könnte. Schließlich könnten Nutzer des Premiumservices die Zeitungen dann günstiger lesen, als wenn sie ein einzelnes Abo bei den Zeitungen direkt abschließen würden.

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Apple versucht derzeit offenbar in einer Reihe von Gesprächen mit den Chefs der Medienkonzerne, diese Bedenken zu zerstreuen. Als positives Beispiel dient etwa der Musikabodienst Apple Music, der nach der Übernahme von Beats Music im Jahr 2014 schon auf über 50 Millionen Abonnenten angewachsen ist. Texture hatte im Frühjahr laut Bloomberg knapp 200.000 Abonnenten und soll im Jahr 2015 mehr als 15 Millionen Dollar Umsatz an die Verleger ausgeschüttet haben.

Apple: Texture könnte Verlegern deutlich höhere Einnahmen bringen

Apple ist der Meinung, dass es dafür sorgen könne, dass die Zeitungs- und Magazinanbieter mit Texture künftig deutlich höhere Einnahmen verbuchen könnten als mit ihren eigenen Abodiensten. Schließlich ist die News-App auf den iPhones des Konzerns vorinstalliert – und der darin integrierte Premiumdienst dürfte auf einiges Interesse der Nutzer stoßen. Ein Problem für die Zeitungen würde aber bestehen bleiben, wie Branchenbeobachter warnen: Der direkte Kontakt zu den Lesern würde weitgehend verlorengehen.

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