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„The Cleaners“ zeigt die Maschinerie hinter Content-Moderation

„Im Schatten der Netzwelt – The Cleaners“ zeigt, wie Content-Moderatoren arbeiten. (Foto: Gebrueder Beetz)

Noch bis zum 3. September ist der sehenswerte Dokumentarfilm „Im Schatten der Netzwelt – The Cleaners“ in der Arte-Mediathek zu finden. Die Doku zeigt, wie Tausende Content-Moderatoren von Manila aus unsere Social-Media-Timelines sauber halten und welche Konsequenzen diese Schattenindustrie mit sich bringt.

In der philippinischen Hauptstadt Manila entscheiden Tausende Menschen darüber, welche Inhalte in den sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter gezeigt werden. Sie werden Content-Moderatoren genannt und beurteilen im Akkord, ob gemeldete Beiträge gelöscht oder ignoriert werden. Die Kriterien und Vorgaben, an die sie sich halten müssen, sind nicht durchschaubar. Innerhalb von drei bis vier Sekunden müssen sie entscheiden, ob ein Foto oder Video bleiben darf oder nicht.

Die traumatisierenden Bilder lassen die Moderatoren nach Feierabend nicht los

Die Regisseure Moritz Riesewick und Hans Block sind der Frage nachgegangen, wer eigentlich darüber entscheidet, dass Inhalte auf Facebook oder Youtube gelöscht werden. Ihre Recherche führte sie nach Manila, wo etwa 150.000 Menschen als Content-Moderatoren den Müll auf  sozialen Netzwerken entsorgen sollen. Diese „Cleaner“ arbeiten in einer versteckten Industrie unter Druck und mit psychischer Dauerbelastung. Ihnen werden täglich Bilder von Enthauptungen, Kinderpornografie oder Terror vorgeführt – bis zu 25.000 Bilder am Tag sei die Vorgabe laut eines Moderatoren. Über ihre traumatisierende Arbeit dürfen sie mit niemandem sprechen – das schreiben die diskreten Firmen vertraglich vor.

Bereits im Mai kam „The Cleaners“ in die deutschen Kinos. Am Dienstag zeigte der deutsch-französische Sender Arte die Doku erstmals im Fernsehen und lässt sie noch bis Montag in seiner Mediathek.

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