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Theranos: Skandal-Startup von Elizabeth Holmes wird eingestampft

Theranos-Gründerin Elizabeth Holmes. (Foto: dpa)

Hunderte Millionen US-Dollar haben Investoren dem angeblich revolutionären Bluttest-Startup Theranos von Elizabeth Holmes zugesteckt – bis ihr Betrug aufflog. Jetzt wird die Firma aufgelöst.

Einst war das Startup Milliarden wert, jetzt bleibt von Theranos nur noch ein Auflösungsbeschluss auf Papier übrig: Die skandalgeschüttelte Bluttestfirma aus Palo Alto wird einem Bericht des Wall Street Journals zufolge aufgelöst.

In den kommenden Monaten sollen die Barreserven von geschätzt fünf Millionen Dollar an die Investoren zurückgezahlt werden. Gründerin Elizabeth Holmes muss sich seit Anfang Juni in Kalifornien wegen schweren Betruges vor Gericht verantworten.

Theranos will fünf Millionen Dollar zurückzahlen

Das Hauptquartier von Theranos in Palo Alto. (Foto: dpa)

Holmes hatte Theranos 2004 mit dem Versprechen gegründet, eine neuartige Bluttestmethode entwickelt zu haben. Statt schmerzhafter Spritzen sollte ein kleiner Abnahmestift nur wenige Mikroliter Blut abzapfen und bis zu 70 verschiedene Testverfahren ermöglichen. Ideal also für die Selbstdiagnose Zuhause. Finanzierungsrunden von hunderten Millionen Dollar brachten dem Startup neben großer Medienaufmerksamkeit auch eine Bewertung von rund zehn Milliarden Dollar ein. Elizabeth Holmes galt zeitweise als jüngste Selfmade-Milliardärin weltweit.

Im Oktober 2015 enthüllte das Wall Street Journal mit einem Artikel jedoch ernste Zweifel an der Wirksamkeit des von Theranos entwickelten Bluttestapparates. Der Anfang eines beispiellosen Startup-Niedergangs: Theranos wurde die Lizenz zum Betrieb von Laboren entzogen, wichtige Partnerschaften mit Drogerien wurden gekündigt und Mitarbeiter entlassen. Vor drei Monaten reichte die Börsenaufsicht SEC schließlich eine Betrugsklage gegen Holmes und ihre frühere zweite Hand im Unternehmen, Ramesh Balwani, ein. Holmes drohen bis zu 20 Jahre Haft.

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