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Tiktok erreicht 1,5 Milliarden Downloads und setzt auf Social Commerce

Die App TikTok. (Foto: dpa)

Tiktok übertrifft derzeit so ziemlich alles, was die Social-Media-Welt an Erfahrungswerten hat. Jetzt setzt die Videoschnipsel-App auch noch auf Social Commerce.

Die Kurzvideo-App Tiktok soll jetzt 1,5 Milliarden Mal heruntergeladen worden sein. Das zumindest berichtet die Analyseseite Sensor Tower.
Sie ist damit eine der beliebtesten Apps sowohl bei Android als auch bei iOS. Schon im vergangenen Jahr war sie die vierthäufigst heruntergeladene Nicht-Gaming-App und erreichte 614 Millionen Downloads.

Dass die Werbewirtschaft auch in Deutschland das speziell unter jungen Zielgruppen angesagte Phänomen Tiktok für sich zu nutzen vermag, darüber hatten wir kürzlich ausführlich berichtet – Firmen wie Otto oder Punica schaffen es sehr erfolgreich, mit den Challenges genannten Wettbewerben oder Kampagnen, ihr Produkt bei Jugendlichen in Szene zu setzen. Stolze 147 Millionen Views schaffte beispielsweise Otto innerhalb von vier Wochen – was angesichts der mit rund 15 Sekunden extrem kurzen Videos (und im Schnitt 39 Minuten, die Tiktok-Nutzer täglich dort verbringen) eine beachtliche Awareness ist.

Social Commerce mit Tiktok in Erprobung

Ein weiterer Trend, der aktuell sowohl bei Instagram als auch bei anderen sozialen Netzwerken zumindest unter Händlern und E-Commerce-Experten hoch im Kurs steht, ist Social Shopping. Auch wenn erst kürzlich eine Studie von Appinio zeigte, dass drei von vier Deutschen noch nicht aus einem sozialen Medium heraus eingekauft haben, könnte Social Commerce gerade speziell bei den jungen Zielgruppen, die auf Tiktok unterwegs sind, Anhänger finden. Wie Techcrunch berichtet, experimentiert Tiktok damit, Nutzer aus den Videos direkt auf die Kaufseite für Produkte zu lotsen. Dabei können sowohl die Creators genannten Urheber von Videos einen Link aus ihren Videos heraus setzen als auch einen Sammellink auf ihrer Profilseite anzeigen lassen.

Die Social-Shopping-Features ähneln den Shoppable Posts von Instagram und könnten gerade bei der Tiktok-Zielgruppe erfolgreich sein. Bisher werden die Social-Commerce-Formate offenbar noch nicht weltweit angeboten, wohl aber in China und Indien – beides für die zum chinesischen Bytedance-Konzern gehörende App Kernmärkte.

t3n meint:

Betrachtet man die extrem schnelle Entwicklung von Tiktok und die dahinterstehende Trial-and-Error-Mentalität, dann wird klar, dass die neuen Funktionen wohl bald testweise auch in deutschen Kampagnen oder zumindest bei deutschen Influencern zu finden sein werden. Tiktok bleibt weiterhin eines der spannendsten Phänomene im Marketing, wenn es um die Zielgruppe U18 geht. Social-Media-Verantwortliche sollten sich daher darüber Gedanken machen, ob und wie sie Tiktok in ihren Social-Media-Mix integrieren.

Tobias Weidemann

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