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Tink: Das Startup, das Smart Home übersichtlich machen will

(Foto: Tink)

Wo liegt der Unterschied zwischen zwei smarten Thermostaten? Und wie sieht es mit dem Datenschutz aus? Das Startup Tink will diese Fragen auf seiner Smart-Home-Plattform beantworten.

Die Tür öffnen mit dem Smartphone, auf dem Fernseher Netflix schauen und Heizung steuern per App – viele Geräte in unserem Haushalt lassen sich heute vernetzen. Die Idee: Durch das Smart Home soll das Leben bequemer werden. Bisher konnten Verbraucher entsprechende Geräte hauptsächlich über die Anbieter direkt kaufen. Das Startup Tink will nun auch den Kauf bequemer machen: Die Gründer Julian Hueck und Marius Lissautzki haben eine Plattform aufgebaut, auf der sich einzelne Smart-Home-Anwendungen vergleichen lassen. Prosiebensat.1 und Rocket Internet scheinen an die Idee zu glauben: Die beiden Konzerne haben eine nicht näher kommunizierte Summe in das Unternehmen gesteckt.

Tink versteht sich als Vergleichsmöglichkeit und Marktplatz zugleich: Auf dem Portal können sich Interessierte über verschiedene Smart-Home-Anwendungen informieren, sie aber gleichzeitig auch erwerben. „Beim Smart Home stellt sich für viele Kunden die Frage, wie sich die Lösungen eigentlich unterscheiden“, sagt Lissautzki im Gespräch mit t3n. Genau das will Tink den Verbrauchern erklären. Am Donnerstag hat das Startup seine Plattform offiziell gelauncht.

Tink will Smart-Home-Geräte besser erklären

Um sich von anderen Marktplätzen wie Amazon abzuheben, kommt nicht jedes intelligente Thermostat oder jeder smarte Fernseher ins Angebot. Ein siebenköpfiges Expertenteam bewertet die Geräte nach acht Kriterien. Dazu zählt beispielsweise, wie einfach die Anwendungen zu installieren sind, wie der Datenschutz funktioniert und wie gut das Preis-Leistungs-Verhältnis ist. Jedes Produkt wird erklärt, sowohl Vor- als auch Nachteile sollen zur Geltung kommen.

Die Hersteller der Smart-Home-Produkte seien offen für die Idee eines Marktplatzes gewesen, berichten die Gründer. „Wir wurden bisher mit offenen Armen empfangen“, sagt Hueck. Gerade kleinere Anbieter, die nur ein Produkt hergestellt haben und keine Werbung schalten können, sähen einen Mehrwert in der Plattform. Zum Start finden sich 150 Geräte auf Tink, im Lauf der nächsten Wochen will das Startup diese Zahl noch einmal um 100 erhöhen. Geld verdient das Startup über eine festgelegte Kommission.

 „Wir müssen nicht die Welt gewinnen.“

Die große Herausforderung für das Startup: den Kampf mit Amazon zu gewinnen. Der US-Händler verkauft selbst Smart-Home-Geräte, hat zu dem Thema sogar eine eigene Übersichtsseite angelegt. Darauf sind Kategorien wie Sicherheit, Energie und Entertainment aufgeführt – ähnlich wie bei Tink. „Es wird immer Wettbewerber geben“, sagt Hueck. „Wir müssen nicht die Welt gewinnen.“ Als Beispiel nennt der Gründer Sextoys: Auch die könne man auf Amazon kaufen, trotzdem habe sich das Startup Amorelie durchgesetzt. Die Gründer vertrauen zudem auf ihren Service. Kunden, die bei Tink kaufen, sollen auch Beratung zu ihren Produkten erhalten können.

(Screenshot: Tink)
Das Startup Tink verspricht eine Übersicht über Smart-Home-Anwendungen. (Screenshot: Tink)

Zu den Hürden, die die Begeisterung für das Smart Home noch bremsen, zählt der Datenschutz. Statista.

„Es ist natürlich ein Thema“, sagt Tink-Gründer Lissautzki. Aber in unseren Wohnungen gebe es mit vernetzten Fernsehern schon heute Möglichkeiten, in unsere Privatsphäre einzudringen. „Ich sehe ehrlich gesagt nicht den Unterschied zum Smartphone, das auf dem Sofa liegt“, sagt Hueck. Auch dort könne man die Kamera hacken und Einblick in die Wohnung erhalten.

Nach dem Launch heute geht es für das Startup nun darum, bekannter zu werden. Dafür wird es künftig TV-Werbung schalten – Teil eines Media-for-Equity-Deals mit Prosiebensat.1. Laut den Gründern liegt der Wert im Millionenbereich.

Wie erfolgreich Tink letztlich sein kann, wird auch davon abhängen, ob sich das Smart Home in Deutschland auf Dauer durchsetzt. Je nach Studie gibt es optimistischere und pessimistischere Prognosen: Der Branchenverband Bitkom sprach 2014 bereits von zehn Millionen Smart-Home-Nutzern. Statista hingegen notierte für 2015 gerade einmal 300.000 Haushalte.

 

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Eine Reaktion
Chris

Dieser Kommentar zielt nicht auf den Artikel, sondern auf die Website, auch wenn ich finde dass der Artikel etwas unausgewogen, soll heißen mit rosa Brille verfasst zu sein scheint.
Schaut man sich auf dem hochwertigen Portal für SmartHome Produkte um, findet man ein schickes Design und jedes Produkt wird einzeln beschrieben - sehr schön. Der Mehrwert, warum ich also auch für ein paar € mehr bei Tink bestellen würde, liegt allerdings für darin dass es genau die SH spezifischen Informationen zu finden gibt, besser geben müsste, die ich auf anderen Portalen vermisse. Service anzubieten wenn man das Produkt gekauft hat, heißt für mich nur dass man vorher nicht ausreichend Informationen bereitgestellt hat.
Technische Details sind spärlich, teilweise nur im Langtext erwähnt. Warum gibt es keine Bewertungsmatrix die z.B. sofort zeigt, dass es eine Android App gibt, anstatt das nur über das Filtern im Produktkatalog zu tun. Warum gibt es keinerlei Informationen, zu welchen (gerade für DE typischen?) SmartHome Systemen dieses Produkt kompatibel ist. Ich z.B. habe mich leider bei der Telekom eingekauft und kann hier nicht sehen, ob ich die Kamera irgendwie in Qivicons Lösung integrieren kann, z.B. damit der globale Abwesenheitsstatus eine Kamera aktiviert. FHEM, IFTTT wären andere Plattformen gegen die man prüfen sollte.
Bleiben wir bei der Canary Kamera: Keinerlei Informationen zu Speicherplatz, Cloud Anbindung, Verschlüsselung usw usw. Im Installations video heißt es "Kabel wie gewohnt anschließen". Wer von euch schließt bei einer Sicherheitskamera "wie gewohnt" ein Klinkenkabel irgendwo an !?
Also insgesamt habe ich hier nicht den Eindruck, dass die Spezialisierung außer dem Look and Feel Vorteile für Kunden hat, Mehwert für den man bezahlen würde kann ich so leider nicht erkennen.

Vorbehalt: Ich habe als Neuling auf der Seite nur einige Produkte geprüft, deshalb beschreibe ich meinen Ersteindruck.

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