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Tippen mit Gedankenkraft: Facebook macht Fortschritte in der Entwicklung

(Foto: Shutterstock)

Was sich nach Zukunftsvision oder Science-Fiction-Film anhört, ist gar nicht mehr so unvorstellbar. Die Rede ist davon, allein durch Gedanken einen Text zu Papier zu bringen. Facebook treibt die Forschungen voran.

Bereits seit einigen Jahren finanziert Facebook Forschungsprojekte, die herausfinden sollen, wie allein mit Hilfe von Gedanken Worte geschrieben werden können. Die Forschungsabteilung von Facebook veröffentlichte nun ein Update zu ihren wissenschaftlichen Ambitionen.

Geplant ist ein nicht-inversives, tragbares Computerinterface, das das Gehirn auslesen kann. Der Social-Media-Riese gab bekannt, dass an der University of California in San Francisco bereits umfangreiche Forschungen an menschlichen Freiwilligen umgesetzt wurden.

Das Team der von Facebook unterstützten Ingenieure hat es geschafft, sogenannte „Sprachdecoder“ zu entwickeln, die verstehen, was eine Person sagen möchte – ermittelt anhand der Analyse ihrer Gehirnsignale, wie aus dem bei Nature veröffentlichten Bericht hervorgeht.

Sowohl für die Medizin als auch für die Gaming-Industrie interessant

Eingesetzt werden könnte die Technologie zum Beispiel in der Medizin. Menschen, die die Fähigkeit zu Sprechen oder die Fähigkeit Worte vernünftig zu vokalisieren, verloren haben, könnten stattdessen in Echtzeit durch ihre Gedanken kommunizieren, was ihnen auch ein Stück Lebensqualität zurückgeben würde.

„Derzeit können Patienten mit Sprachverlust aufgrund von Lähmungen nur sehr langsam Wörter mithilfe von Augenbewegungen oder Muskelzuckungen zur Steuerungen eines Computerinterfaces buchstabieren. Aber in vielen Fällen sind die Informationen, die für die flüssige Sprache benötigt werden, immer noch in ihrem Gehirn vorhanden“, sagte der an der Studie mitarbeitende Sprachneurowissenschaftler Eddie Chang in einer Pressemitteilung.

Aber auch Facebook selbst will sich die Technik natürlich zu Nutzen machen, denn aktuell wird auch ein tragbares Headset entwickelt, mit dem mithilfe von Gedanken Musik gesteuert oder in der virtuellen Realität interagiert werden kann.

Um das umsetzen zu können, hat Facebook auch Arbeiten an Systemen finanziert, die das Gehirn außerhalb des Schädels abhören. Bis Ende des Jahres soll ein Prototyp vorgestellt werden, wobei das Unternehmen sich noch bedeckt hält, wozu dieser Prototyp in der Lage sein soll und wie genau die Bewegungen im Gehirn gemessen werden sollen.

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