Ratgeber

Was muss eine Facebook-Anzeige können? 4 Marketing-Experten geben Tipps

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Jan Stranghöner (Facebook-Ads-Camp): „Eine Facebook-Anzeige muss sehr kreativ sein“

Jan Stranghöner – Was muss eine Facebook-Anzeige können? (Foto: Privat)

Jan Stranghöner hat als Produktmanager SEO und Social Media im Verlag Dumont-Schauberg gearbeitet und war für die strategische Ausrichtung in diesen Bereichen der Digital-Angebote für sieben Tageszeitungen verantwortlich. 2015 machte sich Jan selbstständig und beriet Unternehmen bei der Ausrichtung ihrer Social-Media- und SEO-Maßnahmen. Ein Jahr später gründete er zusammen mit Ben Küstner die „Social Marketing Nerds“ (smnerds.de). 2017 veranstalteten die „SM Nerds“ zum ersten Mal das Facebook-Ads-Camp, eine Konferenz in Köln, die ausschließlich das Thema Werbung auf Facebook und Instagram behandelt.

Die Herausforderung bei Facebook-Ads besteht darin, den richtigen Leuten die richtige Anzeige zu zeigen. Auf Facebook bewegen wir uns in einer unterhaltenden Umgebung. Arbeiten wir also mit Bildern, Videos oder Anzeigentexten, die direkt nach Werbung aussehen oder die den Nutzer langweilen, müssen wir mehr Geld investieren um die richtigen Personen zu erreichen. Facebook bewertet deine Anzeigen mit dem sogenannten Relevante-Score. Diesen Score erteilt das Unternehmen nach 500 Ad-Impressions. Die Bewertungsskala reicht hierbei von eins (absolut nicht relevant für deine Zielgruppe) bis hinzu zehn (sehr relevant für deine Zielgruppe). Du kannst den Relevante-Score deiner Anzeigen auf Anzeigenebene im Werbeanzeigen-Manager einsehen.

Die Herausforderung für dich als Werbetreibender ist also: Du musst bei der Erstellung von Bildern und Videos sehr kreativ sein! Das beste Bidmanagement nützt dir nichts, wenn du schlechte Creatives und Visuals verwendest. Tipp: Facebook gibt dir Anzeigenformate und Größen vor. Diese müssen nicht zwingend die optimalen Größen für deine Anzeige sein. So kann es Sinn machen bei verwendeten Bildern oder Videos nicht das Verhältnis 16:9 zu nutzen, sondern für die mobile Ausspielung die Bilder und Videos im Verhältnis 1:1 (quadratisch) oder 2:3 (vertical) zu verwenden. Du nimmst mit diesen Formaten mehr Platz im mobilen Newsfeed ein und erzeugst eine höhere Aufmerksamkeit.

Lars Budde (t3n.de): „Erfolgreichen Kampagnen nähert man sich in einem zweischrittigen Prozess“

Lars Budde – Was muss eine Facebook-Anzeige können? (Foto: Privat)

Lars Budde ist Head of Online-Marketing der yeebase media GmbH, dem Verlag hinter t3n.de und dem t3n Magazin. Als Kopf eines kleinen ultra-effizienten Teams arbeitet er zwischen Redaktion und Vertrieb, hat auf t3n.de aber selbst rund 1.000 Artikel veröffentlicht. Facebook-Werbung hält er derzeit für einen der interessantesten Kanäle des Performance-Marketings.

Werbetreibende nähern sich erfolgreichen Facebook-Kampagnen in einem zweischrittigen Prozess: Erst identifizieren sie die ideale Herangehensweise, dann skalieren sie erfolgreiche Maßnahmen. Wer das richtige Kampagnenziel wählt und die richtigen Kennzahlen beobachtet, dämmt die Kosten des ersten Schritts ein und erhebt trotzdem statistisch signifikante Ergebnisse.

Ob eine Zielgruppe zum Produkt passt, lässt sich zum Beispiel durch Facebook-Kampagnen testen, deren Ziel vergleichsweise günstige Interaktionen sind. Ob ein Produkt zum Kassenschlager wird, lässt sich oft schon an der Klickrate ablesen. Wer diese und ähnliche Erfolgskriterien und „Abkürzungen“ innerhalb der ersten Kampagnen identifiziert, spart nicht nur wertvolles Werbebudget, er kann auch schneller mit dem zweiten Schritt starten: der Skalierung.

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