Tool-Guide für erfolgreiches Content-Marketing: 35 Werkzeuge für alle Situationen

Content-Marketing: 35 Tools für Situationen. (Foto: Shutterstock-SFIO CRACHO)

Content-Marketing hat sich in den letzten Jahren mehr als etabliert – und zwar nicht nur in den USA, sondern auch in Europa. Während sich in Übersee jedoch ganze Agenturen gebildet haben, die nichts anderes tun, als maßgeschneiderte Artikel für ihre Kunden zu konzipieren und sie ins Programm von Online-Medien und Blogs zu bringen, gilt die Marketing-Form hierzulande größtenteils noch als Teil-Disziplin und wird abteilungsintern abgedeckt. Dabei ist das Potential riesig, denn Marketing-Fachleute können auf mehreren Bühnen für Erfolge sorgen.

Zum einen können Verantwortliche wesentlich ausführlicher über die neuen Produkte, angebotenen Dienstleistungen, das vorhandene Know-how oder die eigene Unternehmensgeschichte berichten, als es eine bloße Werbeanzeige jemals könnte. Zum anderen können gut geschriebene Artikel, aufsehenerregende Videos oder hochwertige Grafiken auch zum viralen Erfolg werden oder über Suchmaschinenanfragen für einen nachhaltigen Aufmerksamkeitsschub sorgen.

Content-Marketing: Sagt nicht nur, dass ihr ein Rockstar seid – zeigt es!

Alles für dein Content-Marketing: 35 nützliche Tools von der Recherche bis zur Analyse. (Bild: Zmiter / Shutterstock.com)

Robert Rose vom Content-Marketing-Institute formulierte die Vorteile einmal mit den Worten: „Traditionelles Marketing besteht darin, der Welt zu sagen, dass du ein Rockstar bist. Beim Content-Marketing geht es darum, es der Welt zu zeigen!“ In diesem Sinne möchten wir euch wiederum zeigen, mit welchen Tools ihr der Öffentlichkeit euer Rockstar-Dasein vermitteln könnt. Dabei konzentrieren wir uns auf den folgenden Seiten auf fünf Bereiche, die sich auf Recherche, Organisation, Produktion, Promotion und Analyse beziehen.

Content-Marketing-Tools: Recherche

Marketing-Fachleute können im Sinne des Content-Marketings eigene Botschaften vermitteln oder relevante Themen für ihr spezielles Publikum aufbereiten. Mit diesen Tools könnt ihr Themen ausfindig machen.

Visual.ly ist eine Community-Plattform für Datenvisualisierungen und Infografiken. Hier findet ihr genügend Inhalte, die sich für eigene Blogposts verarbeiten lassen. Der Fundus an potenziellen Themenideen für eigene Grafiken, Videos oder Präsentation ist ebenso enorm. Nutzer können nach Trending-Topics und nach Kategorien suchen.

Buzzsumo funktioniert wie eine Suchmaschine, die nach Inhalten zu einem Schlagwort sucht, die besonders viele Interaktionen im Social Web generiert haben. Nutzer können nach Videos, Artikeln, Interviews oder Infografiken recherchieren und sich so Inspiration für eigene Stücke suchen. Die Basis-Version ist kostenlos.

Quora ist ein Portal, das Antworten auf Fragen liefern möchte, zu denen es noch keine gut aufbereiteten Informationen im Web gibt. Im Newsletter können Interessierte sich beispielsweise die Hot-Topics zusenden lassen, die besonders viele Interaktionen in der Community gesammelt haben. Die Threads dienen hervorragend zur Inspiration eigener Artikel.

Portent’s Idea Generator sieht auf den ersten Blick wie eine Spielerei oder ein Witz aus, dahinter verbirgt sich aber ein ziemlich geniales Tool. Nutzer geben ein Schlagwort ein, das als übergeordnetes Artikelthema dient. Der Generator spuckt dann Überschriften im Buzzfeed-Stil aus, die – insofern angewandt – garantiert für Aufmerksamkeit beim Leser sorgen.

AdWords ist ein Keyword-Analyse-Tool von Google, das ziemlich hilfreich sein kann, wenn es darum geht interessante Inhalte zu finden. Wer beispielsweise einen Online-Shop für vegane Lebensmittel betreibt, könnte die Suchanfrage „vegan“ in das Tool eingeben und erfahren, welche Suchbegriffe in Kombination gesucht werden. Darüber zu bloggen, dürfte sich lohnen.

Nuzzel ist ein Aggregationsdienst, der besonders häufig geteilte Themen in eurer Twitter-Timeline aufzeigt. Insofern eure gefolgten Personen sich stark mit Themen innerhalb des Geschäftsfeldes beschäftigen, könnt ihr hier schnell und zuverlässig erkennen, was die Branche umtreibt – und zu guter Letzt mit einem Beitrag darauf reagieren.

Answer the Public ist wie ein Google Suggest auf Steroiden und der Pro-Tipp schlechthin. Nutzer geben einfach in die Suchleiste ein Keyword ein und lassen sich anzeigen, welche Fragen dazu im Netz kursieren. Die präsentierten Inhalte lassen sich als Visualisierung oder Datenbank ausgeben. Ein CSV-Export ist außerdem möglich.

Content-Marketing-Tools: Organisation

Bei der Organisation von Inhalten geht es vor allem darum, Artikel-Ideen abzulegen, sie mit Notizen zu versehen, zu diskutieren oder sie beispielsweise zeitlich ins Programm des eigenen Blogs einzuplanen.

Trello ist ein Projektmanagement-Tool, das eigentlich alles kann. Anwender können Artikelideen festhalten und sie einem bestimmten Bearbeiter zuweisen. Sie können die Ideen auch in einen Kalender eintragen, der als Redaktionsplan dient. Trello ist vielseitig anwendbar, warum nicht auch für die Organisation des eigenen Content-Marketings?

Pocket ist ein Bookmarking-Dienst, der – einmal eingerichtet – als hervorragende Ablagemöglichkeit für interessante Inhalte dient. Anwender, die einen guten Artikel zu einem relevanten Thema lesen, können den Artikel in Pocket mit einem Schlagwort speichern und so jederzeit wieder auffinden, falls er für eine Recherche oder einen Quellennachweis benötigt wird.

Evernote ermöglicht es Nutzern, wirklich nichts mehr zu vergessen. Mit dem Tool können Aufgabenlisten, Dokumente und sogar Visitenkarten abgelegt werden, die für die Produktion und Konzeption von Inhalten wichtig sind oder werden könnten. Erstellte Notizen können leicht mit Kollegen geteilt und gemeinsam bearbeitet werden.

Scannable ist die Scanner-App für unterwegs von Evernot. Mit der iOS-Anwendung könnt ihr jegliche Art von Dokumenten mobil einscannen und anderen zur Verfügung stellen – etwa Broschüren, Whitepaper und vieles mehr, das euch zu einem geplanten Content-Marketing-Thema im Alltag begegnet. Die Scans werden direkt zugeschnitten und erweitert, wodurch Anwender automatisch kristallklare, digitale Dokumente erhalten.

Edit Flow ist ein Open-Source-Plugin für WordPress, mit dem ihr euren Redaktionsplan direkt im beliebten Content-Management-System erstellen und organisieren könnt. Der eigentliche Kalender, der zur Planung genutzt wird, kann mit iCal oder dem Google-Kalender synchronisiert werden. So habt ihr auch außerhalb von WordPress immer einen Überblick über geplante Themen.

Google Spreadsheets sind eigentlich aus keinem Business-Kontext mehr wegzudenken. Auch für den Bereich Content-Marketing lassen sie sich hervorragend hinzuziehen, um beispielsweise Themen zu sammeln und sie bestimmten Autoren zuzuordnen. Natürlich könnt ihr auch die Ergebnisse eurer Analysen hier festhalten und individuelle Statistiken abspeichern.

Asana ist eine Projektmanagement-Software von Facebook-Mitgründer Dustin Moskovitz und Justin Rosenstein. Ursprünglich sollte Asana die interne Organisation von Facebook verbessern, mittlerweile ist der Webdienst auch bei Startups wie Dropbox oder Pinterest im Einsatz. Das Tool wurde stark von David Allen und seiner GTD-Methodik inspiriert und will nicht nur den Flurfunk ins Netz übertragen, sondern die tatsächlichen Aufgaben.

Content-Marketing-Tools: Produktion

Es ist aufwendig, Inhalte hochwertig aufzubereiten. Nicht jeder hat die Kompetenz oder die Ressourcen im Haus, um das zu bewerkstelligen. Darum gilt es in der Produktion, so viel wie möglich zu vereinfachen. Entweder durch Tools, die Baukästen liefern, oder durch Plattformen, die Experten vermitteln.

Storify gibt Anwendern die Möglichkeit, relevante Bilder, Videos, Audiodateien oder Mitteilungen aus dem Social Web in einem gebündelten Feed zu sammeln und zeitlich geordnet zu präsentieren. Richtig angewandt, können so ganze Geschichten erstellt werden, die sich beispielsweise in Blogposts einbinden lassen. Thematisch gesehen gibt es keine Grenzen.

Infogram lässt Nutzer einfach und schnell Infografiken und Diagramme zu bestimmten Themen erstellen. Wer keine eigene Grafikabteilung unterhält, bekommt hier einen alternativen Ansatz geliefert. Mit Hilfe der Grafiken können Fakten für eigene Blogposts aufbereitet werden, die im besten Fall auch als Quelle für andere Blogger dienen.

Scripted ist eine Plattform, die Kreativarbeiter vermittelt. Interessierte, die beispielsweise einen englischen Artikel oder ein Whitepaper zu einem relevanten Thema produzieren lassen möchten, können hier einen Auftrag ausschreiben und bekommen die fertige Arbeit binnen fünf Tagen zugeschickt.

99designs bietet eine Crowdsourcing-Plattform für Design-Arbeiten. Angefangen bei Infografiken bis zum fertigen Web-Design für eine Landingpage, die euer Whitepaper zum Download anbietet. Teil des Konzeptes von 99designs ist es, dass die Urheberrechte der Arbeiten direkt zu euch übergehen – natürlich mit Einverständnis der Kreativschaffenden.

Apester lässt euch auf einfache Art und Weise ein Quiz erstellen. Wenn ihr euch beispielsweise als Experte eurer Branche positionieren wollt, könntet ihr darüber eine Wissensüberprüfung aufsetzen. Natürlich könnt ihr auch Fragen zu eurem Unternehmen oder einer Produktklasse einbinden. Reiseveranstalter nutzen das Tool beispielsweise auch, um Kunden bestimmte Destinationen näher zu bringen.

Readytalk ist ein Conferencing-Tool, dass verschiedene Schnittstellen für Web-, Audio- und Videokonferenzen bietet. Zudem ermöglicht es, die Konferenzen als Webinare zu erfassen und im Anschluss zu teilen. Webinare sind ein gängiges Format im Content-Marketing, um Expertenwissen zu vermitteln.

Audacity ist eine kostenlose Open-Source-Software zum Erstellen von Podcasts. Darin könnt ihr eure Tonspuren bearbeiten und mit Effekten und Filtern ausstatten. Die Oberfläche sieht zwar etwas altbacken aus, aber Audacity ist sehr umfangreich und leicht zu bedienen. Auch Podcast-Anfänger arbeiten sich schnell ein.

Content-Marketing-Tools: Promotion

Guter Content will gesät werden, heißt es so schön. Wenn Marketing-Verantwortliche schon Geld und Kompetenzen in diesen Bereich stecken, soll auch etwas dabei herumkommen. Daher gibt es viele Tools, die helfen, Inhalte auf eigene und dritte Kanäle zu verteilen.

Buffer ist das derzeit wohl beliebteste Tool, um den eigenen Content der Webseite oder des Blogs auf die ebenfalls eigenen Social-Media-Kanäle zu spielen. Ob vordatiert oder spontan, das Social-Sharing-Tool hilft, eure Inhalte zur richtigen Zeit an eure Fans zu übertragen. Der Analytics-Bereich assistiert euch außerdem dabei, die perfekten Posting-Zeiten zu ermitteln. Die Basis-Version ist kostenlos.

Outbrain bietet eines der größten Traffic-Netzwerke weltweit und hilft, die eigenen Inhalte auf dritten Webseiten mit Hilfe eines eingebauten Widgets auszugeben. Die Content-Delivery-Plattform hat einige reichweitenstarke Publikationen im Portfolio, wie Chip.de und Yahoo. Auch t3n.de ist in dem Netzwerk integriert. Der Traffic ist natürlich kostenpflichtig. Die Preise sind allerdings nicht öffentlich.

Slideshare versteht sich von vorne bis hinten auf die Darstellung und das Teilen von Präsentationsinhalten. Ihr könnt eure Präsentationen, Infografiken oder Dokumente hochladen und anderen Nutzern somit zur Verfügung stellen. Interessierte können die Inhalte für eigene Blogbeiträge nutzen und sie ohne große Mühe per Embed-Code einbinden.

Stumbleupon sammelt großartige Seiten und Inhalte aus dem Web, die Nutzer bewerten und abonnieren können. Daraus ergibt sich bei jedem Anwender ein individuelles Geschmacksprofil, in das eure Inhalte passen könnten. Mit StumbleUpon könnt ihr neue Leser fernab etablierter Kanäle erreichen.

Mailchimp ist ein E-Mail-Marketing-Tool, das euch die Möglichkeit gibt, professionelle Newsletter mit Inhalten zu füllen und sie schnell und einfach an eure Abonnenten zu verschicken. Ihr könntet dort eure Blogposts, Whitepaper oder Infografiken präsentieren. Bis zu 2.000 Abonnenten dürft ihr darin kostenlos verwalten. Danach steht ein Wechsel in einen kostenpflichtigen Account bevor.

Gravity liefert personalisierte Leseempfehlungen an eure Webseiten-Besucher. Die Algorithmen werten das Nutzerverhalten der Leser aus und veröffentlichen daraufhin eigene Tipps in einem implementierten Widget. Ihr könnt eigene sowie fremde Inhalte darin anzeigen lassen. Ersteres haucht bereits veröffentlichten Blogbeiträgen somit hin und wieder neues Leben ein.

Soundcloud ist der perfekte Ort um eure Podcasts den Hörern zum Herunterladen oder Streamen anzubieten. Zudem könnt ihr die Playlisten problemlos in eure Webseite einbinden oder sie anderen Bloggern per Embedding-Funktion für deren Artikel und Projekte zur Verfügung stellen. Außerdem spannend: Nutzer können in einer Kommentarfunktion über die Folge sprechen und euch so Feedback geben.

Content-Marketing-Tools: Analyse

Die Inhalte sind recherchiert, organisiert, aufbereitet und verteilt? Gut gemacht! Doch damit ist noch lange nicht Schluss. Ein guter Marketing-Fachmann will natürlich wissen, wie gut das Content-Marketing angekommen ist. Mit diesen Tools könnt ihr Erkenntnisse gewinnen.

Socialbakers unterstützt Anwender dabei, den Erfolg der Kampagnen und Projekte im Social Web sichtbar zu machen. Zudem lässt sich mit dem Tool hervorragend herausfinden, welche geteilten Links die beste Performance aufweisen. Damit könnt ihr wiederum schlussfolgern, welche Themen öfter verteilt werden sollten.

Google Analytics dürfte bekannt sein, ist das Tool doch hinter so gut wie jeder Webseite und jedem Blog integriert. Nutzer können im Grunde alles analysieren: Die direkten Besucher, den Social- und SEO-Traffic auf den einzelnen Beiträgen oder die Geräte, mit denen die Inhalte aufgerufen wurden. Die Basis-Version ist kostenlos.

Like Explorer gibt euch schnell und einfach eine Übersicht, wie viele Nutzer euren jeweiligen Blogpost auf wichtige Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Google+ geliked haben. In der Ansicht findet ihr zudem die Angaben von Plattformen wie Pinterest oder Linkedin.

Chartbeat liefert ein professionelles Analysewerkzeug, das Marketing-Fachleuten wertvolle Einblicke in die Aktivitäten der eigenen Seiten liefert. Das Tool misst unter anderem, wie viele Nutzer aktuell auf welchem Inhalt sind oder woher der Besucherstrom kommt. Das Tool ist kostenpflichtig, aber es gibt einen kostenlosen Test-Monat.

Tweetreach erlaubt euch, sämtliches Grundrauschen auf Twitter rund um eure Marke oder bestimmte Hashtags, die mit Produkten oder Aktionen eures Unternehmens in Verbindung stehen, zu tracken – und zwar über Jahre hinweg. Ihr könnt beispielsweise herausfinden, welche Influencer eure Inhalte kuratiert haben und euch nicht zuletzt persönlich bei ihnen bedanken.

Klout misst euren Einfluss in sozialen Medien auf einer 100-Punkte-Skala und berücksichtigt dabei Plattformen wie Facebook, Twitter, Instagram, Wordpress und Linkedin. Ein hoher Klout-Score ergibt sich aus der Anzahl der eigenen Follower, wie häufig über euch oder eure Artikel im Netz diskutiert wird und wie umtriebig ihr im Netz seid.

Bitly ist eigentlich ein Tool, das Links verkürzt. Jedoch lässt sich darüber auch der Erfolg des jeweiligen Artikels messen, dessen Link ihr über das Tool verkürzt habt. In dem kostenlosen Programm lassen sich Klickstatistiken in Echtzeit ansehen, was es als simples Analyse-Tool schlussendlich attraktiv macht.

Das war unser Tool-Überblick! Wenn ihr noch mehr zu möglichen Formaten erfahren möchtet, legen wir euch zudem diesen Beitrag ans Herz: Content is King! 11 Formate, mit denen ihr Content-Marketing betreiben könnt

Letztes Update des Artikels: 24. Mai 2017

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