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Google und Amazon gehen leer aus: Toshibas Speichergeschäft für 15 Milliarden Euro verkauft

(Foto: Shutterstock)

Mindestens zehn Unternehmen, darunter Apple, Google und Amazon, sollen um Toshibas Speichergeschäft gebuhlt haben. Durchgesetzt hat sich ein Konsortium – mit Apple an Bord.

Toshiba: Finanzinvestor Bain Capital erhält den Zuschlag

Ein mehrmonatiger Bieterstreit um das Speichergeschäft des japanischen Technologiekonzerns Toshiba ist zu Ende. Bis zu zehn Unternehmen, darunter die US-Techriesen Apple, Google und Amazon sollen daran interessiert gewesen sein. Den Zuschlag für den Kauf des nach Samsung zweitgrößten Flash-Speicherherstellers hat ein Konsortium um den US-amerikanischen Finanzinvestor Bain Capital bekommen. Der Deal hat einen Wert von rund zwei Billionen Yen (15 Milliarden Euro), wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Toshiba hat den Verkauf inzwischen bestätigt.

Toshiba steigt aus dem Speicherchip-Geschäft aus. (Screenshot: Toshiba/Youtube/t3n.de)

Dem Medienbericht zufolge hatte sich Bain Capital mehrere Konzerne ins Boot geholt, um den milliardenschweren Kauf stemmen zu können. Dazu sollen neben dem südkoreanischen Chipriesen SK Hynix auch Apple, Dell sowie Kingston und Seagate Technology gehören. Zu diesen Techfirmen könnten sich noch zwei japanische Finanzhäuser gesellen. Diese Menge an Unternehmen, die jetzt Anteile an der ehemaligen Toshiba-Sparte halten, könnte laut dem Analysten Hideki Yasuda vom Ace-Research-Institute aber künftig Probleme, etwa bei strategischen Entscheidungen, bringen.

Speichergeschäft von Toshiba: Verkauf noch nicht ganz in trockenen Tüchern

Ein weiteres potenzielles Problem könnte sich schon in den nächsten Tagen zeigen: Denn bis kurz vor der Entscheidung für Bain Capital soll noch ein Konsortium um den US-amerikanischen Joint-Venture-Partner Western Digital, zu dem unter anderem der Finanzinvestor KKR gehört, in Führung gelegen haben. Western Digital hatte schon im Vorfeld rechtliche Schritte gegen Toshiba eingeleitet, weil das Unternehmen der Ansicht ist, dass es keine Kaufentscheidung über seinen Kopf hinweg geben dürfe, heißt es bei Reuters. Jetzt könnte ein Gerichtsentscheid den Deal noch stoppen oder zumindest erschweren.

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