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Ratgeber

Apps mit Touch-Bar-Unterstützung entwerfen: Das müssen macOS-Entwickler jetzt wissen

(Foto: Apple)

Apple hat am Donnerstagabend seine neuen Macbook Pros mit der Touch-Bar vorgestellt. Entwickler können sie für ihre Apps nutzen – sollten aber einige Vorgaben beachten.

Ob Photoshop-Experte oder DJ: Geht es nach der Präsentation der Touch-Bar im neuen Macbook Pro von Apple eignet sie sich für viele Einsatzzwecke. Dort können Apps verschiedene Bedienelemente unterbringen. In seinem Developer-Bereich hat Apple Vorgaben veröffentlicht, die Mac-Entwickler beachten sollten.

Nutzer können die Touch-Bar individualisieren

Standardmäßig zeigt die Touch-Bar auf der linken Seite den Escape-Button, rechts daneben hat die jeweils aktive App einen Bereich für sich, wiederum daneben werden Bedienelemente für das Verstellen von Bildschirmhelligkeit, Lautstärke oder das Siri-Icon angezeigt. Nutzer können aussuchen, welche System-Funktionen sie im sogenannten Control-Strip einstellen wollen. Der kann aber auch komplett ausgeblendet werden, ebenso der App-Bereich.

Wie Mac-Entwickler die Touch-Bar mit ihrer App unterstützen können, zeigt die Dokumentation vom NSTouchBar-Objekt. Wie der Interface-Builder in Xcode mit der neuen Bar funktioniert, lest ihr an dieser Stelle.

Diese Vorgaben macht Apple Entwicklern

Wenn es darum geht, welche Funktionen App-Entwickler in die Touch-Bar auslagern können, macht Apple einige Vorgaben. So sollte sie auf jeden Fall Kontext-basiert passende Funktionen für den Nutzer anzeigen. Die Bar soll nicht als Display genutzt werden, sondern als Erweiterung für Trackpad und Tastatur. Entwickler sollen sie als weiteres Eingabe-Gerät verstehen und nicht für beispielsweise die Anzeige von Benachrichtigungen nutzen und den Nutzer damit vom Haupt-Display ablenken.

Das Aussehen der Buttons in der Touch-Bar sollte den physischen Tasten in Größe und Farbe ähneln. Außerdem sollten sie Funktionen bereitstellen, die Aktionen direkt ausführen und nicht noch eine weitere Auswahl erfordern. Nutzer sollen den Vorteil haben, sich dadurch Klicks durchs Menü zu ersparen. Zu den genauen Vorgaben für die Buttons gibt es eine eigene, ausführliche Seite in der Dokumentation. Und auch wenn eine App gerade mit anderen Aktionen beschäftigt ist, sollen Entwickler sicherstellen, dass der Nutzer ein Feedback über die Betätigung des Buttons bekommt.

Die Touchbar ist universell einsetzbar - je nach App und Funktion werden spezifische Buttons eingeblendet. (Bild: Apple)
Die Touch-Bar ist universell einsetzbar - je nach App und Funktion werden spezifische Buttons eingeblendet. In Final Cut Pro zum Beispiel die Timeline. (Bild: Apple)

Eine weitere logische Vorgabe, die Apple gibt, ist die, dass eine Aktion nicht erfordern sollte, dass der Nutzer mehrmals zwischen Tastatur, Trackpad und Touch-Bar wechseln muss. Die Aktion, die er auf der Bar startet, sollte er auch dort beenden können. Gibt es einen Button in der Benutzeroberfläche einer App und in der Touch-Bar, sollten beide den gleichen Zustand anzeigen, beispielsweise ob ein Text gerade fett gedruckt wird oder nicht. Stellt ein Button mehrere Optionen bereit, sollen diese nur auf der Touch-Bar dargestellt werden und nicht zusätzlich auf dem Haupt-Display.

Apples Inkonsequenz bei den Touch-Bar-Vorgaben

Einer der Punkte in den Hinweisen für Entwickler sticht allerdings besonders hervor. Es sollen keine Funktionen, die durch wohlbekannte Tastenkürzel erreichbar sind, in die Touch-Bar gelegt werden. Für Tastenkürzel-Pros eine logische Vorgabe, für den Einsteiger oft nicht praktikabel. Und auch Apple weicht hier von seinen eigenen Vorgaben ab. In der Keynote am Donnerstagabend zeigte Craig Federighi beispielsweise die Touch-Bar-Funktionen in der Apple-eigenen Mail-App. Dort waren auf dem OLED-Display Buttons beispielsweise zum Senden von oder zum Antworten auf E-Mails zu sehen. Wenn das mal nicht Funktionen sind, für die Tastenkürzel wohlbekannt sind.

Natürlich weist Apple auch darauf hin, dass nicht jedes Macbook die neue Bar hat und daher keine Funktionen allein dort zur Verfügung stehen sollten, sondern auch Ausweichmöglichkeiten auf Tastenkürzel oder das Trackpad erforderlich sind. Wo wir wieder bei wohlbekannten Tastenkürzeln und der Touch-Bar wären.

Diese Ressourcen helfen euch beim Anpassen eurer App

Wer seine App jetzt mit Touch-Bar-Funktionen versehen will, hat dazu umfangreiche Informationen im Developer-Bereich. Dort beschreibt Apple genau, wie Buttons interagieren sollen, wie das Design und die Icons aussehen sollen und wie Entwickler die Touch-Bar ansprechen können. Außerdem stellt Apple Demo-Code bereit. Ihr benötigt Xcode 8.1 auf macOS Sierra 10.12.1.

Passen dazu: Apples neues Macbook Pro mit Touch Bar im Liveticker – so lief das Event

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