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Trotz Rückschlägen: Japaner steigen bei Clevershuttle ein

Mitsui investiert in Clevershuttle. (Foto: Clevershuttle)

Der japanische Mischkonzern Mitsui hat sich mit zwölf Prozent am Ride-Pooling-Unternehmen Clevershuttle, einer Bahn-Tochter, beteiligt.

Wie das Handelsblatt berichtet, hält künftig der japanische Mischkonzern Mitsui zwölf Prozent an Clevershuttle, dem Elektro-Sammelfahrdienst, dessen Mehrheit die Deutsche Bahn im September vergangenen Jahres übernommen hatte.

Japanisches Investment soll Expansion beschleunigen

Die Anteilsübernahme geht dabei offenbar mit einer Kapitalerhöhung einher, denn die Deutsche Bahn bleibt mit unverändert 76 Prozent Mehrheitseigner. Die Gründer bleiben mit zwölf Prozent der Anteile beteiligt.

Laut Clevershuttle-Chef Bruno Ginnuth soll das Investment aus Fernost dazu dienen, die Expansion des Dienstes in weitere deutsche Städte zu beschleunigen. Zuletzt hatte Clevershuttle den Betrieb in den Großstädten Hamburg, Stuttgart und Frankfurt am Main allerdings von einem Tag auf den anderen eingestellt. Als Begründung hatte das Unternehmen neben bürokratischen Hürden vor allem die fehlende Wirtschaftlichkeit benannt.

Das ist Mitsui

Mitsui ist bisher nicht bekannt für Investments im Mobility-Bereich. Der 100 Jahre alte Mischkonzern engagiert sich traditionell in der Chemie-, der Stahl- und der Lebensmittelbranche. Seit 1954 betreibt Mitsui eine deutsche Tochter mit Sitz in Düsseldorf.

Mitsuis Infrastruktur-Sektor befasst sich mit Windenergie- und anderen Energieerzeugungs-Anlagen, dem Bau von chemischen und petrochemischen Anlagen sowie Stahlwerken und der Entwicklung spezieller Schienenfahrzeuge.

Das ist Clevershuttle

Das Berliner Startup Clevershuttle bietet einen Ride-Pooling-Dienst. Das ist eine Art Sammel-Taxi, das per App gerufen werden kann. Der Algorithmus in der Software bringt dann automatisch mehrere Fahrgäste mit ähnlichen Zielen zusammen, was die Kosten der Fahrt für den einzelnen Fahrgast senkt. So unterbietet Clevershuttle konventionelle Taxis um etwa die Hälfte. Fahrgäste müssen dafür Umwege sowie eine Wartezeit von bis zu 25 Minuten akzeptieren.

Im vergangenen Jahr hatte die Deutsche Bahn die Mehrheit am Ride-Pooling-Startup übernommen und Clevershuttle vor allem als Service für Bahnfahrer positioniert, die sich günstig zum Bahnhof und zurück transportieren lassen wollen. Der Leipziger Hauptbahnhof avancierte im Zuge des Deals zum größten Clevershuttle-Standort in Deutschland.

Passend dazu: Clevershuttle zieht in 3 Städten die Notbremse

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