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Trump verspricht Apple riesigen Steuererlass, wenn sie in den USA produzieren

Donald Trump will Apples Fertigungsanlagen zurück in die USA bringen. (Foto: Shutterstock/Joseph Sohm)

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat Tim Cook massive Steuererlässe versprochen, wenn Apple künftig iPhones und Co. in den USA produzieren lässt.

Trump: Eine große Leistung, wenn Apple verstärkt in den USA produziert

In einem Interview mit der New York Times erzählte der designierte US-Präsident Trump, dass er Telefonanrufe von Bill Gates und Apple-CEO Tim Cook nach dem Wahlsieg Anfang November erhalten habe. Im Gespräch mit Cook habe Trump versucht, den Apple-Chef davon zu überzeugen, eine oder gar mehrere große Fabriken in den USA zu errichten und so die Produktion wenigstens zum Teil von China und Vietnam ins Heimatland zu verlagern.

Apple-Chef Tim Cook soll laut Trump Verständnis gezeigt haben. (Foto: Apple-Livestream)

Trump sagte weiter, dass er massive Steuerrabatte ins Spiel bringen würde und es eine große Leistung sei, wenn er Apple dazu veranlassen könnte, in den USA zu produzieren. Trump zufolge hatte Cook Verständnis für seinen Vorschlag.

Trump will allen Konzernen massive Steuerrabatte bieten – natürlich auch Apple

Trump sprach in dem Interview neben der Einrichtung erheblicher Steuerrabatte auch großspurig von der Beseitigung vieler Regularien, um es Unternehmen so leicht wie möglich zu machen, in den USA zu fertigen. Um welche es sich konkret handle und wie das Ganze aussehen könne, ließ er indes offen. Falls Unternehmen sich nicht darauf einließen, könnte Trump drohen, hohe Importsteuern von bis zu 45 Prozent auf Waren aus China zu erlassen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Trump davon sprach, Apples Produktion in die USA zurückzuholen. Schon Anfang 2016 forderte Trump Apple auf, wieder im Heimatland zu fertigen. Derzeit wird nur der in die Jahre gekommene Mac Pro in den USA gebaut – die produzierten Mengen dürften indes gering sein. Der Großteil der Produktion des Apple-Portfolios findet in China bei Foxconn und Pegatron statt.

Der Mac Pro wird in Texas produziert. (Bild: Apple)
Der Mac Pro wird in Texas produziert. (Bild: Apple)

Einem Bericht der Wirtschaftszeitung Nikkei zufolge soll Apple die Auftragsfertiger Foxconn und Pegatron damit beauftragt haben, zu kalkulieren wie hoch die Kosten der Errichtung von Produktionsanlagen in den USA seien. Pegatron weigerte sich, den Berechnungen Foxconns zufolge könnten sich die Produktionskosten durch die Verlagerung in die USA verdoppeln. Neben den hohen Kosten dürften weitere Probleme mit dem Umzug einhergehen. Denn mittlerweile ist in Asien die gesamte Infrastruktur der Zulieferungskette errichtet worden. Alle einzelnen Bauteile, die für die Fertigung vom iPhones, iPads und Macbooks benötigt werden, stammen aus Asien.

Einem Umzug in die USA steht aber wohl noch mehr im Wege:  In einem Interview mit Tim Cook aus dem Jahr 2015 wurde er gefragt, warum Apple nicht in den USA fertigen lasse. Seine Antwort war, dass chinesische Arbeiter fähiger seien. Den Arbeitern in den USA würden entsprechende berufliche Qualifikationen fehlen. Zudem würden womöglich alle Werkzeugmacher in den USA in das Studio passen, in dem sie sich befinden würden – in China bräuchte man mehrere Fußballstadien. Nichtsdestotrotz beschäftigt Apple in den USA zehntausende Mitarbeiter – jedoch zum überwiegenden Teil nicht in der Fertigung, sondern in den Bereichen Tech-Support und Entwicklung.

Passend zum Thema: iPhone 8: Großes Re-Design zum Zehnjährigen – inklusive Modell mit Edge-Display 

via www.macrumors.com

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6 Reaktionen
Claude

Apple wäre doch total bescheuert, wenn sie das machen würden.
Seit Trump inoffizieller Präsident ist, ist der Dollar Kurs deutlich in Höhe geschnellt. Das bedeutet also, dass die Produktionskosten im Ausland deutlich nach unten gehen

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Steve J

Der MacPro wird jetzt seit einigen Jahren in den USA gefertigt ohne massive Aufpreise. Nach den berechneten Milchmädchenpreisen die so kursieren müsste der Rechner ja für an die 50.000 Dollar verkauft werden.

Wenn die Fertigung wie beim Pro weitgehend automatisiert erfolgt kann sich das Ganze tatsächlich für Apple lohnen.

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Ben Richter

Sogar mit ausufernden Subventionen könnten die USA nicht an die derzeitigen Produktionskoten heran reichen. Warum sollte man also seine teuren Fabriken teuer ins teure Amerika verlagern?

Ein komplett in Amerika gefertigtes iPad, würde Berechnungen zufolge, etwa 4000€ kosten! Wer sich da jetzt schon über Preise begklagt...

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Thomas

Wozu benötigt Apple denn Steuerentlastungen - die zahlen doch kaum welche?

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Steve J

Genau deswegen ist es für Trump auch kein großes Geschenk an Apple.

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Keine Zukunft - Danke Presse

Wenn man hier mal CNBC gucken würde, gibts jeden Monat von einem anderen Land Werbung, um dort zu investieren. Ich glaube sogar von Türkei.
Es ist oft üblich, das man Gewinne die in der Firma verbleiben und nicht ausgezahlt werden, nicht besteuert. Allerdings müsste man natürlich regeln das man davon keinen wertlose fehl-investments machen darf.

Aber im Prinzip wäre es völlig normal, das man die Apple-Auslands-Gelder gar nicht besteuert, wenn sie nicht ausgezahlt werden sondern man davon in USA oder thailand oder island oder transsylvanien INVESTMENTS finanziert. Darauf basieren doch oft deutsche Startups: Steuerabscheibungs-Spar-Modelle-Holding-Ketten-Mindestlohn-feindes-Briefkasten-Steuer-Spar-Mietmafiamästungs-Firmen ohne echte Gewinn-Absichten aka "Abschreibungs-Objekte".

Durch also nur sinnvollere regel-anwendung würde man die Auslands-Gelder also nicht mit 35% besteuern sofern US-Fabriken davon gebaut werden.

Das alle festplatten weltweit in derselben Straße gebaut werden kam heraus, als es dort starkregen-überschwemmungen gab und die Festplatten ein Jahr im Preis gleich blieben statt wie üblich zu fallen.
Das alle Mainboard dasselbe Epoxid-Harz benuetzen kam heraus, als es wegen Erdbeben zu bränden der fabrik kam...
tja. Ausser mir erinnert sich keiner hier...
Man sollte mehrere Standbeine haben. Auch bei Clouds würden gute IT-Minister befehlen, das man einmal pro Monat die amazon-cloud abschaltet und einmal pro monat die alternative cloud so wie man beim Alko-Test beweisen mus, das man jeweils nur auf einem bein stehen kann...
Denn auch Amazons Cloud ist schon mal ausgefallen. Und das für mehrere Tage !!!

ist Saphirglas nicht von USA ? na also.
keiner der schlau ist lernt tech-nerd um zu enden wie der erste Programmierer turing oder Aaron Swartz oder Austin Myers.
http://www.golem.de/news/patentstreitigkeiten-mit-uniloc-x-plane-entwickler-bittet-um-spenden-1209-94602.html

Schaut Euch mal an was die Kinder von Obama, von Bill Gates und von allen Deutschen Politikern lernen. Dann weiss man wo man ein Leben lang gut verdienen wird: Denn 600 Euro sind genug:
http://www.sueddeutsche.de/politik/berufspolitiker-ex-minister-in-nrw-kriegen-die-ueppigsten-pensionen-1.3230442
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/reden-wir-ueber-geld-muentefering-wer-auf-nur-euro-rente-kommt-muss-nicht-arm-sein-1.3164473

Danke Presse. Da bleibt uns nur die Wahl von BREXIT, TRUMP und AfD.

http://www.golem.de/news/gtat-saphirglas-hersteller-wirft-apple-preisdiktatur-vor-1411-110432.html
google: site:www.golem.de saphirglas insolvenz apple
Solche Regeln sind regulär. Sich darüber künstlich aufzuregen beweist, warum die Presse nix mehr mitbekommt und die kleinen Bürger hängen lässt.
Völlig kranke und wild wuchernde Rabatt-Regeln sind bei US-Einkäufern z.b. im Gesundheits-System aber auch für Auto-teile total die Norm in USA bei Firmen. Auch bei deutschen Medikamenten dank deutscher Politiker und deutscher Presse ! Davon geht das Land dann halt kaputt und alles gehört bald den Chinesen und Hedgefonds-Heuschrecken...
Falsche Regeln und falsche Gesetze geben halt falsche Ergebnisse...
Wäre Wikipedia hier verboten, abgeschaltet und die Platten formatiert worden ? Na also.
Hier wurde schon die Mauer und Checkpoint Charlie VERKAUFT UND ABGERISSEN.
So ein Land braucht keine Zukunft.

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