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Alter Programmierfehler: Trump-Tweets bringen Twitter aus dem Tritt

Wenn Donald Trump einen Tweet absetzt, dann fallen schon einmal Börsenkurse. Besonders provozierende Aussagen sorgen für eine solche Flut an Antworten, dass selbst Twitter ins Wanken gerät.

Twitter: Antwortflut auf Trump-Tweets

Der neue US-Präsident Donald Trump ist für seine Botschaften per Twitter berühmt und berüchtigt. Oft lösen seine Tweets heftige Reaktionen aus, sei es bei Anhängern und politischen Gegnern oder in Konzernetagen. Wettert Trump etwa über zu hohe Kosten eines Regierungsauftrags für Boeing, dann sorgen diese Aussagen schon einmal für einen Kurseinbruch. Aber auch für Twitter sind die Trump-Tweets eine Herausforderung: Ein alter Programmierfehler sorgt offenbar bei der Vielzahl an Antworten (Replies) für technische Probleme.

Trumps Twitter-Account: Dieser Tweet provozierte mehr als 150.000 Replies. (Screenshot: Twitter/t3n)

Manche Beobachter haben schon Zensur oder Löschmaßnahmen des Weißen Hauses oder des Kurznachrichtendienstes selbst vermutet, dabei handelt es sich wohl um eine technische Unzulässigkeit im Twitter-Backend. Gehen zu viele Reaktionen auf einen einzelnen Tweet ein, dann verschwinden Hunderte Antwort-Tweets aus dem Diskussionsstrang. Die Antworten sind dann zwar noch auf der Seite des Nutzers zu sehen, der sie geäußert hat, aber nicht mehr als Teil der Diskussion zu erkennen.

Die US-Online-Plattform Mashable hat das Ganze ausführlich unter die Lupe genommen und mit Leslie Miley, einer ehemaligen Twitter-Managerin, gesprochen. Miley meint, dass es sich dabei um einen alten Programmierfehler handle, der aufgrund neuer Tools wie der Meldeoption von beleidigenden Tweets in Kombination mit den massenhaften Antworten auf Trumps Äußerungen jetzt sichtbar werde. Trump bringe das Twitter-System an seine Grenzen, sagt Miley. Mit einem Nutzer wie ihm sei nicht zu rechnen gewesen.

Trump auf Twitter: 151.000 Antworten auf Tweet

Donald Trump verfügt auf seinem Account zu Trumps „Muslim Ban“ etwa gab es allein 151.000 Antworten. Zum Vergleich: Katy Perry und Justin Bieber erreichen nur selten die Marke von 1.000 Antworten.

Twitter hat sich am Freitag offiziell zu dem Thema geäußert. Technikchef Ed Ho bestätigte über den Kurznachrichtendienst, dass es sich um ein technisches Problem aufgrund der hohen Zahl an Antworten handle. Twitter arbeite an einer Lösung. Auf einer Twitter-Support-Seite heißt es jetzt: „Wenn du deine Antwort nicht unter dem ursprünglichen Tweet eines Accounts siehst, liegt das daran, dass wir momentan nicht jede Antwort auf einen bestimmten Tweet in den Details des jeweiligen Tweets anzeigen können.“ Die Nutzer könnten sich aber sicher sein, dass der Empfänger die Antwort in dem Tab „Mitteilungen“ sehen könne.

Mehr zum Thema:

via mashable.com

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