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Entwicklung kostet 3 Milliarden: Türkei präsentiert erstes eigenes Elektroauto

Erdogan bei der Präsentation der Prototypen für das Türkei-Elektroauto. (Bild: Sabah.com.tr)

Präsident Erdogan hat zwei Prototypen des geplanten ersten Elektroautos der Türkei präsentiert. In die Entwicklung der Togg genannten Elektroauto-Modelle fließen drei Milliarden Euro.

Vor gut zwei Jahren hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ein Projekt zur Entwicklung des ersten Türkei-eigenen Elektroautos in Auftrag gegeben. Am Freitag konnte Erdogan im Rahmen eines mehrstündigen Events die ersten beiden Prototypen vorstellen, einen E-SUV und eine vollelektrische Limousine, wie das Manager-Magazin berichtet. Entwickelt hat das Auto ein Togg (Türkische Automobil-Initiative) genanntes Konsortium aus fünf Konzernen. An dessen Spitze steht der ehemalige Bosch-Manager Mehmet Gürcan Karakas.

Fünf Elektroauto-Modelle geplant

Viele Details über die beiden ersten Prototypen der geplanten Togg-Familie gab es derweil noch nicht zu hören. Insgesamt sollen eines Tages fünf verschiedene Elektroauto-Modelle von Togg auf dem Markt sein. Losgehen soll es mit dem E-SUV, dessen Marktstart für 2022 geplant ist. Das Elektroauto soll mit einer Ladung 500 Kilometer weit kommen. Zukünftig sollen die Fahrzeuge aus der Türkei auch vernetzt und autonom fahren können, wie die Welt schreibt.

Die Entwicklung und den Bau des ersten türkischen Autos lässt sich die Erdogan-Regierung mehr als drei Milliarden Euro kosten. Künftig sollen in einer Fabrik in der Provinz Bursa bis zu 175.000 E-Autos produziert werden. Insgesamt 4.000 Arbeitsplätze sind dort dafür eingeplant, wie es im Manager-Magazin heißt. Die türkische Regierung will selbst zu den größten Kunden gehört. Sie garantiert, bis 2035 mindestens 30.000 Autos zu kaufen. Darüber hinaus gibt es weitere Erleichterungen für die E-Auto-Hersteller, darunter Steuernachlässe.

Türkei als beliebter Standort für Autowerke

Die Türkei galt bisher bei Autoherstellern aus Europa, den USA und Asien als beliebter Produktionsstandort. Ford, Fiat, Chrysler, Renault, Toyota und Hyundai lassen in dem Land vorrangig für den europäischen Markt produzieren. Die Kritik an Erdogan und der Politik des Landes, etwa was die Militäroperation in Syrien angeht, sorgt aber zunehmend für ein Umdenken. So hat Volkswagen im Oktober die Entscheidung über den Bau eines VW-Werks in der Türkei verschoben. Togg ist erst der zweite Versuch, eine türkische Automarke zu etablieren. Der erste, Devrim (Revolution), war in den 1960er-Jahren gescheitert.

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