Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

Marketing

Tumblr wird aufgebohrt: Darum bekommt das Blogging-Netzwerk jetzt Instant Messaging

(Screenshot: tumblr)

Die Blogging-Plattform Tumblr hat eine neue Messaging-Funktion eingeführt, mit der Nutzer sich auch Direktnachrichten schreiben können. Sie wird von Anfang für den Web-Browser und die Mobile-Apps ausgerollt.

Tumblr: Messaging löst Fan-Mail-Funktion ab

Zuvor konnten sich Nutzer untereinander nur über das Fan-Mail-Feature kontaktieren – eine Funktion, die wie ein E-Mail-Postfach aufgebaut und aufgrund zahlreicher anonymer und kommerzieller Nachrichten unter Bloggern eher unbeliebt war. Mit der neuen Messaging-Funktion können zwei Nutzer sich jetzt in Form einer „threaded communication“ miteinander chatten.

Davon abgesehen wartet Tumblrs Messenger  auch mit erstaunlich wenigen Features auf. Nutzer können lediglich Text eingeben und Links teilen, eine Gruppenchat-Funktion sowie GIF- und Video-Support sind zwar angedacht, aber bislang nicht verfügbar. Anonyme Nachrichten gibt es nicht.

Ein Messenger war der häufigste Nutzer-Wunsch

„Auf Tumblr geht es um Blogs“: Die Köpfe hinter den Inhalten standen bei Tumblr, anders als bei den meisten Netzwerken, noch nie im Vordergrund. Trotzdem können sich einzelne Nutzer jetzt Nachrichten schreiben. (Screenshot: Tumblr)
„Auf Tumblr geht es um Blogs“: Die Köpfe hinter den Inhalten standen bei Tumblr, anders als bei den meisten Netzwerken, noch nie im Vordergrund. Trotzdem können sich einzelne Nutzer jetzt Nachrichten schreiben. (Screenshot: Tumblr)

Mit dem Schritt erfüllt Tumblr laut Gründer und CEO David Karp einen der am meisten geäußerten Feature-Wünsche seiner Nutzer. Dabei hat das als Publishing-Plattform gestartete Netzwerk sich in den letzten Jahren kaum einem Trend gebeugt, dem andere große Plattformen gefolgt sind, sondern ist mit seiner relativen Anonymität und seinem Fokus auf kreative Inhalte statt auf Profile oder Persönlichkeiten seinem eigenen Stil treu geblieben.

Auch jetzt können Nutzer einstellen, dass ihnen nur Menschen Nachrichten schreiben dürfen, denen sie selbst auf Tumblr folgen.

Tumblr: Vom Publisher zum sozialen Netzwerk

Tumblr-Gründer David Karp. Foto: edans. Lizenz: CC BY
Tumblr-Gründer und CEO David Karp. (Foto: edans / flickr.com, Lizenz CC-BY)

„Das Letzte, was wir jemals zu sein erwartet hätten, ist ein soziales Netzwerk“, sagte Karp dem WIRED Magazine. Doch früher oder später passiere es eben auf einer Plattform, die unbekannte Menschen auf Basis ihrer kreativen Interessen zusammenbringt, dass diejenigen Beziehungen eingehen: „Sie werden Freunde, sie heiraten, sie arbeiten zusammen. Unser Feature-Set folgt einfach nur dem Verhalten, das sich ohnehin schon entwickelt hat.“

Für die Einführung hat Tumblr sich übrigens einen besonderen Kniff ausgedacht: Ursprünglich ist die Messaging-Funktion nur für 1.500 Nutzer freigeschaltet worden. Diese müssen nun anderen Nutzern eine Nachricht schicken, um ihnen ebenfalls Zugriff auf den Messenger zu geben. Eine manuelle Freischaltung einzelner Accounts durch die Mitarbeiter ist nicht möglich, wie Tumblr in einem Blogbeitrag zum neuen Messenger mitteilt. So setzt Tumblr auf die virale Verbreitung des neuen Features unter den Nutzern.

Ob ihr schon auf die neue Funktion zugreifen könnt, erkennt ihr an der weißen Smiley-Sprechblase (siehe Artikelbild rechts oben), die im Idealfall schon jetzt eure Navigationsleiste ziert. Spätestens im Dezember soll das Feature für alle Nuzter ausgerollt werden.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Eine Reaktion

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Finde einen Job, den du liebst