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Twist im Kurztest: Warum die Slack-Alternative einiges anders macht

(Screenshot: Twist)

Mit Twist schicken die Todoist-Macher eine Slack-Alternative ins Rennen, die einiges anders machen soll, als der beliebte Team-Messenger. Wir werfen einen Blick auf das Tool.

Slack-Alternative: Twist verspricht bessere Team-Kommunikation

Mehr als 50 Millionen Menschen nutzen täglich Slack. Doch nicht jeder davon ist notwendigerweise ein Fan des Team-Messengers. Zwar hat die Adaption des Tools zweifelsohne zu einer Reduktion an E-Mails geführt, dafür entstehen durch die Nutzung des Chat-Interfaces in der Unternehmenskommunikation aber ganz neue Probleme. Entscheidungen, die auf Slack getroffenen werden, lassen sich zwar theoretisch später auch wieder mit der Suche auffinden, oft verschwinden wichtige Diskussion jedoch im digitalen Nirvana.

Auch wer sich nach einem längeren Urlaub auf Slack begibt, wird kaum alle Nachrichten lesen, die in der Zwischenzeit geschrieben wurden. Durch die Echtzeitnatur des Tools geraten Team-Mitglieder, die nicht ständig online sind, generell schnell ins Hintertreffen. Genau diese Probleme wollen die Macher von Twist vermeiden. Wir haben uns angeschaut, ob das wirklich klappt.

Slack-Alternative: Twist kombiniert Konzepte von Online-Foren und Chats. (Screenshot: Twist)

Twist erinnert an eine Mischung aus Online-Forum und Echtzeit-Chat

Twist verfügt wie Slack über Kanäle. Im Gegensatz zu der übermächtigen Konkurrenz verbergen sich dahinter aber keine simplen Chatverläufe, sondern nach Themen sortierte Threads nach Vorbild klassischer Online-Foren. Die wiederum enthalten die eigentliche Kommunikation zu einem Thema. Durch die zusätzliche Unterteilung sollt ihr euch schneller über genau die Themen und Projekte informieren können, die für eure Arbeit wirklich wichtig sind.

Beim Anlegen eines Threads kann der Ersteller festlegen, welche Personen oder Personengruppen über diese Konversation informiert werden sollen. Zusätzliche Übersichtlichkeit wird durch die Inbox-Funktion gewährleistet. Hier werden alle Threads versammelt, die für einen Nutzer relevant sind und in denen es eine Aktivität gab.

Die Slack-Alternative Twist in Bildern

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Wie Slack verfügt aber auch Twist über ein klassisches Chat-Interface. Das wiederum soll nach Willen der Macher des Tools nur für kurze und weniger wichtige Arten der Kommunikation genutzt werden. Es bietet sich also beispielsweise zur Klärung kurzer Fragen an oder wenn ihr einem Kollegen zum Geburtstag gratulieren möchtet.

Twist: Apps und die Integration von externen Tools

Wie bei Slack versteht sich auch Twist auf die Kommunikation mit externen Diensten. Im Gegensatz zu dem bekannten Team-Messenger ist die Anzahl dieser Integration derzeit noch recht begrenzt. Derzeit werden nur das vom selben Anbieter entwickelte To-do-Tool Todoist, Github und Zapier unterstützt. Darüber hinaus könnt ihr aber auch automatische Reports über Twist an eure Team-Mitglieder verwenden und automatisch Feedback einholen. Außerdem lassen sich Videokonferenzen über den externen Dienst Appear.in starten.

Twist bietet Clients für Windows, macOS, iOS und Android an. (Grafik: Twist)

Twist verfügt neben dem Web-Interface auch über Clients für beinahe alle wichtigen Betriebssysteme. Auf der Desktop-Seite werden Windows und macOS unterstützt. Für Smartphones wiederum gibt es Android- und iOS-Apps.

Twist: Lohnt sich die Slack-Alternative?

Das Tool könnte tatsächlich dabei helfen, die firmeninterne Kommunikation zu verbessern. Dazu müssten sich die Nutzer  aber auch auf gewissen Vorgehensweisen einigen. Wenn das schon unter Slack nicht klappt, dürfte es auch bei Twist nicht besser funktionieren. Außerdem dürfte die vergleichsweise geringe Anzahl an Integration viele Teams von einem Wechsel abhalten.

Das Tool an sich machte in unserem kurzen Test aber bereits eine gute Figur, obwohl es gerade erst die Beta-Phase verlassen hat. Wer sich von den Einschränkungen nicht abhalten lässt, und das reine Chat-Konzept für suboptimal hält, der kann sich das Werkzeug getrost anschauen.

Twist könnt ihr kostenfrei verwenden. Dann könnt ihr jedoch nur die Nachrichten des letzten Monats durchsuchen. Außerdem könnt ihr nur Anhänge mit einer Gesamtgröße von fünf Gigabyte verwalten. Um diese Limits aufzuheben, zahlt ihr 5,50 Euro pro Monat und Nutzer, wenn ihr jährlich bezahlt. Bevorzugt ihr eine monatliche Zahlweise erhöht sich der Preis um einen Euro pro Nutzer.

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