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Twister: Eine dezentrale Twitter-Alternative für die Post-PRISM-Welt

Twister. (Screenshot:  Miguel Freitas)

Twister macht sich die Protokolle von Bitcoin und BitTorrent zunutze, um eine dezentrale Alternative zu Twitter zu werden. Privatnachrichten werden zusätzlich verschlüsselt.

Twister: So sieht die dezentrale Twitter-Alternative aus. (Bild:  Miguel Freitas)
Twister: So sieht die dezentrale Twitter-Alternative aus. (Bild: Miguel Freitas)

Twister: Eine P2P-Twitter-Alternative

Twitter mag vergleichsweise transparent sein, wenn es um staatlich angeordnete Herausgabe von Daten geht, verhindern kann der Dienst es jedoch nicht. Ein Umstand, dem viele Nutzer in Zeiten der Snowden-Enthüllungen recht kritisch gegenüberstehen dürften. Miguel Freitas will mit seinem Twister-Projekt eine sichere und robuste Alternative entwickeln.

Dazu verwendet er Ideen und Protokolle, die wir in einem anderen Zusammenhang schon seit einiger Zeit kennen. Die eigentlichen Nachrichten überträgt Twister im Peer-to-Peer-Verfahren. Im Gegensatz zu Projekten wie Diaspora* müssen Nutzer keinen eigenen Server betreiben beziehungsweise ihren Server anderen anvertrauen. Denn dank dem BitTorrent-Protokol wird kein zentraler Server benötigt. Außerdem werden private Nachrichten zwischen den Nutzern verschlüsselt.

Twister: So sieht die dezentrale Twitter-Alternative aus. (Bild: Miguel Freitas)

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Twister bedient sich beim Bitcoin-Protokoll

Damit Nutzernamen nicht doppelt vergeben werden und Nutzer sicher sein können, dass Beiträge tatsächlich von einem bestimmten Nutzer stammen, hat sich Freitas außerdem bei Bitcoin bedient. Dasselbe Protokoll, das dafür sorgt, dass ein Bitcoin nur einmal ausgegeben wird, sichert hier die Identität der Nutzer. Während beim Bitcoin jedoch offenkundig monetäre Vorteile durch das Mining entstehen, musste sich Freitas eine Alternative einfallen lassen, um Nutzer dazu zu bewegen. Die Lösung ist dabei einigermaßen clever ausgefallen.

Statt neue Bitcoins zu generieren, bekommen die Anwender die Möglichkeit, eine eigene Nachricht prominent an alle Nutzer des Netzwerks zu verteilen. Derzeit soll jeder Nutzer nur eine dieser „gesponsorten Nachrichten“ pro Tag zu Gesicht bekommen. Langfristig könnten so aber Firmen, Vereine oder Einzelpersonen den Fortbestand des Netzwerkes sichern, indem sie ihre Rechenkapazitäten für den Twister-Blockchain bereitstellen.

Natürlich kann auch diese Software keinen vollkommenen Schutz vor Überwachung bieten, dennoch ist es ein interessantes Konzept. Zum jetzigen Zeitpunkt befindet sich die Twister allerdings noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase und dient lediglich als Machbarkeitsnachweis. Die Software lässt sich für Linux, Android oder OS X kompilieren. Clients für andere Plattformen zu entwickeln übersteigt nach eigenen Angaben Freitas‘ Ressourcen. Entwickler, die sich an der Entwicklung beteiligen möchten, finden alle notwendigen Informationen auf der Twister-Seite und auf GitHub.

via www.wired.com

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2 Reaktionen
Ich

Ach so, ok, selbst installieren und so.

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Ich

Aber nutzen kann man den Dienst noch nicht, oder wo kann man sich anmelden?

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