News

Neue Twitter-Datenschutzregeln ab 18. Juni 2017: Das ist neu!

Twitter-App. (Foto: Denys Prykhodov / Shutterstock.com)

Twitter gibt seinen Nutzern mehr Möglichkeiten ihre Daten zu schützen – und nimmt ihnen gleichzeitig eine wichtige Privatsphäre-Funktion. Wir fassen das Wichtigste zusammen.

Twitter informierte seine Nutzer in den letzten Wochen über neue Datenschutzrichtlinien, die ab dem 18. Juni gelten: „Wir hoffen, du schätzt diese Änderungen“, heißt es in der E-Mail-Benachrichtigung. Wer den 140-Zeichen-Kurznachrichtendienst nutzt, kann die Verwendung seiner persönlichen Daten künftig genauer kontrollieren. Jedoch streicht der Microblogging-Dienst auch eine wichtige Privatsphäre-Option.

Neue Datenschutzregeln auf Twitter: Das sind die Neuerungen

Neue Datenschutzregeln auf Twitter. (Foto: dunnnk / t3n.de)

Unter „Individualisierung und Daten“ gibt Twitter den Nutzern die Möglichkeit, genauer zu steuern, wie der Internetdienst die Inhalte personalisiert und wie bestimmte Daten erfasst sowie geteilt werden. In dem Bereich können Nutzer darüber entscheiden, ob Twitter eingeblendete Werbung auf sie zuschneiden soll und ob der Dienst dafür auch die Apps einbeziehen darf, die auf mobilen Geräten installiert sind.

Twitter verspricht, nur die Liste der Apps zu erfassen, nicht aber die in den Anwendungen enthaltenen Daten. Die Anwendungen, die mit sensiblen Themen wie Gesundheit oder sexueller Orientierung zusammenhängen, sollen möglichst nicht einbezogen werden. Nutzer können in dem Rahmen auch angeben, ob Twitter ihre Standorte und die von ihnen genutzten Geräte zu Werbezwecken auswerten darf.

Wer in dem Bereich „Daten über ausgewählte Partnerschaften teilen“ zustimmt, erteilt Twitter das Einverständnis, dass bestimmte private Informationen den Werbepartnern zur Verfügung gestellt werden dürften. Das Unternehmen erklärt, dass Daten wie der Name, die E-Mail-Adresse und die Telefonnummer davon jedoch ausgenommen bleiben.

Twitter unterstützt „Do Not Track“ nicht mehr

Einigen Anwendern wird aufstoßen, dass Twitter die bislang unterstützte Browser-Einstellung „Do Not Track“ (DNT) künftig nicht mehr zulässt. Laut den Verantwortlichen habe sie sich nicht wie gehofft als Branchenstandard durchgesetzt. Einige Browser wie unter anderem Google Chrome bieten ihren Nutzern DNT an, damit ihr Surfverhalten nicht Dienst- oder Seiten-übergreifend nachverfolgt werden kann.

Anstelle von DNT bietet Twitter den Nutzern jetzt „detailliertere Datenschutzeinstellungen“ an. Bezüglich der Qualität des Datenschutzes birgt die Alternative für den Anwender jedoch ein erhöhtes Risiko, dass er selbst nicht alle Häkchen zu seinem Gunsten setzt. Granulare und komplizierte Privatsphäre-Einstellungen sind gegenüber einer einfachen Ja-Nein-Entscheidung zum Tracking für den Nutzer nachteiliger.

Auch dieser Beitrag könnte dich interessieren: Zu viel Datenschutz – Merkel warnt davor, digitales Entwicklungsland zu werden

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.