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Twitter räumt auf: Plattform löscht täglich über eine Million Fake-Accounts

Twitter kämpft gegen Missbrauch der eigenen Plattform und sperrt so viele mutmaßliche Fake-Accounts wie noch nie. (Foto: dpa)

Es ist die direkte Konsequenz auf Enthüllungen zur versuchten Einflussnahme von russischen Gruppen auf den US-Wahlkampf: Twitter sperrt so viele Accounts wie noch nie.

Während der US-Präsidentschaftswahl 2016 hatten russische Gruppierungen über Social-Media-Anzeigen versucht, das Meinungsbild in den USA zu beeinflussen. Twitter geht jetzt verstärkt gegen mutmaßlich Bots vor: Seit den neuen Erkenntnissen zu den Aktivitäten russischer Gruppen im US-Wahlkampf sperrt die Plattform im Schnitt doppelt so viele Accounts wie zuvor, wie die Washington Post berichtet.

Im Mai und Juni wurden demnach insgesamt 70 Millionen Accounts gesperrt – im Juli setzt Twitter die Strategie fort und sperrt täglich mehr als eine Million Accounts, heißt es in dem Bericht.

Meinungsfreiheit versus Sicherheit

Sicherheit geht vor Meinungsfreiheit, ist das neue Motto bei Twitter: Im Zuge einer internen Debatte habe man diese beiden Werte neu abgewogen, zitiert die Washington Post Del Harvey von Twitter. „Meinungsfreiheit bedeutet nicht viel, wenn die Menschen sich nicht sicher fühlen“, sagte Harvey. Die vermehrten Sperrungen von Accounts sind eine Konsequenz aus dieser Entscheidung.

Dass durch die massenhaften Sperrungen die Nutzerzahlen im zweiten Quartal gesunken sein könnten, nimmt Twitter demnach in Kauf. Auf die aktiven Nutzerzahlen wirke sich das Vorgehen sowieso nicht aus, weil nicht alle Fake-Accounts ständig aktiv seien. Die Sperrungen von Accounts sei außerdem nur einer von mehrern Schritten, um den Missbrauch der Plattform einzudämmen.

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5 Reaktionen
Juliana

Ein Ort mehr wo die Gutmenschen-GESTAPO sich für die "richtige" Meinung einsetzten kann. Dieses Mal unter der Prämisse "Sicherheit".

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Jacob D

Komisch dad nur pro russische Kommentare zum Vorschein kommen. Oder ist es gar nicht komisch?

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Pong Lenis

Ach Twitter, die süße Versuchung linke Agenda als "Sicherheitsmaßnahmen" einzustufen. Twitter entwickelt sich stetig, nur in falsche Richtung.

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borisch

"Meinungsfreiheit bedeutet nicht viel, wenn die Menschen sich nicht sicher fühlen"

Dann bedeutet die Meinungsfreiheit um so mehr. Zu dem, ob jetzt ein Unternehmer der Menschen verachtende Gesetze durchsetzt aus der USA oder aus Russland Einfluss auf die Menschen nimmt macht wenig Unterschied.

Aber scheint als hätte Twitter das Ding mit der Meinungsfreiheit nicht kapiert.

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Russenbot

Wenn die USA seit Jahrzehnten reihenweise "Regime-Changes" durch Geheimdienst-Operationen, Kriege und milliardenschwere Finanzierung von NGOs auf dem Globus durchführen, juckt das hier kaum jemanden ( das kommt dann in Arte-Dokus im Nachtprogramm).

Wenn aber nicht näher bezeichnete "russische Gruppen" Werbeanzeigen bei Twitter & Co. ordern, (wobei deren Ziele noch nichtmal ganz klar sind - und solche "Fakten" dem Anti-Trump-Lager zuzuordnen sind) - das wird rund um die Uhr auf allen Kanälen wiedergekäut und die rote Gefahr
beschworen. McCarthy lässt grüssen...

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