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Twitter Translation Center: So motiviert man Nutzer, die eigene Website zu übersetzen

Wie bringt man Nutzer dazu, die eigene Seite kostenlos in andere Sprachen zu übersetzen? Twitter macht es vor und zeigt, wozu die Crowd bereit ist, wenn man entsprechende Anreize bietet. Der Vorteil für das Unternehmen selbst ist viel mehr Kundenbindung als finanzielle Vorteile.

Im Twitter Translation Center tummeln sich über 750.000 Crowd-Übersetzer

Um das eigene Interface in viele Sprachen zu übersetzen, baut Twitter auf die Kraft der Community. Über 750.000 Nutzer beteiligen sich im Twitter Translation Center an der Entstehung und Instandhaltung neuer Sprachversionen. Ein Teil von ihnen besteht aus Moderatoren, die Übersetzungen prüfen und freischalten und den Kontakt zu den Crowd-Übersetzern pflegen. Auf der CrowdConf in San Francisco gab Twitter Einblicke in seine Motivationsstrategie – eine gelungene Mischung aus Abgabe von Verantwortung, Wecken von Spieltriebs und sozialen Aspekten.

Twitter versteht es, seine Nutzer dazu zu motivieren, bei der Übersetzung des eigenen Interfaces mitzuhelfen.

Diese Anreize bietet Twitter seinen Nutzern

  • Übertragen von Verantwortung: Twitters Übersetzer haben das Gefühl, an etwas Großem mitzuarbeiten. Immerhin geht es um nicht weniger als die Übersetzung des Dienstes in andere Sprachen. Noch mehr Verantwortung bekommen die Moderatoren, die nicht nur die Übersetzungen prüfen und bewerten sondern auch nach besonders folgenswerten Accounts suchen, Stil-Richtlinien erstellen und vieles mehr
  • Gamification: Twitter lockt Nutzer mit der Verleihung von „Badges“ dazu, weiter aufzusteigen und zu den 20% Top-Übersetzern innerhalb einer Sprache gehören zu wollen. Gerade hat Twitter eine Reihe neuer Abzeichen eingeführt, die Nutzer ergattern können. Auch gibt es laut Twitter immer wieder „Contests and Challenges“ für die Übersetzer.
  • Persönliche Boni: Übersetzer bekommen einen besonderen Twitter-Account, in dem sie ihren Übersetzungs-Status und die Bewertungen für ihre Übersetzungen ständig im Blick haben. Moderatoren bekommen regelmäßig Aufmerksamkeiten wie Karten und T-Shirts zugeschickt
  • Soziale Anerkennung: Das Badget-System mit Abzeichen, die für andere Nutzer sichtbar sind, lockt Nutzer ganz besonders aufgrund der sozialen Anerkennung und ist nebenbei eine Referenz für die eigenen Übersetzungstätigkeiten

Für Twitter selbst besteht der Nutzen des Twitter Translation Centers eignen Angaben zufolge übrigens nicht im Preisvorteil: „Übersetzungs-Büros kämen uns letztlich wohl günstiger“, erklärte eine Twitter-Sprecherin auf der CrowdConf. Aber die Community überzeuge durch ihr Vertrauen, ihren Einsatz und die Schnelligkeit. Außerdem dürfte der Übersetzungsdienst wohl das beste Kundenbindungsinstrument sein, das man sich nur vorstellen kann.

Auch andere springen, angeregt durch Twitters Beispiel, auf den Zug auf. So lagert auch Path aktuell die Übersetzung seines Dienstes in 20 weitere Sprachen an die Crowd aus. Interessant ist auch die Weise, wie Twitter neue Übersetzer gewinnt: So bekommen zum Beispiel Nutzer, die in verschiedenen Sprachen twittern, einen Pop-up-Nachricht: „Are you interested in translating twitter?“

Fazit: Crowdsourcing klappt auch ohne finanziellen Ausgleich, wenn ein Dienst aktive Nutzer hat, denen man verschiedene Anreize bieten kann – zum Beispiel soziale Anerkennung.

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Eine Reaktion
sn0opy

Etwas unverständlich meiner Meinung nach. Übersetzer erhalten ein Profil im TTC mit ihren Statistiken und Aktivitäten.

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