Test

Typewise schickt die QWERTZ-Tastatur in Rente – aber soll euch schneller tippen lassen

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KI und Autokorrektur

Die Autokorrektur fühlt sich insgesamt, aber besonders in der Free-Version noch etwas fickerig und unzuverlässig an. Besonders, wenn ihr in eurem Schreiben öfter zwischen verschiedenen Sprachen wechselt, kommt sie häufig nicht gut hinterher und macht keine oder die falschen Vorschläge. Typewise ist nach einer geschlossenen Beta-Phase gerade erst frisch erschienen und die Entwickler räumten auf Anfrage von t3n ein, dass durchaus noch Nachbesserungsbedarf besteht.

Greift die Autokorrektur mal zu beherzt zu, müsst ihr euch in der Smart Bar genannten Leiste erst wieder zu eurer eigentlich gemeinte Schreibweise durchtippen. Das ist nicht sonderlich aufwendig. In der Pro-Version erledigt ihr das jedoch mit einem einfach Swipe nach unten. (Screenshot: t3n)

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Hinzu kommt, dass rund die Hälfte der Wortvorschläge der KI in der Smart Bar ausgegraut und nicht benutzbar sind, solange ihr nicht auf Pro upgraded. Das stört regelmäßig nicht zu knapp. Ob das ein gutes Argument für das Upgrade ist oder sich unnötig lockend von Typewise-Seite anfühlt, müsst ihr selbst entscheiden. Fakt ist: Mit der vollen Auswahl Wortvorschläge tippt es sich nochmal ein wenig schneller. Bisher werden übrigens Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch unterstützt – weitere Sprachen sollen folgen.

Mit der anfangs hakeligen Autokorrektur zusammen hängt auch das Konzept der KI: Sie ist – wie auch der Rest der Tastatur-App – nicht mit dem Internet verbunden und läuft und lernt nur auf eurem Gerät selbst. Dadurch fehlt natürlich Rechenpower aus der Cloud und sie ist auf eure Eingaben zum Lernen angewiesen. Dafür ist die App aus Datenschutzsicht aber auch angenehm unbedenklich. Das merkt man auch schon bei der Installation: Außer Zugriff auf die Vibrationsfunktion des Smartphones braucht Typewise keinerlei Berechtigungen.

Fazit

Typewise ist zur Eingewöhnung vor allem erst einmal Aufwand. Das dürfte viele von euch abschrecken, die Schreiben am Smartphone gerne schnell und konsistent erledigen. Sobald man sich jedoch ein bisschen eingespielt hat, freut man sich besonders über die flinken Swipes und die deutlich größeren Tasten, auf denen vor allem etwas dickere Finger fehlerfreier tippen. Und solltet ihr mal die Geduld verlieren, könnt ihr stets mit dem Lernmodus-Button fix zurück zu QWERTZ wechseln.

Um die Tastatur wirklich sinnvoll und ohne kurze „Ach-Menno“-Momente zu nutzen, solltet ihr euch allerdings die Pro-Version gönnen. Die zusätzlichen Komfortfunktionen und die uneingeschränkten Wortvorschläge sind ihr Geld wert – wenn euch eine Tastatur-Alternative denn überhaupt Geld wert ist. Wer sich nach mittlerweile jahrelanger Benutzung von QWERTZ-Keyboards mit deren Nachteilen arrangiert und dafür aber durch pure Routine schnell und effizient tippen gelernt hat, braucht Typewise wahrscheinlich nicht.

Wenn ihr hier jedoch etwas Zeit und Übung investiert und routiniert im Alltag tippt, ist es gut möglich, dass ihr mit Typewise am Ende schneller und effizienter schreibt, als ihr es auf eurer 140 Jahre alten Tastatur jemals wart.

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2 Kommentare
Marcel
Marcel

Ich nutze schon seit Jahren MessagEase. Weniger und größere Tasten und sowohl für Ein- als Zweihandtippen gedacht. Zum Lernen gibt auch Spiele und sie ist sehr flexiebel Einstellbar – inkl. viele Komfortfunktionen und Designs. MessagEase ist die erste App die ich mir auf ein neues Handy spiele… habe ich erwähnt dass alle Funktionen kostenlos sind?

Antworten
Julius Beineke

Hallo Marcel,

danke Dir für Deinen Tipp! Klingt mir, als wäre es einen Blick wert. Ich schaue mir das mal an. :-)

Besten Gruß,
Julius

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