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TYPO3 CMS 7.5: Das ist neu

Heute wurde mit TYPO3 CMS 7.5 der letzte Sprint-Release vor dem Long-Term-Support-Release (LTS) veröffentlicht. Die neue Version bringt unter anderem Unterstützung für die einfache Einbindung von Videos mit.

TYPO3 CMS 7.5 ermöglicht es, einfach Videos von YouTube und Vimeo einzufügen. (Screenshot: TYPO3.org)
TYPO3 CMS 7.5 ermöglicht es, einfach Videos von YouTube und Vimeo einzufügen. (Screenshot: TYPO3.org)

TYPO3 CMS 7.5: Vereinheitlichte Icons und Video-Support

Die neue Version von TYPO3 CMS bringt eine neue Icon-API mit. Außerdem wurden alle Icons im Backend durch einheitlichere ersetzt, die als Icon-Font und auch als SVG daher kommen. Die Icons können nun an einer zentralen Stelle hinzugefügt oder ersetzt werden.

Zudem unterstützt die neue Version die Einbindung von YouTube- und Vimeo-Videos – nur mit ein paar Klicks, wie bei einem Bild. Diese Integration soll einfach erweiterbar sein, sodass Plugins die Unterstützung für weitere Dienste integrieren können.

Fluid-basierte Inhaltselemente und überarbeitete Formular-Erweiterung

Mit der neuen Version werden neue Inhaltstypen mit der Erweiterung „Fluid Styles Content“ eingeführt. Damit können Entwickler nun standardmäßig Inhaltselemente ausgeben, indem sie mit Fluid arbeiten. Komplexer TypoScript-Code ist damit nicht mehr notwendig. Installationen, die „CSS Styled Content“ nutzen, können problemlos neben der neuen Inhaltsstruktur arbeiten.

Ebenfalls Fluid nutzt jetzt die „Form Extension“, die für die Darstellung von Formularen im Frontend sowie dem Registrierungsformular zuständig ist. Dabei wurde sie komplett überarbeitet, ist nun flexibler und setzt neben Fluid auf Extbase.

TYPO3 CMS 7.5: Weitere Änderungen und ein Ausblick

Die neue Suchfunktion für Dateien. (Screenshot: TYPO3.org)
Die neue Suchfunktion für Dateien. (Screenshot: TYPO3.org)

Als weitere Neuerung wurde eine Suchfunktion für das DateiListen-Modul eingeführt. Daneben wurden viele Backend-Module zu Extbase und Fluid portiert und das Backend-Routing für Module im Backend wurde überarbeitet, um den neu eingeführten PSR-7-Standard zu unterstützen. Herunterladen könnt ihr die neue Version wie immer auf TYPO3.org. Genauere Informationen zu TYPO3 CMS 7.5 gibt es im Release-Post.

Zu dem LTS-Release müssen noch ein paar Dinge erledigt werden und im Anschluss wird das Team die Version 8 in Angriff nehmen. Ein Release der ersten Version davon ist bereits für Ende des Jahres geplant.

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15 Reaktionen
Sebastian Schmal

leute leute leute ;)
wenn ich hier manche Kommentare lese muss ich echt lachen ;)
Jeder hat doch sein prio CMS.
Die einen mögen TYPO3 die anderen Drupal, Wordpress, Joomla usw. :)

Ich arbeite seit 7 Jahren mit dem CMS TYPO3 zusammen und muss sagen, super CMS und die Groß- bis Kleinkunden gehen immer mehr auf das CMS TYPO3!

riegeo

Nur weil man sich mit einer Script-Sprache nicht auskennt, heißt es nicht dass sie von vorne herein schlecht ist. Wenn man ein System nicht mag, muss man auch nicht Projekte übernehmen, welche mit diese System umgesetzt sind. Niemand zwingt einen ein bestimmtes System zu nutzen.

Wo ich zustimme ist, dass die Extension Entwickler endlich nachziehen sollten. Derzeit ist die Verwendung der 7er Version immer mit einem unguten Gefühl verbunden, da es hier und da noch hackt und wenn man auf Extensions angewiesen ist, müssen Teils Anpassungen vorgenommen werden, damit diese laufen. Das schmälert das Vertrauen und die Akzeptanz der 7er Version. Um auf Nummer sicher zu gehen setzen wir daher bei größeren Projekten noch auf die aktuellste 6er Version.

Linear Software

Wir haben auch schon viele Projekte mit TYPO3 umgesetzt! Schön, dass sich dieses Content Management System entwickelt - eine neue Version bringt auch mehr Sicherheit für unsere Kunden!

Rene

Das is doch ein Witz oder? "einfach Videos von YouTube und Vimeo einzufügen" ... mich haut es um.

Mathias Schreiber

nur die News gelesen oder auch mal benutzt?

Rene

Logisch und bin auch für bestimmte Projekte sehr zufrieden damit. Ich sehe nur nicht den großen Sprung nach vorne (mit diesem Artikel erst recht nicht). Es ist nur eine Meinung von vielen aber alles was ich in letzter Zeit sehe ist der krampfhafte Versuch Features welche beispielsweise in Neos implementiert sind in TYPO3 CMS zu donnern. Natürlich habe ich als Otto-Normal Nutzer nicht die Hintergrundinformationen um das untermauernd behaupten zu können (wer weiß was da alles abgesprochen wurde) doch sehe ich das aus der Ferne eben genau so. Ich wünschte man würde die Prioritäten anders setzen was die Entwicklung angeht.

Mathias Schreiber

Ich kann grade nicht so ganz folgen:
Fangen wir mal oben an:
Typoscript rauswerfen sehe ich nicht als kritisch an. Es kann sehr viel und bietet dir Flexibilität, die ich bis jetzt noch bei keinem anderen System gesehen habe.
Letztendlich ist aber genau das passiert, was du als Wunsch geäußert hast:
Die Notwendigkeit für Typoscript ist mit Fluid-basiertem Renderung nahezu null.
Und ob du jetzt eine Configuration in YAML, TS, .INI oder sonstwas speicherst, ist an dieser Stelle objektiv austäuschig.
Dann kann ich die Kritik an der Geschwindigkeit von Fluid auch nicht so ganz nachvollziehen.
Ich gehe aber einfach davon aus, dass du die Performance-Increases der letzten Versionen noch nicht gebenchmarked hast - da läuft am Ende nativer PHP-Code ohne Parsing o.ä. ... bis jetzt wüßte ich noch nicht, wie man das schneller machen sollte.

Bezüglich der Konkurrenzsituation:
Mir würden 5 der zitierten 10.000 reichen, die das volle Featureset von TYPO3 abbilden (nicht verwechseln mit "was nur ich brauche").

Weiter zur Youtube "Errungenschaft":
Wenn wir deiner Argumentation einmal logisch zuende folgen, darf man keinerlei neue Funktionalität mehr in einem Release ankündigen.
Kannst du mir noch schnell ein Feature irgendeines CMS auflisten, welches eine echte Errungenschaft ist?

Abgesehen davon:
Ein Youtube Video wie ein Asset zu verwalten und deinen Channel einfach automatisiert in dein CMS einzubinden, so dass du jedes Video wie ein Bild überall einsetzen und vor allem auch zentral austauschen / entfernen kannst, fehlt mir bei vielen anderen CMS auch noch.

Zum Thema 90% des Codes wegschmeissen:
Klar, klingt immer simpel.
Welche 10% willst du behalten?
Und bitte jetzt nicht unreflektiert mit sowas kommen wie "ich will nur Text und Bild pflegen, mir egal, wie das in der DB steht".
Das wäre ein wenig zu kurz gedacht.
Es ist wichtig, hier auch über den Website-Bereich hinaus zu denken, wenn ich mir überlege, dass z.B. das Entertainment System von Kreuzfahrtschiffen mit TYPO3s läuft, CRMs auf TYPO3-Basis im Umlauf sind und i.d.R. tiefgreifende Businessprozesse in TYPO3-Systeme integriert sind.

Hier geht die Anforderung über das hinaus, was man so landläufig unter "die Website da" kennt.

Selbstverständlich gibt es Systeme da draußen, die Dinge besser können als TYPO3 - so wie ein MAN-Truck sich echt nicht gut dazu eignet, in der Innenstadt zum Einkaufen zu fahren :)

Auf der anderen Seite kommst du aber mit nem Golf GTI nicht weit, wenn du nen 40-Fuß Container von Rotterdam nach München bringen willst.

Du beschreibst es ja selber auch sehr richtig:
"95% der Seiten, die du gesehen hast..."
Wenn du magst, und echtes Interesse hast, können wir uns jederzeit zusammensetzen und mal Sites durchgehen, da findest du sicherlich auch jede Menge Kram, wo du dir denkst "oha, das is aber amtlich".

Und ja, ich stimme dir vollkommen zu, dass ich persönlich gerne 80% der falschen oder überkomplizierten Lösungsansätze zum Thema TYPO3, die so im Internet kursieren (teilweise ja fast 15 Jahre alt) löschen würde - aber so ist das leider, wenn man lange am Markt ist.

Letztendlich gab es ja auch keinen Grund, großartig was am System zu machen, weil ja das andere Team am Nachfolger gearbeitet hat.
Leider wurde dann nachträglich diese Aussage geändert in "ach, machen wir jetzt doch nicht".

Ich bin cool damit, wenn du TYPO3 doof findest.
Wir schauen mal, was die Zukunft so bringt.

Martin Körbach

Ich würde TS zumindest mit als eine der Performance-Bremsen einstufen. Das ganze Zeug muss ja noch aufwändig geparsed werden, denn die Notation hält sich ja an keinen Standard. Hätte man es z.B. in JSON realisiert (ok, in den Anfängen von TYPO3 noch nicht so bekannt), könnte PHP das zumindest nativ auslesen.

Ansonsten finde ich Konfigurationsdateien ehrlich gesagt sinniger als Fluid. Erst macht man sich die Mühe Design und Code voneinander zu trennen und dann packt man eine neue Version von Code wieder ins Design und zwar auf eine Weise, dass die Templates wieder aufwändig geparsed werden müssen UND zusätzlich ein weiterer Sprachdialekt gelernt werden muss? Nun ja ...

Und so richtig lieb habe ich ja diesen tollen ORM-Ansatz mit Doctrine. Statt mit Augemaß für den jeweiligen Einsatzzweck gestaltete Tabellen wird jetzt alles auf zig Sub-Tabellen verteilt womit jeder Seitenaufruf bei komplexeren Strukturen gleich mal eine ganze Kaskade von Datenbank-Selects zur Folge hat. Habe hier eine TYPO3-Site übernommen, die eigentlich nur Produkte in einer etwas komplexerer Übersicht mit Lazyload darstellt und die schafft es mit ca. 50 gleichzeitigen Nutzern 24! CPU-Kerne zu sagenhaften 20% auszulasten. Da rattern teilweise über 1.000 Selects/Sekunde über die Datenbank!

Mathias Schreiber

Doctrine?
TYPO3?
Jetzt komm ich nicht mehr mit, hilf mir mal bitte.

Wenn du meinst, dass Leute "zu" objekt orientiert coden und jedes Feld aus ner einen Tabelle holen... ja, unterschreib ich sofort.
Aber das ist ja nicht, was der Core vorschreibt, das sind die Leute, die das von dir richtig zitierte Augenmaß nicht besitzen. :)

Ansonsten geb ich dir bezüglich TS absolut Recht, das ist ja, was wir tun.
Du konfigurierst dein System über TS, aber dein Markup kommt aus Fluid.
Das ist für neue Leute schlichtweg einfacher zu verstehen, weil es, wenn wir ehrlich sind, naheliegender ist, ein HTML Template anzupassen, als sich durch einen 1800 Zeilen Molloch von TS zu klicken.
Wir in der Firma benutzen TS schon seit Jahren nicht mehr, um Content Elemente zu rendern, weil es nebenbei auch noch deutlich schneller ist, als das Frontend Markup durch Typoscript zu erzeugen.

Gleichzeitig räumen wir mit der alten Doktrin (nicht verwechseln ;-)) auf, dass jeder, der will, seine eigenen Optionen in den Core bringen kann.
Das klingt zwar anfangs totaaaaaal super, dass jeder sich seinen eigenen Weg zum Templating z.B. einbauen kann, aber in the long run bekommst du dadurch eigentlich nur 2 Dinge:
a) eine Codebase, die irrsinnig schwer zu maintainen ist und
b) 20 Optionen, die neue Leute verwirren und wie du schon richtig sagst dazu führt, das Leute schnell ein System kaputtkonfigurieren können.

Das muss abgestellt werden, aber auch hier eben mit dem Augenmaß, nicht einfach tausende Entwickler vor den Kopp zu hauen nach dem Motto "ja, haben wir alles weggeschmissen, guck halt, wie du klar kommst".

Da müssen wir ja erst einmal EINE Alternative bieten, wo alle hingehen und sagen "Hey, DAS ist cool, darauf will ich migrieren, weil mir das genug Vorteile bietet".

Holzhammer würde ich in unserem Markt ungern einsetzen :)

Martin Körbach

... wobei doctrine natürlich Unsinn ist. War gedanklich noch in einem anderen Projekt gefangen. :)

Heinz Inge

Und immernoch mit Typoscript? Und dann als Bonus noch das mega-lahme Fluid?
Jeah so sieht ne Weiterentwicklung aus! Nicht !

Wenn ein CMS nicht mehr bietet als die mittlerweile zehntausend Konkurrenten aber dafür wesentlich schwerer einzurichten ist hilft es nicht wenn man "Enterprise" dran schreibt und behauptet das die Leute nur zu blöd sind für den Stern am CMS Himmel.

Die Verbreitungszahlen sprechen eine deutliche Sprache, aber davon lassen sie sich ja nicht beirren. Hauptsache noch ne Abstrahierungsschicht drauf, noch ein Standard mehr an dem man sich halten soll, noch mehr Klimbim und noch mehr Mini-"fortschritte". Youtube? Ernsthaft? Sowas als Errungenschaft zu verkaufen ist lächerlich. Das würde ich maximal aufholen nennen nachdem es alle anderen schon hatten.

Erstmal entschlacken, das heist 90% des Codes weghauen und mal überlegen was ein CMS sein soll und was nicht. Man baut doch in ein Strandbuggy auch keine Software von ner Titan Rakete ein weil es ja irgendwann mal einen Spinner geben könnte der es brauchen könnte.

David Spiess

Bin da ganz deiner Meinung. Heutzutage verstehe ich unter einem "Enterprise CMS" ein CMF. Also Symfony oder Laravel inklusive CMS Aufsatz.
Wenn ich als Entwickler ein Problem habe, finde ich auf Stackoverflow oder etc. eine Vielzahl an Lösungsvorschläge und Best Practices. Zudem eine konsistente Dokumentation komplett in Englisch. Bei TYPO3 Projekten wurstle ich mich immer noch stundenlang durch die schrecklichen deutschsprachigen Foren wie typo3.net. Zumindest Neos hat diese Problematik verstanden und hat den Schritt hin zu einer besseren Dokumentation und Migration zu Github komplett durchgezogen.

michaelh74

@Heinz Inge: Wie lange hast Du Dich mit der neuen 7.5 auseinandergesetzt um Dir so ein Urteil zu erlauben? Ernstgemeinte Frage. TypoScript wurde durch die neuen Fluid Styled Content Elemente an vielen Stellen ersetzt. Das wird als deutlich weniger. Und zum Konfigurieren ist es sicher an der ein oder andere Stelle durchaus sinnvoll.

Ich gebe zu YT und Vimeo hier als erste Neuerungen zu nennen ist sicher etwas unglücklich. Aber es passiert wirklich viel im aktuellen 7er Zweig und der Core wurde auch deutlich entschlackt. Das Core-Team hat hier wirklich gute Arbeit geleistet und ich empfehle auch den TypoScript-Verdrossenen sich mal etwas Zeit zu nehmen und das Ding in Ruhe anzusehen.

Symfony und Laravel sind gute PHP Frameworks, aber halt noch lange kein CMS - kann aber je nach Projekt auch ein guter Ansatz sein, dass will ich nicht bestreiten.

Zur Doku: Kein Feature ohne Doku wandert in den Core. Auf dem Gebiet ist mal also sehr bemüht.

Heinz Inge

@michaelh74

Mit 7.5? Noch gar nicht, mache ich demnächst, ich schaue mir aber aus Prinzip alle Minor Versionen an in der Hoffnung das es irgendwann einmal besser wird.

Leider muss ich ein paar Installationen betreuen aber gern mache ich das nicht.
Viele Plugins funktionieren immer noch nicht unter einer 7er Version. Plugins selber schreiben dauert wesentlich länger als bei jedem anderen CMS (sofern sie ne gewisse Schöpfungshöhe erreichen) und die Geschwindigkeit ist ohne Caching unterirdisch.

Schafft Typoscript endlich ab, der Dinsosaurier hat keine Daseinsberechtigung und verkompliziert die Sache nur unnötig.
Alleine eine Menustruktur in TS zu realisieren ist der blanke Irrsinn, wozu soll sowas gut sein? Und jetzt komm mir nicht wieder mit "Leichter Anpassbar", das macht man pro Projekt einmal und da hätte es auch ne Schleife in nem Template getan und nicht so ein Monster das jedesmal wenn der Cache durch ist wieder geparst werden muss.

Ich habe schon Projekte gesehen mit mehreren tausend Zeilen TS, da fragt man sich schon wer sowas warten soll. (Aber hey, das bindet den Kunden gut an die Agentur, er hat nur noch die Wahl zwischen brav zahlen oder wo anders neu machen lassen.)

So ein Wahnsinn hat in einem CMS nichts verloren, das soll Content verwalten und nicht mehr und nicht weniger. Wenn die Rechteverwaltung nicht so umfangreich wäre hätte man gar kein Argument mehr für T3.

Und nichts was man in Fluidtemplates umsetzen kann wäre nicht auch schon vor 10 Jahren bei Smarty und co gegangen. Das ist keine Weiterentwicklung sondern einfach nur verschwendete Lebenszeit. Die noch dazu um Welten langsamer ist als alles was schon da war(und umständlicher).

Aber hey, solange sich Kunden einreden lassen das T3 das einzig wahre ist und man sie dann solange abzocken kann bis man seine Agentur wieder übers Jahr gebracht hat ist ja alles Toll.
Und Hey, Schulungen kann man auch noch verticken weil Kunden es oft nicht gleich schnallen. Es lebe der Kapitalistische Gedanke.

95% der Seiten die mit T3 realisiert wurden(die ich gesehen habe) wären in (fast)jedem anderen CMS schneller und preiswerter realisiert worden.

Es geht mir nicht darum T3 zu verteufeln und hin und wieder gibt es sogar einen validen Grund es einzusetzen aber kommt von eurem hohen Roß runter. Enterprise ist höchstens der Aufwand und die Aufmerksamkeit hat es als Absolutes Nischenprodukt(global gesehen) nicht verdient.

Große Seiten(im Sinne von Visits) werden halt nicht mit T3 realisiert, und kleine brauchen das Monster nicht sondern wären mit was einfachem besser(und preiswerter) bedient.

T3 bleibt ein Dinosaurier der den Meteoriteneinschlag verpasst hat und einsam ums Überleben kämpft während die Welt schon lange vergessen hat das er existiert. Nur im Heimattal kriegt er hin und wieder mal etwas Futter vorgeworfen, damit die Zoowärter etwas zu tun haben und nicht auch noch verhungern. ;)

j0nnybrav0

TYPO3 CMS mit Symfony2 CMF zu vergleichen sagt leider schon viel über die Qualität dieses Posts aus (die "Verbreitungszahlen" sprechen in der Tat eine deutliche Sprache).
Mir fehlt leider die Zeit für einen umfassenden Vergleich, ein paar Stichworte seien jedoch erwähnt:
- Nutzerverwaltung
- Plugins
- Fluid (Es ist langsam, aber genau deswegen gibt es Caching -> DDD)
- Ext. API
- Assets-Verwaltung
- Seitenbaum
- etc.

Ich arbeite in einer großen Firma, die mehrere, sehr gute, externe Consultants von bekannten Agenturen bezahlt, um ein korrektes Refactoring der TYPO3-Monolithen voran zu treiben.
Und genau das ist der Punkt: Durch viele Tests und Analysen kam man schlichtweg zu dem Schluss, dass z. B. Symfony2 CMF bei weitem nicht mit TYPO3 mithalten kann. Das wird es in einigen Jahren, dann sehr gern, aber momentan ist dies nicht der Fall.

Anzunehmen TYPO3 könnte erst jetzt Youtube, zeigt noch einmal, wie weit es mit dem Know-How der Autorin steht (Stichwort: sys-ext: mediace). Es geht hier viel mehr darum, dass Videos nun mit in das Asset-Management aufgenommen wurden.

Natürlich ist der Code in TYPO3 (1998) veraltet, ABER "90% des Codes weghauen" ist bei einer Verteilung von ang. 40.000 - 300.000 TYPO3-Instanzen nicht so einfach, wie man sich das vorstellt.
Man will seine Nutzer nicht verkraulen, die teilweise Millionen für TYPO3-Projekte ausgeben, an Maintenance/Security-Verträgen hängen, etc. Ich empfehle hier einen Blick in Forge, dort wird jeder Breaking-Change diskutiert.

Die proklamierten "Vorschläge" kann ich daher leider nur als "naiv" bezeichnen (weitaus mehr als TS nervt mich persönlich z.B. der TCA, TS kann durchaus praktisch sein und größtenteils ist die Verwendung optional).
Als seriöser Entwickler lernt man irgendwann, dass sich die wenigsten Firmen software-technisch immer auf der grünen Wiese am Geist der (Entwicklungs)Zeit befinden.

Betrachtet man TYPO3 aus Sicht des Refactorings, kann man sagen, dass die Trennung von NEOS sehr sinnvoll war. Seitdem werden die Ressourcen wieder richtig eingesetzt und ich bin gespannt auf V8.

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