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Karriere

Typografie: Times New Roman im Lebenslauf ist wie Jogginghose beim Bewerbungsgespräch

Wer Times New Roman im Lebenslauf verwendet, kann gleich mit der Jogginghose zum Bewerbungsgespräch gehen, sagen Experten. (Bild: Shutterstock)

Beim Lebenslauf zählt nicht nur der Inhalt und das Layout. Auch die Schriftart kann entscheidend für den Erfolg einer Bewerbung sein, sagen Typografie-Experten.

Finger weg von Times New Roman und Courier

Die erfolgreiche Typografie ist dabei nicht unbedingt die besten, warnen die Typografen.

Wer Times New Roman im Lebenslauf verwendet, kann gleich mit der Jogginghose zum Bewerbungsgespräch gehen, sagen Experten. (Bild: Shutterstock)
Wer Times New Roman im Lebenslauf verwendet, kann gleich mit der Jogginghose zum Bewerbungsgespräch gehen, sagen Experten. (Bild: Shutterstock)

Kritisch sind die Experten beim Klassiker Times New Roman. Wer diesen im Lebenslauf verwendet, könnte auch gleich mit der Jogginghose zum Bewerbungsgespräch gehen: „Es signalisiert, dass man sich gar keine Gedanken über die Formatierung gemacht hat“, lautet das Argument von Creative Director Brian Hoff gegen die Schrift. Weitere No-gos sind die verschnörkelte Typo Zapfino und Courier:„Du hast keine Schreibmaschine. Also tu' nicht so, als ob du eine Schreibmaschine hättest“, appelliert Matt Luckhurst, Kreativchef der Brand-Agentur Collins. Und Comic Sans solle nur jemand verwenden, der sich für ein Clown College bewirbt.

Helvetica und Emojis im Lebenslauf

Mit welcher Schriftart im Lebenslauf liegen Bewerber also auf der richtigen Seite? Einig sind sich die Experten bei Helvetica. Diese könne in verschiedenen Varianten gewählt werden. Als Alternative schlagen die Typografen eine ähnliche Schrift, Proxima Nova, vor. Wer einen langen Lebenslauf hat, bekommt mit Garamond viel auf ein Blatt.

Emojis erteilt der Typo-Experte Luckhurst übrigens keine Absage: „Ich denke, das wäre eine großartige Idee!“

Vielleicht auch interessant: Hier findet ihr Beispiele für beeindruckende Online-Bewerbungen und-Lebensläufe

via www.bloomberg.com

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6 Reaktionen
rainwebs

Wer selber schon Bewerber-Auswahlverfahren durchgeführt hat, selbst wenn er sich nie mit Typografie befasst hat, wird zu einem ähnlichen Schluss kommen wie im Artikel angedeutet. Derartig gesetzte Bewerbungsunterlagen sind schwer zu lesen, wirken wenig ansprechend, und zeigen, dass der Bewerber sich mit einem wesentlichen Aspekt in der Kommunikation nie beschäftigt hat: schnell einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Wenn ich schon durch ein dröges Äusseres abgeschreckt werde, habe ich wenig Lust mich noch durch den Inhalt zu quälen. Man kann es auch als eine Form von Respektlosigkeit auffassen, gegenüber jenen, denen man sich vorstellen möchte. Selten lohnt sich der Mehraufwand solche Bewerbungen zu studieren, besonders wenn nach kreativem Potential für einen Job gesucht wird. Genau bei dieser Frage fände ich den Einsatz von Emoticons durchaus interessant, wenn sie ins gestalterische Gesamtkonzept passen.

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Jugendschutzbeauftragte.net

Ich bin gespannt darauf, wie ich reagieren würde, wenn bei uns in der Firma eine Bewerbung mit Emoticon eingeht. Ich finde das einfach nicht angebracht.

Wichtig ist, dass das Schriftbild zum Inhalt passt. Das kann von Branche zu Branche unterschiedlich sein!

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Bernd

So etwas ähnliches dachte ich mir auch gerade. Typographie kann auch mit Times New Roman gut wirken, wenn Überschriften etc. gut gesetzt und mit unterstützender Schriftart geliefert werden. Aber wenn ich auch nur ein Emoticon sehen würde, wäre die Bewerbung direkt im Müll.

Manchmal fragt man sich, warum jemand als Experte gilt bzw. so eine Möglichkeit der Äußerung bekommt. Entweder es ist absichtlich kontroverser Schwachsinn, um Klicks oder Aufmerksamkeit zu bekommen, oder da ist jemand wirklich davon überzeugt, was mich wiederum an seiner Expertenmeinung zweifeln lässt.

Ganz merkwürdige Artikel, auf die ich hier manchmal stoße. Ernst nehmen kann ich auf T3N nur noch die Hälfte aller Inhalte. War früher anders, ich will jetzt keinen auf "früher war alles" besser machen ;)

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Herr Pörner

Jetzt stellt sich nur die Frage, welche Expertise Typographie-Experten in punkto erfolgreicher Bewerbungsschreiben besitzen. Schließlich werden Personalabteilungen im Allgemeinen nicht mit Typographie-Experten, sondern Personalern besetzt.

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isochor89

"Kritisch sind die Experten beim Klassiker Times New Roman. Wer diesen im Lebenslauf verwendet, könnte auch gleich mit der Jogginghose zum Bewerbungsgespräch gehen: „Es signalisiert, dass man sich gar keine Gedanken über die Formatierung gemacht hat“, lautet das Argument von Creative Director Brian Hoff gegen die Schrift."

Kann ich nicht nachvollziehen. Die Schriftart sieht doch seriös aus. Zudem wurde diese Schriftart in meiner Bachelor- und Studienarbeit verlangt und bei diesen fällt die Formatierung stark ins Gewicht.

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Bert

"Kann ich nicht nachvollziehen. Die Schriftart sieht doch seriös aus. Zudem wurde diese Schriftart in meiner Bachelor- und Studienarbeit verlangt und bei diesen fällt die Formatierung stark ins Gewicht."

Also bei meinen Arbeiten fällt die Qualität des Inhalts stark ins Gewicht, nicht das eher unwichtige Aussehen.

Und was hat die Schriftart mit der Formatierung des Dokumentes zu tun?

Ausserdem wird eine Bachelorarbeit für gewöhnlich auf Papier gedruckt, für das "Times New Roman" auch gemacht ist. Eine Bewerbung wird aber meist digital gelesen. Schonmal daran gedacht?

Du meine Güte, was für Leuten heute alles so nen Bachelor nachgeworfen bekommen, die erkennen ja nichtmal die einfachsten Sachen...

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