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Reaktion auf Gerichtsurteil: Uber passt sein Vermittlungsmodell an

Uber hat sein Vermittlungsmodell angepasst (Foto: Shutterstock).

Uber erwägt, gegen das Urteil des Landgerichts Frankfurt Berufung einzulegen und hat sein Vermittlungsmodell angepasst.

Damit Uber sein wichtigstes Angebot in Deutschland aufrecht erhalten kann, hat der Fahrdienst sein Vermittlungsmodell angepasst. Passagiere werden daher nun vor jeder Fahrt darüber informiert, welches Beförderungsunternehmen den Auftrag übernimmt. Die Anpassung ist mit weiteren Vorkehrungen eine Reaktion auf das vor Kurzem mit sofortiger Wirkung gesprochene Urteil des Landgerichts Frankfurt. Das Gericht untersagte dem Fahrdienst die Vermittlung von Beförderungsaufträgen an Mietwagenunternehmer nach dem bisher angewandten Verfahren. Laut der dpa erwägt Uber, gegen das Urteil Berufung einzulegen.

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Uber: Nur noch ein Mietwagen-Unternehmen pro Stadt

„Wir haben unser Vermittlungsmodell komplett neu aufgesetzt, um den Anforderungen des Urteils des Landgerichts Frankfurt zu entsprechen“, erklärte Uber-Deutschlandchef Christoph Weigler. Die Änderungen seien in den vergangenen Wochen vorbereitet worden – nach „ersten Signalen“ zum Ausgang des Verfahrens bei der mündlichen Verhandlung im November.

Neben der Vermittlungsauskunft vor jeder Fahrt wird der Fahrdienst nun ausschließlich mit einem Mietwagen-Unternehmen pro Stadt zusammenarbeiten, das auch wesentliche Aufgaben wie das Festlegen der Preise übernehmen werde. Über einen Mechanismus im System soll nun zudem die Rückkehrpflicht gewährleistet werden, sodass der Fahrer bei einer Verletzung gegen diese von einer weiteren Vermittlung durch Uber ausgeschlossen wird.

Die Anpassungen seien von Uber speziell für den deutschen Markt entwickelt worden, erklärte Weigler und kritisierte zugleich: „Wir sind es gewohnt, im Fokus zu stehen, aber es überrascht schon, dass wir offensichtlich der einzige Anbieter sind, von dem eine solche Ausgestaltung des Systems verlangt wird.“

Urteil des Landgerichts Frankfurt

Vergangene Woche hatte das Landgericht Frankfurt einer Unterlassungsklage einer Vereinigung von Taxizentralen stattgegeben und die bisherige Vorgehensweise von Uber in Deutschland für unzulässig erklärt. Das Gericht entschied, dass Uber mit dem bisherigen Modell auch selbst eine Mietwagenkonzession benötigt und die Einhaltung einiger Regeln durch die Mietwagen-Unternehmen wie die Rückkehrpflicht nicht ausreichend kontrolliert. Die Vereinigung Taxi Deutschland hatte am vergangenen Donnerstag angekündigt, dass sie die zur Vollstreckung des von ihr erreichten Urteils nötige Sicherheitsleistung von 150.000 Euro schnell hinterlegen werde. Mit Material der dpa

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