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Uber bleibt bei Börsendebüt unter den Erwartungen

(Foto: Tero Vesalainen/ Shutterstock)

Uber hat den IPO hinter sich gebracht, blieb bei seinem Börsendebüt unter den Erwartungen. Mit 82 Milliarden US-Dollar ist Uber jetzt aber fast soviel wert wie GM und Ford zusammen.

Beobachter und Anleger hatten dem Börsenstart des US-Fahrdienstvermittlers Uber seit Wochen entgegengefiebert. Schließlich handelt es sich um einen der größten Börsengänge der bisherigen Finanzgeschichte. Das Debüt auf dem New Yorker Börsenparkett hatten sich Uber und die Finanzwelt aber sicher anders vorgestellt. Statt angeblich erwarteter 100 bis 120 Milliarden Dollar IPO-Volumen wird Uber mit dem Ausgabepreis von 45 Dollar pro Aktie mit rund 82 Milliarden Dollar bewertet – was aber immer noch dem gemeinsamen Börsenwert von GM und Ford entspricht.

Uber-IPO: Eröffnungskurs bei schwachen 42 Dollar

Nach einem Absturz des Kurses auf bis zu 41 Dollar nach der Eröffnung erholte sich die Uber-Aktie im Laufe des frühen Freitagnachmittags New Yorker Zeit wieder und pendelt sich derzeit knapp unter dem Ausgabepreis ein. Der Eröffnungskurs hatte bei enttäuschenden 42 Dollar gelegen – Ubers Marktkapitalisierung hatte zu diesem Zeitpunkt bei 70,4 Milliarden Dollar gelegen, wie die Financial Times berichtet. Zum Vergleich: Vor drei Jahren hatte Uber Anteile im Wert von jeweils 48,77 Dollar an private Investoren verkauft. Dazu gehörten Morgan Stanley, Goldman Sachs und die Bank of America.

Als Gründe für den schwachen Börsenstart sehen Analysten eine allgemein schwache Aktienmarktstimmung vor dem Hintergrund des neu angefachten Handelsstreit zwischen den USA und China. Außerdem hatte die Aktie des Rivalen Lyft in den vergangenen Wochen seit dem – damals furiosen – Börsenstart rund ein Viertel an Wert verloren. Einige Investoren sind allerdings auch skeptisch, was die weitere Entwicklung des Fahrdienstvermittlers angeht. Michael Underhill, Chefinvestor bei Capital Innovations, etwa sagte der Financial Times, dass Ubers Geschäftsmodell nicht nachhaltig sei. Möglicherweise könnte dies auch ein Alarmsignal für andere Tech-Konzerne sein, die in den kommenden Wochen an die Börse strebten.

Uber schreibt tiefrote Zahlen

Uber hat 2018 zwar seine Erlöse um 42 Prozent auf 11,3 Milliarden Dollar gesteigert, schrieb aber tiefrote Zahlen. Die Verluste beliefen sich auf fast 1,9 Milliarden Dollar. Im ersten Quartal sollen die Verluste sogar noch einmal gestiegen sein, wie das Wall Street Journal im Vorfeld berichtete. Demnach sei in dem Zwölfmonatszeitraum bis Ende März ein Minus von 3,7 Milliarden Dollar angefallen. Das bedeutet zugleich den größten Verlust eines Unternehmens vor seinem Börsengang. Aber: Der Uber-IPO ist trotz aller Einschränkungen der zweitgrößte Börsengang eines US-Tech-Konzerns nach dem von Facebooc.

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