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Uber plant riesiges Flugtaxi-Netzwerk: Städte-Tests schon 2020

(Grafik: Uber)

Die Zukunft des urbanen Verkehrs soll in der Luft liegen – zumindest, wenn es nach Uber geht. Bereits für 2020 sind großflächige Tests geplant, drei Jahre später soll der reguläre Betrieb starten.

Uber will Personenbeförderung in die Luft verlegen

Der amerikanische Fahrdienst-Vermittler Uber hat ein Konzept namens Uber Elevate vorgestellt, nach dem Beförderungsdienstleistungen schon bald in der Luft durchgeführt werden sollen. Mit sogenannten VTOL-Fluggeräten (Vertical Take-Off and Landing), die senkrecht starten und landen können, soll der städtische Verkehr revolutioniert und stark beschleunigt werden. Eigens angelegte Großparkplätze („Vertiports“) samt Ladestationen und einzelnen Landeplätzen („Vertistops“) sollen die benötigte Infrastruktur am Boden schaffen, um einen regen städtischen Flugverkehr zu ermöglichen.

„Millionen von Stunden werden an jedem Tag auf der Straße verschwendet. Im letzten Jahr hat ein durchschnittlicher Einwohner von San Francisco knapp 230 Stunden auf dem Weg zur Arbeit verbracht – das sind eine halbe Million Produktivitätsstunden täglich“, kritisiert der amerikanische Transport-Gigant in seiner Veröffentlichung. Im Zeitalter der On-Demand-Flugzeuge soll ein Großteil dieses Zeitaufwands wegfallen. So könne mit einem VTOL beispielsweise der Weg von San Francisco nach San José in 15 Minuten statt der bisher nötigen zwei Stunden zurückgelegt werden.

So zeitsparend und günstig stellt sich Uber die Zukunft der Personenbeförderung vor. (Grafik: Uber)

Auch die Kosten sollen langfristig sogar niedriger ausfallen als bei der Beförderung am Boden: Für eine exemplarische Flugstrecke von knapp 20 Kilometern peilt Uber nach Einführungspreisen von 37 US-Dollar langfristig einen Preis von sechs Dollar an.

Tests in Dallas und Dubai – Markteinführung für 2023 geplant

Uber plant dabei in einer bemerkenswert kurzen Zeitspanne: Schon 2020 sollen die ersten großflächigen Tests in der US-amerikanischen Stadt Dallas und in Dubai starten. Spätestens zum Start der Expo im Wüstenstaat soll die Technologie für den Einsatz in größerem Umfang bereit sein. Gemeinsam mit lokalen Bauunternehmen will Uber nun geeignete Flächen für die Vertiports in beiden Test-Städten finden und anschließend mit dem Bau beginnen.

Bereits 2023 soll schließlich die endgültige Markteinführung stattfinden. Damit dieser ambitionierte Zeitplan eingehalten werden kann, sollen die VTOL-Flugzeuge auch mit der Hilfe und dem Know-how von Branchengrößen wie Embraer, Bell und Mooney schnell fit für die Serienreife gemacht werden. Die Infrastruktur-Experten von Chargepoint sollen dafür sorgen, dass auch die benötigten Aufladestationen rechtzeitig bereitstehen.

Spätestens mit dieser Ankündigung von Uber ist das Rennen um die Branchenhoheit im On-Demand-Flugverkehr endgültig eröffnet: Es gibt bereits einige Konkurrenten, die ähnliche Modelle entwickeln – erst kürzlich hatte das Münchner Startup Lilium mit dem Jungfernflug seines senkrecht startenden Lilium-Jets für Aufsehen gesorgt. Auch Airbus hat bereits mit seinem Auto-Flugzeug-Hybriden namens Pop-up Ansprüche auf diesem Gebiet angemeldet.

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