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57 Millionen Nutzerdaten: Uber zahlte Schweigegeld an kriminelle Hacker

(Foto: Shutterstock/AlesiaKan)

Schon im letzten Jahr konnten Unbekannte die persönlichen Daten von 57 Millionen Uber-Nutzern erbeuten. Daraufhin bezahlte der Ride-Sharing-Dienst die Angreifer – um den Hack geheim zu halten.

Uber-Hack: 2016 wurden Daten von 57 Millionen Nutzern gestohlen

Wie jetzt bekannt wurde, konnten unbekannte Hacker persönliche Daten von 57 Millionen Uber-Nutzern erbeuten. Darüber hinaus verschafften sich die Angreifer auch Zugang zu den Namen und Führerscheinnummern von etwa 600.000 US-amerikanischen Uber-Fahrern. Obwohl sich der Vorfall bereits 2016 ereignet hat, wurde er erst jetzt von dem Ride-Sharing-Dienst öffentlich gemacht.

Dara Khosrowshahi: Der Uber-CEO ist erst seit August 2017 im Amt. (Foto: dpa)

Statt den Angriff den dafür zuständigen Behörden zu melden, machte Uber die Täter ausfindig und zahlte ihnen 100.000 US-Dollar. Dafür sollten sie Stillschweigen bewahren und die Daten löschen. Laut Uber-CEO Dara Khosrowshahi wurden jetzt der Sicherheitschef des Unternehmens und ein weiterer Mitarbeiter aufgrund des Vorfalls gekündigt. Khosrowshahi hatte den Chefposten erst vor wenigen Monaten übernommen. Der ehemalige Expedia-Chef kam als Ersatz für Uber-Gründer Travis Kalanick, der das Unternehmen nach einer Reihe von Skandalen verlassen musste.

Uber: Ehemaliger NSA-Mann soll es richten

Um Vorfälle wie diesen in Zukunft zu vermeiden, hat Khosrowshahi den Sicherheitsexperten und ehemaligen NSA-Berater Matt Olsen ins Boot geholt. Der soll dabei helfen, das Sicherheitsteam von Uber umzustrukturieren. Außerdem will das Unternehmen mit den zuständigen Behörden kooperieren und bietet den betroffenen Fahrern kostenlosen Schutz vor Identitätsdiebstählen an.

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