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Nachfolger bei Hype-Startup gefunden: Expedia-Chef wird neuer Uber-CEO

Dara Khosrowshahi hat bisher Expedia geleitet. Jetzt soll er neuer CEO von Uber werden. (Foto: dpa)

Uber hat einen neuen CEO: Der bisherige Expedia-Chef Dara Khosrowshahi hat den Posten angenommen.  Er war nicht die erste Wahl. 

Zwei Monate nach dem Abgang des Gründers Travis Kalanick hat Uber einen Nachfolger gefunden. Dara Khosrowshahi, der bisherige Chef des Reiseportals Expedia, übernimmt die Spitzenposition des Fahrdienstes. Das teilte Uber am Dienstagabend mit. Der Aufsichtsrat lobte Khosrowshahi für dessen „Erfahrung, Talent und Vision“. Vor der offiziellen Ankündigung hatten Recode und Bloomberg über die Personalie berichtet.

Der langjährige Expedia-Chef war allerdings nicht die erste Wahl bei Uber. Zuvor hatte bereits Ex-GE-Boss Jeff Immelt den Posten via Twitter abgelehnt. Auch Meg Whitman, die Hewlett Packard Enterprise leitet, wollte den Posten nicht übernehmen. Recode zufolge gab es im Aufsichtsrat zwei Lager: Investor Benchmark Capital, der Kalanick nach dessen Rücktritt verklagt hatte, unterstützte Whitman. Der Uber-Gründer selbst hingegen sprach sich für Immelt als neuen CEO aus.

Kampf im Uber-Aufsichtsrat um neuen CEO

Nachdem Immelt abgelehnt hatte, sollte eigentlich Whitman die Kalanick-Nachfolgerin werden. Doch sie forderte diverse Änderungen bei dem Hype-Startup: Kalanick sollte weniger Einfluss bekommen, gleichzeitig wollte sie mehr Kontrolle über den Aufsichtsrat. Quellen von Recode zufolge sei das problematisch gewesen. So fiel die Wahl am Ende auf Khosrowshahi. Laut dem Onlineportal ein „truce choice“, gewissermaßen ein Waffenstillstand zwischen den großen Lagern im Uber-Aufsichtsrat.

Der im Iran geborene Khosrowshahi leitet Expedia seit 2005. Trotz starker Konkurrenz durch Airbnb konnte er den Umsatz des Reiseportals um 18 Prozent steigern. Bei Uber stößt er nun auf neue Herausforderungen: Nachdem ein großer Teil der Führung das Unternehmen verlassen hat, braucht er sowohl einen neuen Finanzchef als auch einen neuen COO. Gleichzeitig muss er sich mit einer Klage von Google-Schwester Waymo herumschlagen.

Travis Kalanick musste Uber nach einer Reihe von Skandalen verlassen. (Foto: dpa)

Travis Kalanick hat den Fahrdienst 2009 gegründet und zu einem der vielversprechendsten Startups im Silicon Valley gemacht. Uber hat fast neun Milliarden Dollar an Wagniskapital eingesammelt und zählt mit einer zwischenzeitlichen Bewertung von bis zu 70 Milliarden Dollar zu einem der wertvollsten Startups der Welt. Im Juni musste Kalanick das Unternehmen nach einer Reihe von Skandalen verlassen. Dazu zählten unter anderem Sexismus-Vorwürfe. Auch Kritik an seinem Führungsstil war zuvor aufgekommen.

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