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Startups

Gegen das drohende Aus: Wie ein Obama-Berater und ein neuer Lieferdienst Uber retten sollen

Uber-App. (Foto: Uber)

Mit Obamas ehemaligem Kampagnen-Manager und der Erschließung eines neuen Geschäftsfeldes im Bereich Same-Day-Delivery kämpft Uber gegen den Druck von Kritikern. Ob das Startup damit Erfolg hat, wird sich zeigen.

Yes, we can: Uber holt ehemaligen Obama-Berater ins Boot

David Plouffe: Obamas ehemaliger Wahlkampfmanager soll jetzt Uber helfen. (Foto: whitehouse.gov)
David Plouffe: Obamas ehemaliger Wahlkampfmanager soll jetzt Uber helfen. (Foto: whitehouse.gov)

Der Ridesharing-Dienst Uber operiert mittlerweile in mehr als 170 Städten der Welt. Etabliert hat sich damit das Geschäftsmodell des Startups aber noch lange nicht. Neben Protesten von Taxifahrern in verschiedenen europäischen Metropolen und Blockaden von Anarchisten in Seattle sieht sich das Unternehmen auch immer wieder mit rechtlichen Problemen wie beispielsweise in Belgien konfrontiert. Eine neue Versicherungsrichtlinie könnte jetzt auch die Kosten in der kalifornischen Heimat des Startups in die Höhe treiben. Uber reagiert und setzt dabei auf einen erfahrenen Politikberater.

David Plouffe leitete Barack Obamas erfolgreiche Präsidentschaftskampagne 2008. Die, so der US-Präsident, die beste in der Geschichte der Vereinigten Staaten gewesen sei. Plouffes neue Aufgabe ist nicht weniger komplex. Er soll weltweit für mehr Akzeptanz für das Geschäftsmodell des Unternehmens auf Seiten der Politik und den Konsumenten sorgen. Der Wahlkampfprofi hat schon angekündigt, seine Bemühungen für Uber wie eine politische Kampagne zu führen. Ob sich das Vorgehen auf die Unternehmenskommunikation übertragen lässt, wird sich zeigen. Unklar ist auch, wie ihm seine Erfahrungen aus dem US-amerikanischen Wahlkampf auf dem europäischen Markt helfen werden.

Uber Cornerstore: Das Ridesharing-Startup versucht sich in einem Test jetzt auch als Bringdienst für Haushalts- und Bürobedarf. (Grafik: Uber)
Uber Corner Store: Das Ridesharing-Startup versucht sich in einem Test jetzt auch als Bringdienst für Haushalts- und Bürobedarf. (Grafik: Uber)

Uber: Bringdienst statt reine Taxi-Alternative

Neben der personellen Veränderung versucht sich Uber in einem Pilotprojekt jetzt auch als Lieferdienst. Statt wie bisher ihre Kunden herumzukutschieren, liefern die Uber-Fahrer dringend benötigte Gegenstände direkt an die Haustür. Zur Auswahl stehen dabei rund 100 Produkte, von gängigen Haushaltgegenständen über Bürobedarf bis hin zu Windeln und Kondomen. Der Test ist auf einige Wochen beschränkt und wird in der Gegend um Washington, DC durchgeführt. Uber will vom Erfolg des Pilotprojekts abhängig machen, ob der Service ausgeweitet wird.

Der Uber-Bringdienst namens „Corner Store“ dürfte ausnahmsweise nicht die bekannten Reaktionen aus dem Taxifahrerlager hervorrufen. Andererseits kann dieser Service kaum ohne die bestehende Fahrerinfrastruktur bestehen. Trotzdem eignen sich zusätzliche Dienste dieser Art vermutlich gut für Plouffe, um Uber in der öffentlichen Wahrnehmung zu mehr als einer reinen Taxi-Alternative zu machen. Einfach wird sein Job damit aber noch lange nicht.

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