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Uber-Rivale Lyft eröffnet erstes Büro in Europa – in München

(Foto: Lyft)

In den USA gilt Lyft als schärfster Rivale für Uber. Außerhalb des Heimatlandes ist der Fahrdienstvermittler bisher aber nur in Kanada aktiv. Nun kommt ein Büro in München hinzu.

Der US-amerikanische Uber-Rivale Lyft lässt in München Karten für künftige selbstfahrende Autos entwickeln. Das neue Münchner Team solle unter anderem daran arbeiten, dass Fahrzeuge ihre Position auf der Straße genau bestimmen können, teilte Lyft in einem Blogeintrag mit.

München ist erster Lyft-Standort in Europa

Zugleich gab es keine Hinweise darauf, dass das erste Büro in Europa mehr als ein Entwicklungsstandort ist. Es gab auch keine Angaben dazu, wie viele Mitarbeiter Lyft in München einstellen will. Der Fahrdienstvermittler gilt als schärfster Konkurrent von Uber in den USA – ist außerhalb des Heimatmarktes aber bisher nur in Toronto in Kanada unterwegs, und das auch erst seit Ende vergangenen Jahres.

Laut Medienberichten soll Lyft allerdings mehrere Gesprächsrunden über einen Start in London geführt haben, wo Uber die Lizenz entzogen wurde. Über Ergebnisse ist bislang nichts bekannt. Uber legte Widerspruch gegen den Lizenzentzug ein und darf während des Verfahrens ersteinmal weiterarbeiten.

Lyft-Fahrzeug in New York. (Foto: Roman Tiraspolsky/Shutterstock)

Autonome Fahrzeuge: Lyft will verschiedene Anbieter unter einer Plattform bündeln

Für die Zukunft mit selbstfahrenden Autos verfolgt Lyft bisher den Plan, Fahrzeuge verschiedenster Anbieter auf seine Plattform zu holen. Dafür wurden bereits Vereinbarungen mit Branchengrößen wie Ford abgeschlossen, aber auch mit Startups, die Software für autonom fahrende Autos entwickeln. Uber entwickelt eine eigene Technologie für selbstfahrende Autos, der neue Chef Dara Khosrowshahi kündigte jüngst aber auch an, die Plattform ähnlich wie bei Lyft für andere Anbieter zu öffnen.

Lyfts Entscheidung für München unterstreicht zugleich, dass Deutschland reich an Experten für digitale Karten ist. So hatte Nokia in Berlin seinen Kartendienst Here angesiedelt, der inzwischen den deutschen Autobauern Audi, BMW und Mercedes gehört. Und auch Apple betreibt laut Medienberichten in Deutschland einen Entwicklungsstandort für seine Kartendienste. dpa

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