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Uber streicht erneut hunderte Stellen

Uber-Auto in Moskau. (Foto: Vaalaa / Shutterstock)

Uber hat angekündigt, weitere 350 Stellen zu streichen. Damit hat der Ride-Sharing-Anbieter in diesem Jahr bereits mehr als 1.000 Mitarbeiter entlassen.

Uber baut weiter Stellen ab. Diesmal sind 350 Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen betroffen. Bei 70 Prozent von ihnen soll es sich um Angestellte in den USA und Kanada handeln. Im Juli 2019 hatte Uber bereits 400 Mitarbeiter entlassen. Im September strich der Ride-Sharing-Anbieter dann 435 weitere Stellen.

Die aktuellen Stellenstreichungen betreffen erstmals auch Mitarbeiter von Ubers Advanced Technologies Group, die an der Entwicklung selbstfahrender Fahrzeuge arbeitet. Mit den Stellenkürzungen reagiert Uber auf den Rekordverlust von mehr als fünf Milliarden US-Dollar im zweiten Quartal 2019. Grund für die Verluste waren nicht zuletzt Aktienvergütungen bestehender Mitarbeiter. Gleichzeitig wuchs das Kerngeschäft so langsam wie nie zuvor.

Uber drohen steigende Kosten in Amerika

Uber war im Mai 2019 an die Börse gegangen. Seitdem sank der Preis der Aktie um etwa 30 Prozent. Neben Stellenstreichungen reagierte Uber mit steigenden Fahrpreisen. Derweil investiert das Unternehmen in Lobbyarbeit. Gemeinsam mit den Konkurrenten Lyft und Doordash investiert Uber 90 Millionen US-Dollar in eine Kampagne, die verhindern soll, dass die Unternehmen ihre Fahrer im US-Bundesstaat Kalifornien zukünftig wie Angestellte behandeln müssen.

Auslöser ist ein kalifornisches Gesetz, das am 1. Januar 2020 in Kraft treten soll. Das Gesetz soll unter anderem sicherstellen, dass Gig-Worker, wie die als Freelancer agierenden Uber-Fahrer, den Mindestlohn erhalten. Ubers Chefjustiziar Tony West geht zwar nach eigenen Angaben davon aus, dass der Ride-Sharing-Dienst nicht von dem Gesetz betroffen wäre, darüber müsste letztlich aber eine genaue Prüfung entscheiden. Fallen die Uber-Fahrer tatsächlich unter das neue Gesetz, könnten die Kosten für das Unternehmen in Kalifornien um bis zu 30 Prozent ansteigen, so Branchenkenner.

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