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Ubuntu Edge: Smartphone mit Linux und Android braucht 32 Millionen Dollar Crowdfunding

Das Ubuntu Edge soll das erste Dual-Boot-Smartphone werden, auf dem sowohl Ubuntu als auch Android läuft. Außerdem soll sich das Smartphone in einen vollwertigen Ubuntu-Desktop konvertieren lassen – soweit der Plan. Bis es soweit ist, müssen allerdings stolze 32 Millionen US-Dollar auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo eingesammelt werden.

Verantwortlich für das Ubuntu Edge und die entsprechende Crowdfunding-Kampagne zeichnet Canonical, das Unternehmen hinter Ubuntu. Sollten innerhalb von 31 Tagen mindestens 32 Millionen US-Dollar zusammen kommen, will Canonical das Ubuntu Edge ab Mai 2014 ausliefern. Man kann zuversichtlich sein, dass das klappt, denn schon nach nur einem Tag kamen drei Millionen US-Dollar zusammen – kein Wunder bei den geplanten Specs des Ubuntu Edge.

Das Ubuntu Edge soll sowohl mit Android als auch Ubuntu Phone OS laufen. Screenshot: Indiegogo Ubuntu-Edge-Kampagne
Das Ubuntu Edge soll sowohl mit Android als auch Ubuntu Phone OS laufen. (Screenshot: Indiegogo Ubuntu-Edge-Kampagne)

Ubunte Edge mit Android, Ubuntu Phone OS und Ubuntu Desktop

Das Ubuntu Edge läuft als Dual-Boot-Smartphone sowohl mit Android als auch mit Ubuntu Phone OS. Betreibt der Nutzer das Gerät mit Android, hat er dennoch Zugriff auf den Ubuntu Desktop – und zwar über die bereits erhältliche App „Ubuntu for Android“ von Canonical. Der Plan sieht außerdem vor, dass das Ubuntu Edge das Ubuntu Desktop OS auch unter Ubuntu Phone OS voll integriert. Damit soll sich das Ubuntu Edge auch als vollwertiger PC eignen, den man immer und überall dabei hat. Einzige Voraussetzung für den vollwertigen Ersatz eines Rechners ist ein vorhandenes HDMI-Display.

Das Ubuntu Edge soll bei vorhandenem HDMI-Display als vollwertiger Ubuntu-Desktop-Ersatz fungieren. Screenshot: Indiegogo Ubuntu-Edge-Kampagne
Das Ubuntu Edge soll bei vorhandenem HDMI-Display als vollwertiger Ubuntu-Desktop-Ersatz fungieren. (Screenshot: Indiegogo Ubuntu-Edge-Kampagne)

Ubuntu Edge: Die Hardware

Beim Ubuntu Edge wird es sich um ein Smartphone mit einem 4,5-Zoll-Display und einer Auflösung von 720p handeln. Das Gehäuse soll aus Metall sein und für das Display will man kein Glas verwenden, sondern setzt stattdessen auf robusteres Saphirkristall.

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Angetrieben wird das mobile Gerät von einem mehrkernigem Prozessor. Den geplanten Arbeitsspeicher gibt Canonical mit mindestens vier Gigabyte an und außerdem soll das Edge 128 Gigabyte Speicherplatz bieten. Im Folgenden die genauen Spezifikationen, die sich aber bis zum Release noch ändern können:

  • Dual Boot Ubuntu Phone OS und Android
  • Voll integrierter Ubuntu Desktop PC, wenn angedockt
  • Schnelle Multi-Core CPU
  • mindesten 4 GB RAM
  • 128 GB Speicher
  • HD-Sapphire-Crystal-Display mit 4,5 Zoll und 1,280 x 720
  • Lichtstarke Rückkamera mit 8 MP
  • Frontkamera mit 2 MP
  • Dual-LTE, dual-band 802.11n Wi-Fi, Bluetooth 4, NFC
  • GPS, Sensoren für Beschleunigung, Bewegung, Annährung
  • Kompass und Barometer
  • Stereo-Lautsprecher mit HD-Audio, Dual-Mic-Aufnahme, Active Noise Cancellation
  • MHL-Konnektor, 3.5mm-Buchse
  • Silicon-Anode Li-Ionen-Batterie
  • 64 x 9 x 124mm

Ubuntu Edge setzt auf Ubuntu-Community

Das gesteckte Ziel von 32 Millionen US-Dollar klingt auf den ersten Blick ebenso beeindruckend, wie die Spezifikationen des Ubuntu Edge. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Canonical ausreichend Unterstützer für das Dual-Boot-Smartphone findet, denn immerhin hat Ubuntu eine beträchtliche Gefolgschaft. The Verge geht davon aus, dass mindestens zehn Millionen Anwender das Linux-basierte Betriebssystem entweder auf einem Desktop-Rechner oder einem Tablet nutzen.

Dazu kommt, dass das Ubuntu Edge zumindest auf dem Papier und in Mockups einen sehr guten ersten Eindruck hinterlässt. Vor diesem Hintergrund werden sicherlich nicht nur iPhone-müde Nutzer, desillusionierte Windows-Phone-Anwender oder wechselwillige Android-Anhänger einen weiteren Konkurrenten im mobilen Bereich begrüßen.

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4 Reaktionen
Chris

Ein Smartphone mit "echtem" Desktop hört sich interessant an, Dual-Boot finde ich jedoch unsinnig. Ich will weder Smartphone noch Notebook neustarten :-)

Bewegung im Markt

2 SD-Slots wäre ganz nett. Einer hotpluggable und einer von mir aus nur durch Akkutausch (für z.b. Apps) wechselbar.

Was kriegt man bzw. wie ist der Einzelpreis ?
Kickstarter ist ja oft ein Vorbestell-System d.h. man erhält so ein Phone dann ja auch. Wie hoch also ist der Einzelpreis.
Bei korrupten Ländern oder gescheiterten IT-projekten werden die Gehälter an die Manager verteilt und das Projekt gescheitert erklärt und Apple oder sonstwer kauft die Patente und Copyrights welche vom Volk bezahlt wurden.
Von daher wäre sinnvoll, den Geldbetrag zu zerlegen.

Nett wären auch (von den Chinesen) freigekaufte Treiber und z.b. full-open-Source nach z.B. 100 Tagen damit Cloner nicht Kopien schon herausbringen bevor Ubuntu das Original verkaufen kann.

Die Specs klingen hoch, aber wenn es 12 Monate dauert, ist sowas "normal". Samsung hat die Tage wohl eine 8x-CPU mit 6x-GPU vorgestellt. Für Quad-HD und h.265 (h.264-Nachfolger) wäre das ganz nett. Und Quad-HD kommt noch schneller als damals FullHD&BluRay welches 5(?) Jahre brauchte bis es normal bezahlbar war.

Und meine Idee mit "Rechner in der Hosentasche" mitnehmen und an (WiFi)Displays (bald Videobrillen) oder den TV hängen wird Realität.
1-2 USB3-Master-Slots oder micro-pci-docking-Station oder sowas wäre ganz nett um z.B. TV-Aufnahmen zu laden oder Gigabit-Ethernet machen zu können.

Welche CPU ? ATOM ? ARM ?

Dankenswerterweise bringen kleine Anbieter wie NEC bei USB3 oder DecAlpha bei CPU-Takten oder Asus bei EEE-PC oder Google mit dem Nexus7 oder die Italiener bzw. auch Oculus Rift mit ihren $300-Video-Brillen oder Fonic oder Medion die Preise teurer Produkte nach unten bzw. die Entwicklung gegen den Willen der Monopolisten voran.
Lichtstarke Kameras und andere gute Dinge werden gerne eingespart. Ubuntu bringt allein durch die Ankündigung Druck auf Samsung, iPhone und die Androids.

An #2: Ubuntu stammt m.W. aus Südafrika. Nicht überall gibts freie Wifis wie in USA oder LTE. Wenn die CPU ATOM ist und nicht ARM wäre Windows interessant in Virtualbox für Software wie Elster oder andere Dinge die man nutzen muss und nicht (oder nicht vernünftig) als WebApp verfügbar sind.
128 ist ambitioniert aber schau wie teuer 64GB-SD-Karten sind und wie die in 6-12 Monaten liegen werden. Samsung hat doch neulich eine 1Gigabyte-SSD vorgestellt und irgendein Hersteller hat wohl einen neuen Produktionsprozess eingeführt für Flash-Speicher die dann billiger pro Gigabyte werden und weniger Platz auf dem Wafer brauchen.
Ich vermute also, das in 12 Monaten das Handy gute aber bezahlbare Specs haben wird, welche aber viele andere hochpreisige Geräte dann auch bringen werden. Quad-HD-Output wäre noch nett. Von mir aus auch nur Desktop-Betrieb und nicht als h.265-QuadHD-Video-Ausgabe in 3D in 120 Hz in 9.3-Ton mit 256KHz/sek unkomprimiert weil die reiche Leute den Unterschied sicher hören... . Die ersten QuadHD-TVs gibts ja schon und werden vor den Videobrillen wohl noch schnell in den Markt gedrückt bevor Flach-Displays so retro werden wie Röhren-TVs und Röhren-Jeans.

marc.tissler

ist eindeutig ein cooles Projekt. Könnte meines werden, um einen Tragbaren Computer zu haben. Was mich bei der Ausstattung allerdings interessiert ist A) der Preis und B) wie lange der mysteriöse akku wirklich hält.

128 GB (Flash?) Speicher halte ich für ein wenig überzogen, der Business user wird niemals so viel brauchen, auch nicht am PC. ich hab von meinen 16 GB nur 2 Gb durchgehend in Betrieb. Ab und an wird mal nen film drauf geladen aber wozu gibt es diverse Clouddienste? Wenn es ein Model mit 32 GB oder sogar 16 GB gibt wäre das wirklich eine Überlegung wert :)

Christian

"über die bereits erhältliche App „Ubuntu for Android“ von Canonical."

Wo gibt es diese App?

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