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Paypal übernimmt Rabattplattform Honey

(Foto: dpa)

Paypal erweitert sein Ökosystem um die Bonus- und Rabattplattform Honey. Den Zukauf lässt sich das Unternehmen vier Milliarden US-Dollar kosten.

Rund vier Milliarden Dollar zahlt Paypal für die Übernahme der Rabattplattform Honey und das dahinter stehende Unternehmen Honey Science. Damit erweitert der Zahlungsanbieter sein Ökosystem um eine Bonusplattform. Marketingtechnisch war das fast ein zu erwartender Schachzug. Paypal kann damit seinen 24 Millionen Unternehmenskunden besser und personalisierter Vouchers und Endkundenrabatte anbieten und diese in die gewohnten Prozesse integrieren.

Paypal und die zum Unternehmen gehörende Social-Payment-App für Geldtransfer Venmo haben fast 300 Millionen Kunden weltweit. Der Dienst Honey soll als Marke weiter bestehen bleiben und weiterhin seine Zentrale in Los Angeles behalten, erklärt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der Deal soll im kommenden Jahr abgeschlossen werden, sodass der bereinigte Gewinn erstmals 2021 anfallen kann.

Paypal profitiert von Honey beim Verständnis der Kundenwünsche

Paypal will es offenbar wissen: Der Zukauf ist der größte der Firmengeschichte und durchaus auch für ein Unternehmen dieser Größenordnung nicht alltäglich. 17 Millionen monatliche Nutzer hat Honey, wobei diese im Schnitt etwas jünger sein sollen als der durchschnittliche Paypal-Nutzer. Honey dient vor allem dazu, sich über Preise und Preisverläufe zu informieren, Produkte und Händler zu vergleichen, sich über Preissenkungen informieren zu lassen und fügt über eine Browser-App vorhandene Rabattcodes ein – eine gute Ergänzung also, will man die Interessen der Kunden besser verstehen.

„Das Spannende an Honey ist, dass wir die Funktionalität, die Honey jetzt bietet – also Produktfindung, Preistracking, Angebote und Loyalität – in die Paypal- und Venmo-Erfahrungen einbauen können“, erklärt Paypals Senior-Vice-President Global-Consumer-Products and Technology John Kunze gegenüber Techcrunch. „Wir wollen den digitalen Handel und die Finanzdienstleistungen erschwinglicher, benutzerfreundlicher, lustiger und für Menschen auf der ganzen Welt zugänglicher machen.“

t3n meint:

Letztlich geht es also auch hierbei um datengetriebene Einkaufserlebnisse, um das bessere Verstehen der Customer-Journey und um eine Erweiterung des Ökosystems – ein von außen betrachtet vernünftiger Zukauf für Paypal, wenn auch der Preis mit über 230 Dollar pro Nutzer erstaunlich hoch erscheint.

Tobias Weidemann

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2 Kommentare
Titus von Unhold
Titus von Unhold

Bin ich der einzige der sich fragt wann die Blase platzt? Angesichts der aufkommenden Unternehmen aus Fernost kann es doch eigentlich nur eine Frage der Zeit sein bis die Investoren ungeduldig werden und Geld abziehen.

Antworten
Mitch

Verstehe ich das richtig, ein Plugin von Paypal prüft für jede Seite die ich ansurfe, ob es eine Shoppingseite ist und ob es dafür einen Rabattcode gibt?

Und überträgt dafür wohl jede Seite an Paypal/Honey?

Erinnert sich noch wer an „Nackt im Netz“? Der NDR hat doch damals auch aufgedeckt, dass das Plugin WOT lustig alle Seiten protokolliert hat (war auch „sinnvoll“ im Rahmen der Funktion), aber dann die Daten auch weiterverkauft. Sehenswerte Doku.

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