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Umfrage unter Verbrauchern: Jeder 3. hat Ärger mit dem Internet

(Bild: Shutterstock)

Eine repräsentative Umfrage des Marktwächter-Teams des Bundesverbands der Verbraucherzentralen zeigt, dass jeder dritte Internetnutzer in den vergangenen zwei Jahren Probleme mit seiner Internetverbindung hatte. Der Verband fordert die Schaffung gesetzlicher Grundlagen für Schadenersatz.

Jeder dritte Internetnutzer klagte in den vergangenen zwei Jahren über mangelnde Internetgeschwindigkeit oder komplette Funktionsausfälle, die sich teils über vier Wochen am Stück hinzogen. Das zitiert der Tagesspiegel aus den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen, die bislang noch nicht öffentlich zugänglich ist.

Dickes Fell der Anbieter: Kunden können kaum wirkungsvoll reklamieren

Das einzige Mittel, das Verbraucher in solchen Fällen haben, ist, immer wieder auf die Anbieter zuzugehen und auf Abhilfe zu dringen, was der Umfrage zufolge immerhin 29 Prozent der betroffenen Teilnehmer drei Mal und öfter tun mussten. Als letzte Maßnahme kommt dann noch die Fristsetzung zur Nachbesserung mit anschließender Kündigung der Leistung in Betracht, was schlussendlich auch nicht zu einer schnellen Lösung des eigentlichen Problems beiträgt.

Verbraucherzentralen schlagen Sanktionsmöglichkeiten vor

Das Marktwächter-Team des Bundesverbands der Verbraucherzentralen hält die aktuelle Situation für unzumutbar und schlägt daher eine Reihe von Maßnahmen vor, die die Position des Verbrauchers stärken können. So sollte etwa ein Ausfall von mehr als einem Kalendertag direkt eine Schadenersatzpflicht des Anbieters auslösen.

Zudem sollte die Bundesnetzagentur als zuständiger Regulierer mit der Kompetenz ausgestattet werden, geeignete Sanktionen, etwa Bußgelder, gegen die Anbieter verhängen zu können, wenn diese ihren Lieferverpflichtungen nicht oder nur unzureichend nachkommen.

Gesetzgeber müsste handeln

Hier wäre also der Gesetzgeber gefordert, der die rechtlichen Voraussetzungen, etwa im Telekommunikationsgesetz, schaffen müsste. Jeder, der schon mal in der Warteschleife eines Telekommunikationsanbieters gehangen hat – also mit anderen Worten jeder –, würde sich über derartige Regelungen wohl freuen.

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Ein Kommentar
Torsten der Zauberer
Torsten der Zauberer

Hm, wie soll da die Regulierung aussehen? Entgangener Gewinn oder „Schaden für den Zeitraum der Nichtnutzbarkeit?“ Also: 2/31 (bei ’nem 50 EUR Vertrag somit 3,20 EUR) des Monats bekomme ich dann als Gutschrift, vielleicht noch aufgerundet: „Rest ist Trinkgeld…“? Dass dürfte mit dem Zeitaufwand, den der ganze Supportprozess frisst, ein recht mieser Stundenlohn sein – auf den die meisten dann wohl eher verzichten werden.

Und mit „entgangener Gewinn/Zeit/Ärger/Freude“ kann ich als Privatnutzer, eben weil: Privatnutzung, auch nicht wirklich argumentieren.
Dafür… gibt’s ja Geschäftskundenanschlüsse. Die sind zwar auch nicht störungsfrei, aber eben aufgrund ihres Charakters deutlich weniger ausfallintensiv. Jedes Mal wenn ich, egal bei welchem Anbieter, nur leichte Störungen (dcs, andere softe Fehler) hatte, waren die teilweise wenige Minuten (15 – 30) nach meinem Anruf behoben (meist halt reset) ODER das Ticket wurde sogar schon vor meinem Anrufs erstellt.
Oder ich habe eben innerhalb weniger Stunden einen Ersatz bekommen, während andere noch tagelang offline waren – im Extremfall war das einmal bei ’nem weggebaggerten Kabel ein LTE Kit ohne Limits, welches ich halt noch am gleichen Tag in der Filiale abholen konnte (auch daher die Stunden, weil ich vorher nicht los bin).

Also… ich stell’s mir lustig vor, was da kommen soll.

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