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Umfrage zu E-Scootern: Was erwarten die Deutschen von den E-Tretrollern?

E-Tretroller im Straßenverkehr. (Foto: Ivan Marc / Shuttertsock)

Kommende Woche stimmt der Bundesrat über die Zulassung von E-Scootern ab. Eine Bitkom-Studie zeigt, was Deutsche von der neuen Mobilitätsform halten.

In vielen europäischen Großstädten wie Lissabon, Wien oder Kopenhagen sind bereits Leihsysteme für Elektro-Roller im Einsatz, verschiedene Startups kämpfen um ihren Platz im noch jungen Markt. Auch in Deutschland könnte es bald losgehen, denn der Bundesrat entscheidet voraussichtlich am 17. Mai über die Zulassung von E-Scootern.

Die Bitkom Research GmbH, Tochterunternehmen des Digitalverbands, hat diese Woche eine Umfrage zur Akzeptanz der elektrischen Tretroller vorgelegt, für die 1.004 Personen ab 16 Jahren befragt wurden. Nach Angaben des Bitkom ist die Umfrage repräsentativ. Die Teilnehmer wurden in zwei weite Altersgruppen eingeteilt, Personen von 16 bis 64 Jahren und Personen ab 65.

Vor allem die jüngere Altersgruppe sieht E-Scooter positiv

Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem die Jüngeren offen für E-Scooter sind. Je nach Themengebiet geht die Einschätzung der Menschen im Arbeitnehmeralter und der Menschen im beziehungsweise kurz vor dem Ruhestand weit auseinander.

Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) in der jüngeren Altersgruppe stimmen der Aussage zu, dass E-Scooter eine gute Ergänzung zu öffentlichen Nahverkehrsangeboten in Deutschland sind, von den Älteren denkt das weniger als ein Drittel (29 Prozent ).

So sehen Personen in Deutschland elektrische Tretroller. (Grafik: Bitkom Research)

Von den Personen zwischen 16 und 64 gaben 43 Prozent an, dass sie auf private Autofahrten in der Stadt verzichten könnten, wenn es ausreichend E-Scooter gäbe. Unter den Personen ab 65 waren nur 15 Prozent dieser Ansicht. Dass E-Scooter in Deutschland möglichst schnell zugelassen werden sollten, finden etwa 62 Prozent der Jüngeren, aber nur 16 Prozent der Älteren.

Große Mehrheit für Versicherungspflicht

Bei manchen Themen sind sich die Jungen und die Alten dann doch relativ einig. Jeweils etwa die Hälfte (50 Prozent bei den Jüngeren und 51 Prozent bei den Älteren) findet, dass E-Scooter ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz in Deutschland sein können. In beiden Altersgruppen findet die Mehrheit, dass es eine Versicherungspflicht für E-Scooter geben sollte. 88 Prozent der Menschen bis 64 und 91 Prozent der Menschen ab 65 sind für eine Versicherungspflicht.

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7 Kommentare
David

Finde E-Scooter eigentlich ziemlich gut, die Benutzung macht Spaß und ist leicht und es verschlankt potentiell den Verkehr in Innenstädten. Ich war am Wochenende in Prag und ich muss sagen, dass die Roller überall kreuz und quer auf den Gehwegen stehen, hilft der öffentlichen Meinung sicher nicht. Finde das schon bei den Mietfahrrädern schlimm. Hier muss man sich irgendwas überlegen, feste Stationen, markierte Abstellbereiche, Strafen fürs Wildparken oder so.

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Titus von Unhold
Titus von Unhold

Immer die ewig gestrigen Bedenkenträger… So wurde auch beim Deutschlandfunk diskutiert…: „Experten warnen vor einem Chaos auf Radwegen und in Fußgängerzonen. Sind E-Roller, E-Bikes oder E-Boards tatsächlich eine Gefahr für Fußgänger oder die einzige echte Alternative gegen den Verkehrskollaps in den Städten?“

https://www.deutschlandfunk.de/neue-mobilitaet-in-staedten-e-roller-e-bikes-e-boards-was.1784.de.html?dram:article_id=447787

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Thomas
Thomas

Also, als erstes wird wohl viel Elektroschrott produziert, da E-Roller die bis jetzt verkauft wurden, wohl keine nachrägliche ABE erhalten.
Außerdem soll der E-Roller die letzte „Meile“ überbrücken, wie wäre es mit laufen? Dafür haben wir die zwei Dinger am Rumpf! Dann ersparrt man sich auch gleichzeitig die Mitgliedschaft im Fitnessstudio, das bestimmt auch mit E-Roller angefahren wird, da die Parkplatzsituation dort so schlimm ist.

In diesem Beitrag wurde es mit der nachträglichen ABE erwähnt:

https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/markt/Elektro-Tretroller-im-Vergleich,markt12812.html

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s
s

Ja ja, wartet, bis der erste Regen kommt, dann will keiner von diesen Kinderspielzeugen noch was wissen.

Segways sollten doch schon einmal die Mobilität aller Klassen revolutionieren (laut Erfinder). Da kräht heute kein Hahn mehr nach.

Gehypter, zukünftiger Elektroschrott, mehr ist das nicht.

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Udo

Es wird Zeit, dass es die Gesetzgeber endlich schaffen, klare Gesetze für die Verwendung solcher Geräte aufzustellen. Neben den Scootern gibt es ja auch noch Skateboards, Onewheels und sonstige alternative Fortbewegungsmittel. Ganz unabhängig vom ökologischen Aspekt (ich laufe jetzt auch schon die meisten Strecken oder nehme das Rad), will ich solche Geräte einfach zum Spaß nutzen. Kann es aber nicht, weil es in Deutschland keine klaren Regeln dafür gibt. Warum müssen solch einfache Sachen hier immer verkompliziert werden. Da müssen erst 154 Gutachten erstellt und Passierschein A38 im Haus der Verrückten beantragt werden und 10 Jahre später darf man endlich auch in Deutschland einen E-Scooter benutzen – nervig.

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Tommy z
Tommy z

Wieder einmal absolutes Hirngespinst der Bundesregierung,
eine Versicherungspflicht für scooter bis 20 kmh,
nur mal so nebenbei, E-Bikes dürfen bis 25 kmh fahren ohne Versicheungspflicht
und sind dazu wesentlich größer und schwerer.
Aber die Diskussion zeigt mal wieder,
das man in Deutschland mittlerweile Angst hat vor allem Neuen,
immer weiter auf die alten Köpfe hören und noch 10 Jahre dem Fortschritt hinterher rennen…

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Hotte
Hotte

Da werden die Krankenhäuser endlich mal wieder voll ausgelastet.

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