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Unerwartet: Berlins große Startup-Hoffnung Lesara insolvent

Lesara-Gründer Roman Kirsch. (Foto: Lesara)

Lesara, eines der bekanntesten Mitglieder der Berliner Startup-Szene hat überraschend Insolvenz angemeldet. Das Aus soll das aber nicht bedeuten. Lesara verhandele weiter über eine Finanzierung.

Noch im Sommer hatte Lesara eine 30 Millionen schwere Finanzierung an Land gezogen. Im September fand sich der Modediscounter in der Linkedin-Liste der 25 Top-Startups Deutschlands. Jetzt ist Lesara überraschend in die Insolvenz gerutscht. Laut Gründerszene habe das E-Commerce-Startup in den vergangenen Tagen bei seinen bestehenden Investoren um zusätzliches Geld angefragt – bisher ohne Erfolg. Am Freitag reichte Lesara offiziell einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Charlottenburg ein.

Lesara braucht angeblich zehn Millionen Euro

Insgesamt soll Lesara den Informationen von Gründerszene zufolge eine Finanzierung zur Überbrückung in der Höhe von zehn Millionen Euro benötigen. Wofür Lesara das Geld genau braucht, ist derzeit nicht bekannt. Die Rede ist von einer „stockenden Finanzierung des starken Wachstums“. Für die hohen Wachstumsraten beim Umsatz – 2017 kam Lesara hier auf 71 Millionen Euro, nach 46 Millionen Euro im Jahr davor – muss das Startup viel Marketing betreiben. Mit entsprechenden Kosten.

In Branchenkreisen gilt das Geschäftsmodell des Online-Händlers mit günstiger Kleidung ohnehin als schwierig. Die Umsätze pro Kunden seien geringer als etwa bei Zalando, das Versenden und die Retouren wiederum kostspielig, heißt es. Allein das firmeneigene Logistikzentrum in Erfurt soll Lesara 45 Millionen Euro gekostet haben.

Lesara zeigt sich derweil allerdings zuversichtlich, das Aus noch abwenden zu können. Eine Firmensprecherin stellte zeitnah eine nachhaltige Lösung in Aussicht. Die Verhandlungen mit Investoren würden fortgesetzt. Fortbestand und weitere Expansion sollen im Erfolgsfall dadurch sichergestellt werden. Die Kunden sollen derweil weiter ohne Einschränkung bestellen können. Die 350 Arbeitsplätze seien über die Bundesagentur für Arbeit gesichert.

Zum Nachlesen: E-Commerce-Wunderkind Roman Kirsch – „Wir hatten keine Ahnung von Online-Marketing“

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