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1&1 bald vierter Mobilfunknetzbetreiber? United Internet nimmt an 5G-Auktion teil

Konzernzentrale United Internet in Montabaur. (Bild: United Internet)

United Internet will sich über seine Tochter 1&1 Drillisch an der 5G-Frequenzversteigerung beteiligen. Damit könnte in Deutschland bald ein vierter Mobilfunknetzbetreiber starten.

Leicht gemacht hat sich der deutschen Internet- und Telekomkonzern United Internet die Entscheidung nicht. Noch im November hatte Firmenchef Ralph Dommermuth erklärt, nicht an der Frequenzversteigerung für den neuen Mobilfunkstandard 5G teilnehmen zu wollen, wenn es kein National Roaming gebe. Jetzt hat der Konzern seine Teilnahme an der 5G-Auktion offiziell angekündigt – „nach intensiver Prüfung von Vergabebedingungen und Marktumfeld“.

5G-Auktion: United Internet will eigenes Mobilfunknetz aufbauen

United Internet plant über seine Tochter 1&1 Drillisch zudem, ein eigenes Mobilfunknetz aufzubauen, sollte die Frequenzauktion erfolgreich verlaufen. Der Konzern wäre damit neben den aktuell auf dem deutschen Markt aktiven Anbietern Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica der vierte Mobilfunknetzbetreiber. United Internet bezeichnete die mögliche Errichtung eines 5G-Netzes als „neues Kapitel seiner Unternehmensgeschichte“.

Die dazu notwendigen Investitionen stemmt zu einem großen Teil offenbar der Mutterkonzern. Zusätzlich habe 1&1 Drillisch mit einem europäischen Bankenkonsortium eigene Kreditlinien in Höhe von 2,8 Milliarden Euro vereinbart, wie es in deutschen Medienberichten übereinstimmend hieß.

Das eigene Netz soll in Zukunft dazu beitragen, die Kosten zu senken. Derzeit ist 1&1 Drillisch bei seinen Mobilfunkangeboten auf die Anmietung fremder Netze angewiesen. Diese Kosten könnten „durch den Aufbau eines eigenen Netzes künftig schrittweise reduziert und internalisiert werden“, erklärte United Internet. Dadurch könne der Konzern wiederum auf weitere finanzielle Spielräume für Investitionen zurückgreifen. Zudem verfügt United Internet über die Tochterfirma 1&1 Versatel Tochterfirma 1&1 über ein 45.000 Kilometer umfassendes Glasfasernetz.

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