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Die Frage ist nicht, ob du ein Unternehmertyp bist, sondern welcher!

Unternehmertypen, Gründer
Jeder ist ein Unternehmertyp. (Foto: Shutterstock/ImageFlow)

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Dass es geborene Unternehmer gibt, ist ein Mythos. Denn jeder, der gründet, muss etwas dazulernen – vor allem über sich selbst. Hier erfährst du, worüber Gründungsinteressierte nachdenken sollten.

Nicht jeder, der eine gute Idee hat, fühlt sich auch in der Lage, sie in die Tat umzusetzen und ein Unternehmen zu gründen. Damit sind schließlich nicht nur Chancen und Freiheiten, sondern auch Herausforderungen und Risiken verbunden. Das kann einschüchternd wirken und so stellt sich wohl fast jeder Gründungsinteressierte irgendwann die Frage, ob er überhaupt zum Unternehmer taugt. Solche Selbstzweifel sind normal – aber in großen Teilen unnötig. Gründungsexperte Jan Evers ist sich sicher: Unternehmertum kann man lernen. „Für die meisten ist es eine langjährige Entwicklungsaufgabe“, erklärt er und fügt hinzu: „Aber sie macht Spaß, wenn man Entwicklung als einen guten Prozess ansieht.“

Die eigenen Stärken und Schwächen kennen

Die Frage, ob man ein Unternehmertyp ist, muss man sich also gar nicht wirklich stellen. Viel wichtiger ist, herauszufinden, welche Art von Unternehmerpersönlichkeit man sein kann und will. Dafür ist es wichtig, die eigenen Fähigkeiten und Neigungen ehrlich zu analysieren und zu bestimmen, wie gut man die Unternehmerrollen Fachmann, Manager oder Visionär ausfüllen kann. Kaum jemand verkörpert alle drei Rollen in Perfektion – aber ein guter Unternehmer weiß, was er selbst leisten kann, wo er Entwicklungsbedarf hat und an welchen Stellen er externe Unterstützung benötigt.

Fachmann, Manager, Visionär – wo stehe ich?

gruenderplattform.de hat zahlreiche Videos mit Gründern gedreht und zeigt darin, wie unterschiedlich Unternehmerpersönlichkeiten sein können. Auf der Seite können sich Gründungsinteressierte anhand eines Schiebereglers selbst beschreiben – basierend auf diesem Profil wird dann eine Reihenfolge für die Gründervideos vorgeschlagen. Wer einen der Unternehmer besonders inspirierend findet, kann diesem auch folgen. Auch das beeinflusst die Reihenfolge der angezeigten Tipps.

Der Fachmann

Dem Fachmann macht auf seinem Gebiet niemand etwas vor. Dafür neigt er zum Perfektionismus und kann darüber die Rentabilität seines Vorhabens vergessen. Hier sollte er sich ein bisschen was vom Manager abgucken, der immer auch die Zahlen im Blick hat. Für ausgeprägte Fachmänner ist es außerdem wichtig, darauf zu achten, dass sie sich nicht in den Details des Ist-Zustands verlieren und dabei wichtige Zukunftschancen verpassen. Fachmänner sollten sich also auch auf die Suche nach ihrem inneren Visionär machen.

Ulrich Schneidt etwa hat Fachexpertise aus den Bereichen Bau- und Planungssoftware in seine Gründung Mindmodel eingebracht; ihn haben vor allem inhaltliche Ziele angetrieben. Das Unternehmen unterstützt Architekten, Ingenieure und Bauherren bei der digitalen Gebäudedarstellung. In seiner früheren Funktion als Geschäftsführer konnte er aber auch schon Erfahrung mit Steuerungsaufgaben sammeln.

Der Manager

Planung und Kontrolle gehören zu den großen Stärken das Managers. Er kann sehr gut steuern – dafür fehlt ihm zum Teil Detailwissen. Wichtig für Managertypen ist daher, anzuerkennen, dass auch sie auf fachliches Know-how und Innovationsgeist angewiesen sind und dass sie eine Firma nicht nur über Prozesse steuern können.

André und Kathrin Kistner kommen aus Unternehmerfamilien und haben vorgelebt bekommen, wie Selbstständigkeit funktionieren kann. Ihr primäres Ziel war, ein Unternehmen zu gründen – auf die Suche nach einer Geschäftsidee haben sie sich dann gemeinsam begeben. Jetzt leiten sie Qualitize und unterstützen Unternehmen mit Befragungsterminals beim Kundenfeedback.

Der Visionär

Der Visionär sieht überwiegend Chancen und hat stets die Zukunft im Blick. Vor lauter Kreativität und Veränderungsmut verliert er dabei manchmal Machbarkeit und Rentabilität aus den Augen. Für Visionäre ist es daher wichtig, ab und zu die Managerperspektive einzunehmen. So ist sichergestellt, dass neue Ideen machbar sind und die Kosten-Nutzen-Bilanz stimmt. Bei der Einschätzung des Aufwands ist er auf fachliches Know-how angewiesen.

Stefan Clauss hatte schon 2003 in einem Urlaub die Idee, ein aufblasbares Zelt zu entwickeln. Wiederentdeckt hat er sie einige Jahre später, als er mit seiner Stelle unzufrieden war und spontan entschieden hat, sich selbstständig zu machen und Heimplanet zu gründen. Inzwischen sind diverse andere Outdoor-Produkte gefolgt und Stefan ist froh, seinen Ideen nachgehen zu können.

Weitere Aspekte, über die Gründer nachdenken sollten

Haupt- oder nebenberuflich gründen?

Gründungsinteressierte sind in unterschiedlichem Maße risikobereit und nicht jeder kann gut mit Ungewissheit umgehen. Das muss aber nicht unbedingt ein Grund sein, nicht zu gründen: Bei einer  nebenberuflichen Gründung kann das vorhandene Einkommen als Sicherheitsnetz dienen, falls sich die Geschäftsidee doch als Flop herausstellen sollte. Für Sicherheitsbewusste, die ihre Idee erst mal ausprobieren wollen, bietet das Teilzeitmodell einen guten Rahmen. Wer lieber all seine Ressourcen auf ein Ziel ausrichtet und klare Prioritäten haben will, ist vielleicht mit einer Vollzeitgründung besser bedient.

Alleine gründen oder im Team?

Wer etwa ein klar ausgeprägtes Rollenprofil hat und die anderen beiden Unternehmerrollen kaum abdeckt, könnte einen Partner suchen, mit dem er sich dahingehend ergänzt. Auch wer sich überfordert fühlt, die Verantwortung für sein Vorhaben ganz alleine zu tragen, sollte jemanden ins Boot holen. Aber das Gründen im Team erfordert genaue Abstimmung – etwa darüber, wer welche Verantwortungen und Befugnisse hat, wie Entscheidungen getroffen werden und wer in welcher Art und welchem Umfang am Unternehmen beteiligt ist. Für den Ideengeber kann das bedeuten, bei der Umsetzung seiner Vision Abstriche machen zu müssen.

Du willst herausfinden, was für ein Unternehmertyp du bist? Auf gruenderplattform.de kannst du von erfolgreichen Unternehmern lernen, die zu dir passen. Außerdem findest du dort viele praxisnahe Informationen und interaktive Tools, die dich durch den Gründungsprozess begleiten.

Welcher Typ bist du?

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