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Unzulässige Fragen beim Vorstellungsgespräch: „Seit wann sind Sie Deutsche?“

Unerlaubte Fragen im Vorstellungsgespräch: „Seit wann sind Sie Deutsche?“. (Foto: Shutterstock-Mimagephotography)

Es gibt unangenehme und unerlaubte Fragen im Vorstellungsgespräch. Welche verboten sind, regelt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.

Es gibt Fragen im Vorstellungsgespräch, die wirken auf Jobsuchende zunächst skurril. Einige davon haben einen tieferen Sinn. Andere hingegen gehen eindeutig zu weit. Gehalt.de hat mehr als 500 Beschäftigte zu den ungewöhnlichsten Erfahrungen im Vorstellungsgespräch befragt. Die Antworten der Befragten werfen streckenweise kein gutes Licht auf deutsche Personalabteilungen. Laut der Umfrage fühlten sich 69 Prozent der Teilnehmer schon einmal unwohl bei einem Vorstellungsgespräch. Mit 55 Prozent war der häufigste Grund dafür Unhöflichkeit. Außerdem haben jeweils acht Prozent der Befragten angegeben, dass sie bereits Beleidigungen und Diskriminierungen erfahren mussten. Bei fünf Prozent war Sexismus im Spiel.

Bei unerlaubten Fragen sollte der Bewerber das Vorstellungsgespräch abrechen

Nur 22 Prozent der Bewerber brachen das Gespräch anschließend ab oder richteten eine Beschwerde an die Unternehmensleitung. Dass viele unangenehme Fragen nicht nur skurril, sondern schlichtweg verboten sind, regelt das Gesetz. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz darf beispielsweise nicht nach einer möglichen Schwangerschaft gefragt werden. Bewerber auf ihren ausländischem Namen oder ihr Aussehen anzusprechen, ist ebenfalls nicht in Ordnung. Auch offensichtlich sexistische Fragen wie „Sind Sie wirklich der Meinung, dass sie als Frau sich in dieser männerdominierten Branche durchsetzen können?“ sind nicht erlaubt. Gehalt.de-Geschäftsführer Philip Bierbach rät dazu, solche Gespräche am besten direkt abzubrechen.

„Was glauben Sie, wie viele Rechtschreibfehler in ihrer Bewerbung sind?“

Unkritisch sind hingegen Fragen, mit denen Personalmanager die Bewerber verunsichern und ihre Reaktion testen wollen. Dazu zählen Fragen wie „Werden Sie schnell rot?“ oder „Was glauben Sie, wie viele Rechtschreibfehler in ihrer Bewerbung sind?“. Andere fordern den Bewerber auf, sich selbst einzuschätzen. Dazu gehören beispielsweise Fragen wie „Wenn Sie eine Pizza wären, welchen Belag hätten Sie?“. Eine häufig geäußerte Bitte ist zudem, dem Personaler einen Kugelschreiber zu verkaufen. Sie fordert die Kreativität des Bewerbers heraus. Der Jobsuchende soll in kurzer Zeit ein paar gute Verkaufsargumente bringen. Derartige Situationen können natürlich unangenehm sein, sind jedoch in Ordnung.

Doch nicht nur Personaler, sondern auch Bewerber sorgen häufiger für unangenehme Situationen. So gaben 24 Prozent der Befragten an, dass ihnen schon gravierende Fehltritte unterlaufen sind. In der Hektik den Kugelschreiber durch den Raum schleudern oder direkt vom Flughafen zum Termin hetzen – es kann einiges schief laufen. Der am häufigsten genannte Grund (32 Prozent) ist laut der Umfrage eine unzureichende Vorbereitung auf das Gespräch und fehlende Fachkenntnisse. Andere Gründe sind ein unprofessioneller Umgangston mit den HR-Verantwortlichen (27 Prozent), mangelnde Konzentration (18 Prozent) und unaufgeforderte Kritik am Unternehmen (11 Prozent).

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