Interview

Upday-Produktchef Jan-Eric Peters: „Die besten Geschichten erreichen über eine Million Zugriffe“

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Ja, wir hatten von Anfang an eine Vereinbarung mit der VG Media und zahlen selbstverständlich den geforderten Anteil am Werbeumsatz.

„Samsung ist für uns quasi die Autobahn zum Nutzer.“

t3n.de: Sie sind natürlich abhängig davon, dass sich die Samsung-Smartphones weiter gut verkaufen. Dass sie auch beliebt bleiben und das beispielsweise nicht plötzlich Huawei zum neuen Star am Smartphone-Himmel aufsteigt.

Wenn der Partner Weltmarktführer ist, ist das vor allem ein Glücksfall. Samsung ist für uns quasi die Autobahn zum Nutzer, da kommen jeden Tag viele tausend neue Leser dazu, die ein Samsung-Gerät gekauft haben mit Upday als Newsservice. Andererseits ist diese exklusive Bindung natürlich auch ein Risiko, dessen sind wir uns bewusst, auch wenn Samsung sehr zufrieden und die Partnerschaft langfristig angelegt ist.

Weil Upday zum Lesen so gut funktioniert, entwickeln wir gerade erste Produktideen für ein Upday zum Hören, also einen Podcast-Aggregator. Da sind wir on track zu einer Alpha-Version.

t3n.de: Bleibt es denn jetzt bei einer exklusiven Partnerschaft mit Samsung oder verhandelt Springer noch mit anderen Hardware-Herstellern?

Das ist der Stand der Dinge. Ohne die Samsung-Kooperation hätten wir keine 25 Millionen Nutzer im Monat. Unser Wachstum ist natürlich an die Größe des Ökosystems von Samsung gekoppelt: Mehr als auf praktisch allen Samsung-Handys in unseren 16 Ländern installiert zu sein, können wir ja nicht. Deshalb machen wir uns gerade gemeinsam mit Samsung Gedanken, wie wir weiter wachsen können. Da gibt es Ideen, aber noch nichts Spruchreifes.

t3n.de: Das muss schon innerhalb der Samsung-Welt passieren?

Das ist in jedem Fall eine Möglichkeit, die Samsung-Welt ist ja groß. Wir sind schon auf Kühlschränken mit Displays und neuerdings nun auch auf den ersten Samsung-Fernsehern. TV könnte durchaus mal eine relevante Größenordnung erreichen.

t3n.de: Autos?

Natürlich beschäftigen wir uns mit dem Thema Connected Car, Newsservices werden auch in Autos gebraucht. Dann aber als Audiodienst. Da kann ich Ihnen ein kleines Geheimnis verraten: Weil Upday zum Lesen so gut funktioniert, entwickeln wir gerade erste Produktideen für ein Upday zum Hören, also einen Podcast-Aggregator. Da sind wir on track zu einer Alphaversion.

t3n.de: Führen Sie konkret Gespräche mit den großen Autoherstellern? BMW, Daimler, Volkswagen?

Wir reden immer nur über gelegte Eier. Natürlich beschäftigt sich die Industrie derzeit mit solchen Diensten.

t3n.de: Wie sieht es mit internationalem Wachstum aus? Der US-Markt ist groß und attraktiv – ein Thema für Upday?

Die USA standen bislang nie zur Debatte, Samsung hat dort mit Flipboard einen langjährigen Partner, unsere Partnerschaft ist auf Europa beschränkt. Aber wir arbeiten beispielsweise bei Samsungs App S-Health mit, einer Gesundheits-App, die auch auf Android-Handys anderer Hersteller installiert werden kann. Da sind grundsätzlich mehr Länder möglich, für die USA planen wir derzeit allerdings nicht.

t3n.de: Vielen Dank für das Gespräch!

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Dein t3n-Team

3 Kommentare
Andreas
Andreas

Upday ist ein Grund warum das nächste SmartPhone keine Samsung sein wird. Diese vorinstallierte App ist mir dermaßen auf den Nerv gegangen, bis ich sie umständlich deaktivieren konnte.

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Werner
Werner

Ach, da bin ich aber froh das ich diese genannten Handys nie nutze. Third Party vorinstallierte Apps…soso
Das kenn ich noch.. richtig M$ Windows. Da war bei Erstinstallation stundenlanges saubermachen angesagt, um den ganzen Müll loszuwerden. (und anderes mehr..) Danke, nicht nochmal. Ich such meine Apps lieber selber aus.

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Sascha
Sascha

Gezwungene Propaganda, zumal man im Gegensatz zum damaligen Windows mittlerweile weder bei Windows 10 noch Android sowas von der Platte werfen kann und nur schlummernd „deaktivieren“ wobei warum auch immer manche Apps sich gar nicht deaktivieren lassen (wohl je nachdem wie viel man zahlt?) oder sich heimlich irgendwie wieder reaktivieren, aber trotzdem ein nichtverwendetes spionierendes dasein fristen.

News selektiert man auch nicht aus, egal ob extremistisch links oder rechts – man sucht die Gemeinsamkeit aller Quellen und bietet die gebündelt an, soll sich doch jeder selbst ein Bild machen – umso mehr Quellen zu einer Nachricht umso besser. Es gab mal irgendwann früher Sonntag morgens im ZDF eine Sendung, die hat einfach Zeitungen zu bestimmten Themen zitiert. Interessierte konnten sich so unabhängig einer Zeitung eine Meinung machen. Heute darf schon gar nicht einer den anderen zitieren und kann richtig viel schaden anrichten (zumindest nicht gewerblich).

Wer es unverblümt will, klappert eh selbst News-Aggregatoren ab. Presseportal.de – was ich da sehe, sind fast durchgängig selbsterstellte kostenlose Pressemeldungen diverser Unternehmen gemischt mit Polizeimeldungen die – und das ist das schlimme, mehr oder weniger ungeprüft / unverändert den Weg in gängige Zeitungen finden und als eigenes Erzeugnis gehandelt werden.

@Upday: Angagiert euch, aber nötigt niemanden!

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