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US-Börsenaufsicht an Krypto-Community: Die Zeit der Wildwest-ICOs ist vorbei

(Foto: Mark Van Scyoc / Shutterstock.com)

Die US-Börsenaufsicht hat entschieden, dass ICOs und Token-Sales unter geltende Regulierungsvorschriften fallen. Bei Nichteinhaltung könnten empfindliche Strafen drohen.

US-Börsenaufsicht: ICOs müssen sich an geltende Regeln halten

Die US-Börsenaufsicht hat mitgeteilt, dass auch für Initial Coin Offerings (ICO) und Token-Sales unter gewissen Umständen die geltenden Regulierungsbestimmungen gelten. Ob die Gesetze für den Wertpapierhandel anzuwenden sind oder nicht entscheide nicht die Terminologie, sondern die ökonomische Realität, teilte die Behörde mit. „Die innovative Technologie hinter diesen virtuellen Transaktionen befreit Wertpapierangebote und Handelsplattformen nicht von dem regulatorischen Rahmenwerk, das geschaffen wurde, um Investoren und die Integrität des Marktes zu schützen“, so Stephanie Avakian von der US-Börsenaufsicht.

Zu dieser Einstellung gelangte die US-Behörde nach einer Untersuchung des DAO-ICOs, bei dem mehr als 120 Millionen US-Dollar von Investoren zusammenkamen. Nach Einschätzung der US-Börsenaufsicht haben die Macher des Projekts gegen geltendes Recht verstoßen. In diesem konkreten Fall will die Behörde jedoch keine rechtlichen Schritte einleiten. Vielmehr soll die Untersuchung als Warnung für zukünftige ICOs dienen. Wer sich nicht rechtlich absichert, könnte demnach von der US-Behörde vor Gericht gebracht werden.

ICO-Hype: Auch das crowdbasierte Finanzierungsmodell muss sich an geltende Vorgaben für Wertpapiere halten. (Grafik: © Artem Pohrebniak / Shutterstock)

ICO: Die unregulierten Zeiten sind vorbei

ICOs haben als crowdbasiertes Finanzierungsmodell für Blockchain-Technologien einen enormen Hype erlebt. Alleine 2017 haben Investoren mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar in entsprechende Angebote investiert. Das geschah bislang vollkommen unreguliert. Dass sich das jetzt ändern soll, kommt nicht gänzlich unerwartet. Viele Experten hatten bereits davor gewarnt, dass die US-Börsenaufsicht nicht ewig tatenlos bleiben würde.

Einige Startups hatten bereits reagiert und bei ihren ICOs Investoren aus den USA ausgeschlossen, um sich vor etwaigen Klagen vor amerikanischen Gerichten zu schützen. Andere ICOs gehen den umgekehrten Weg und sind bemüht, die regulatorischen Vorschriften einzuhalten.

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