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US-Sanktionen: GitHub schließt Entwickler aus

(Foto: Jarretera/Shutterstock)

Dank der US-Sanktionen haben einige Entwickler keinen Zugriff mehr auf ihre privaten Repositories auf GitHub. Das führt dazu, dass zum Teil ganze Firmen ihren eigenen Code nicht mehr einsehen oder verändern können.

Die Zugriffsrechte beim amerikanischen Unternehmen GitHub haben sich geändert. Grund dafür sind die Sanktionen, die die USA gegen einige Länder verhängt haben. Entwickler aus diesen Lämdern haben es nun schwer, ihre Konten weiter zu verwenden. Betroffen von den Sanktionen sind aktuell die Krim, Kuba, der Iran, Nordkorea und Syrien.

Um den US-Handelskontrollgesetzen zu entsprechen, hat GitHub kürzlich einige erforderliche Änderungen vorgenommen und will auch weiterhin eng mit den US-Aufsichtsbehörden zusammenarbeiten, um zu prüfen, inwieweit Entwickler in sanktionierten Märkten kostenlose Dienste für die Codekollaboration anbieten können. Aus Sicht von GitHub unterstützt das Anbieten von kostenlosen Diensten die Außenpolitik der USA, den freien Informationsfluss und hilft dabei, die Redefreiheit in diesen Märkten zu fördern.

GitHub kann Benutzern in Ländern und Gebieten, die US-Sanktionen unterliegen, oder solchen mit gewöhnlichem Wohnsitz in diesen, jedoch den Zugang zu bestimmten kostenlosen GitHub-Diensten für die persönliche Kommunikation ermöglichen. Untersagt ist ihnen allerdings, IP-Proxys, VPNs oder andere Methoden zu verwenden, um ihren Standort beim Zugriff auf GitHub-Dienste zu verschleiern. Sie dürfen GitHub.com nur für nichtkommerzielle, persönliche Kommunikation verwenden. Die Einschränkung umfasst auch den gesperrten Zugriff auf private Repository-Dienste und kostenpflichtige Dienste.

Was tun, wenn ich betroffen bin?

Zur Bestimmung des Benutzer- und Kundenstandorts werden eine Reihe von Quellen genutzt, darunter IP-Adressen und Zahlungsprotokoll. Nationalität und ethnische Zugehörigkeit werden laut GitHub nicht berücksichtigt.

Sollte ein Konto irrtümlicherweise betroffen sein, kann der Nutzer Einspruch einlegen. Dazu muss ein Antragsformular ausgefüllt werden, und GitHub benötigt genügend Beweise, um sicherzustellen, dass der Betroffene nicht in einem sanktionierten Gebiet ansässig oder anderweitig durch US-Wirtschaftssanktionen eingeschränkt ist.

GitHub weist auch noch einmal ausdrücklich daraufhin, dass letztendlich jeder Nutzer die Verantwortung trägt, sicherzustellen, dass alle bereitgestellten Produkte und Dienstleistungen allen geltenden Gesetzen und Bestimmungen, einschließlich der US-amerikanischen Exportkontrollgesetze, entsprechen.

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3 Kommentare
Atalanttore
Atalanttore

Der US-Imperialismus schlägt mal wieder zu.

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dennis
dennis

Das könnte der Anfang vom Ende GitHubs sein, denn Entwickler machen so etwas nicht gerne mit und solidarisieren sich in solchen Fällen sehr gerne.

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Tobias
Tobias

Oh Gott…ich werd sofort alle Repos umziehen, die Amis machen aber auch was sie wollen…

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