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Analyse

UX Design und Prototyping: Das kann Adobe Experience Design

Vielversprechend: Komplettlösungen für UX-Design und Prototyping werden für Websites und Apps angeboten – und das kostenfrei. Adobe hat mit Adobe Experience Design (XD) Zuwachs bekommen. 

Ein kurzer Überblick

Was auf den ersten Blick auffällt, ist, dass XD weitaus einfacher und intuitiver zu verwenden ist, als andere Adobe-Anwendungen. Das erleichtert den Einstieg und sorgt für eine gute User-Experience von Beginn an.

Adobe Experience Design verspricht einen optimierten Design-Prozess. Mit dem Programm lassen sich Wireframes, Mockups und Prototypen erstellen, die in Live-Previews auf dem Desktop und auf mobilen Endgeräten angezeigt werden können. Damit kann der gesamte Prozess – von Wireframe bis Prototyp – in einer Anwendung stattfinden.

Elemente lassen sich mit den Zeichen- und Layout-Tools von Adobe XD einfach erstellen und wiederverwerten. Anschließend können einzelne Objekte exportiert werden.

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(Screenshot: Adobe.com)

Diese Funktionen gefallen uns besonders gut: Das Interface

Das Interface ist relativ schlicht gehalten und erinnert an Sketch mit der an den Seiten ausgerichteten Tool-Leiste und dem großen Artboard-Bereich.

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(Screenshot: Adobe)

Testen auf mobilen Geräten

Adobe Experience Design erlaubt es, interaktive Designs auch auf dem Smartphone oder Tablet abzubilden. So sieht man den Prototypen jeweils auf verschiedenen Geräten und kann diesen ganz einfach mit Kollegen oder Kunden teilen.

Designen mit Wiederholungsraster

Mit dem neuen Wiederholungsraster lassen sich Elemente auswählen und beliebig wiederholen. Dabei werden die Änderungen für alle Bereiche übernommen.

(Screenshot: Adobe)

Neue Animationen

Hier kann man mit neuen Übergängen im Design experimentieren. Dabei gibt es die Optionen „Keine Übergänge” oder aber „Hineinbewegen”.

Quick drag & drop

Einfaches Drag und Drop ermöglicht es Bilder vom Finder direkt einzufügen. Für diese erstellt XD sofort eine Image Mask. Selbstverständlich können Bilder auch komfortabel über Copy und Paste importiert werden. Das gilt auch für Vektorgrafiken (SVG-Format, wie zum Beispiel beim Kopieren aus Illustrator). Diese können dann ebenfalls in Adobe XD bearbeitet werden.

Diese Features fehlen uns noch

Speziell für größere Projekte gibt es noch einige Verbesserungsmöglichkeiten, die bei kleineren Projekten wahrscheinlich nicht so sehr ins Gewicht fallen.

Anlegen von Symbolbibliotheken

Es gibt noch keine Möglichkeit Symbolbibliotheken mit wiederverwendbaren Elementen anzulegen, was bei der Arbeit an größeren Projekten notwendig ist.

Import aus Photoshop und Illustrator verbesserungswürdig

Der Import bestehender Grafiken und Designs aus Photoshop und Illustrator enttäuscht noch. Derzeit ist es noch nicht möglich, Dokumente aus anderen Adobe Produkten zu importieren. Mit Copy und Paste ist es zwar möglich, einzelne Fragmente zu übernehmen, zusätzliche Informationen wie Ebenen oder Zeichenflächen gehen jedoch verloren. Eine gute Möglichkeit des Imports aus Illustrator und Photoshop ist jedoch für professionellen Einsatz absolut notwendig.

Speicherung von angereicherten PDFs

Wirklich optimal wäre eine Lösung, in der Adobe XD (ebenso wie Illustrator) die Dateien als angereicherte PDFs speichert. Das würde den Übergang zwischen den Produkten erleichtern und gemeinsames Arbeiten vereinfachen.

Kostenlos ausprobieren in Beta

Derzeit ist die Funktionalität noch etwas eingeschränkt. Allerdings sieht Adobe XD sehr vielversprechend aus und man kann als Beta-Tester kostenlos die Anwendung testen. Hier könnt ihr Adobe XD runterladen. Die Adobe Experience Design-App gibt es auch für iPhone, iPad und iPod touch.

Fazit

Adobe XD ist eine interessante Mischung zwischen Sketch und Invision. Insbesondere die Prototyp-Funktion und das Testen auf verschiedenen Geräten machen das Tool als Komplettlösung interessant. Um Adobe XD professionell im täglichen Gebrauch zu verwenden, gäbe es noch einige Verbesserungsmöglichkeiten. Aber bisher ist die Anwendung ja auch erst in der Beta. Auf jeden Fall eine spannende, neue Software!

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2 Reaktionen
Helene Clara Gamper

Bleibt nur zu hoffen, dass Adobe diese neue Komplettlösung nicht auf einmal aus heiterem Himmel von kostenlos in horrend teuer umwandelt. Ich erinnere nur an das Drama mit der Digital Publishing Suite Single Edition, dessen Wegfall unglaublich viele Designer weltweit dazu zwang andere Softwarelösungen zu suchen um ihr App-Business überhaupt weiterführen zu können - es gab sogar eine Online-Petition, da viele das Aus für ihr Business sahen - wegen Adobe. Das Vertrauen vieler Leute in den amerikanischen Software-Riesen wurde zerstört. Ich selbst finde Adobe-Produkte sehr gut, allerdings ist auch mein Vertrauen in Adobe sehr ramponiert, weshalb ich es mir zweimal überlege, ob ich mit einer "kostenlosen" Adobe-Anwendung neue Kundenprojekte starte.

Martin

Sehr schön, mal sehen ob es sich im produktiven Einsatz besser mach als Axure, da liegt die Meßlatte aber relativ hoch.

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