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Vektorgrafik: Inkscape erreicht nach mehr als 16 Jahren Version 1.0

Inkscape 1.0 ist erschienen.(Bild: Inkscape/Bayu Rizaldhan Rayes/CC-BY-SA 3.0)

Inkscape, ein Editor für Vektorgrafiken, hat einen wichtigen Meilenstein erreicht. Version 1.0 bringt vor allem technische Neuerungen.

Die freie Software zum Erstellen und Bearbeiten von Vektorgrafiken Inkscape ist in der für das Projekt wichtigen Version 1.0 erschienen. Erste Arbeiten für diesen Meilenstein hat die Entwickler-Community bereits vor rund zwei Jahren auf einem Hackfest in Boston begonnen, wie die Entwickler in ihrer Ankündigung schreiben. Die Projekthistorie geht aber deutlich weiter zurück. Erstmals erschienen ist Inkscape mit der Versionsnummer 0.35 bereits Ende des Jahres 2003.

Die wohl technisch wichtigste Neuerung von Inkscape in Version 1.0 ist die Migration auf das GUI-Toolkit GTK+ 3. Getrieben worden sei dies initial vor allem von Nutzern mit HiDPI-Displays, also Monitoren mit einer besonders hohen Auflösung. Darauf sollte Inkscape nun auch problemlos skalieren.

Laut der Ankündigung soll die Anwendung auch flüssiger unter Linux und Windows laufen und dort auch eine bessere Leistung liefern. Für macOS kommt Inkscape erstmals als native Anwendung. Das heißt, Inkscape verzichtet nun vollständig auf den veralteten X11-Server XQuartz, den Apple schon lange nicht mehr aktiv weiterentwickelt und längst nicht mehr standardmäßig in seinen Systemen nutzt. Stattdessen setzt Inkscape unter macOS nun eben auf moderne native Schnittstellen.

Viele Verbesserungen

Das Team hat darüber hinaus viele Kleinigkeiten verbessert, so beispielsweise die Werkzeugansicht neu sortiert, die nun eine logischere Reihenfolge bieten soll. Die Arbeit mit der virtuellen Leinwand soll außerdem flexibler möglich sein, Inkscape bietet eine geteilte Ansicht für Bilder, um etwa einfach Zeichnung und Kolorierung zu vergleichen, der PDF-Export wurde verbessert und Nutzer können die Oberfläche eigenen Bedürfnissen entsprechend anpassen.

Mit der nun verfügbaren Version 1.0 setzt Inkscape außerdem vermehrt auf Python 3 und eine veränderte API für Erweiterungen. Das kann jedoch dazu führen, dass nicht alle derzeit aktiv vom Anwender genutzten Erweiterungen mit der aktuellen Version laufen. Weitere Neuerungen listet die Ankündigung.

Autor des Artikels ist Sebastian Grüner.

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