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„Verdienen Geld damit“: BMW baut i3 doch weiter

BMW-Chef Oliver Zipse. (Bild: BMW)

Vor einigen Wochen hatte ein Bericht der Financial Times dem BMW i3 ein nahendes Produktionsaus bescheinigt. Jetzt widerspricht BMW-Chef Oliver Zipse. Der i3 habe noch großes Potenzial.

Geht er oder bleibt er noch? Im September hatte BMW-Marketingchef Pieter Nota in der Financial Times (FT) angedeutet, dass es für den i3 wohl keinen Nachfolger mehr geben werde. Stattdessen wolle BMW die Elektrifizierung anderer Modelle vorantreiben. Einen konkreten Zeitpunkt für das Aus hatte Nota aber nicht genannt. BMW-Chef Oliver Zipse hat dem FT-Bericht jetzt in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) dennoch deutlich widersprochen.

150.000 BMW i3 verkauft

Der i3 werde weiter produziert, zitiert das Blatt den BMW-Top-Manager, der die Konzernführung im August von Harald Krüger übernommen hat. Schließlich verdiene BMW jetzt mit jedem i3 Geld, die Investitionen seien abgeschrieben. Und: „Der i3 hat noch großes Potenzial“, so Zipse in der FAS. Seit der Markteinführung ist das Elektroauto rund 150.000-mal verkauft worden. Der Run auf E-Autos hat dem BMW-Auto zuletzt offenbar Auftrieb gegeben. Mit dem i3 wachse BMW jedes Jahr. In Europa sei es 2019 um 20 Prozent nach oben gegangen, so Zipse.

BMW i3 in Bildern
Der BMW i3 120 Ah. (Foto: BMW)

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Der 2013 auf den Markt gekommene i3 von BMW gilt als eines der ersten modernen Elektroautos eines deutschen Herstellers. Bis auf einige technische und optische Auffrischungen sei das Elektroauto nicht maßgeblich verändert, schreibt das Manager-Magazin. Zuletzt hatte BMW dem i3 im August 2018 ein Batterie-Upgrade verpasst. Geht es nach den Branchenregeln wäre für den i3 im Jahr 2020 ein Modellwechsel fällig.

BMW i1 als Nachfolger oder Schwestermodell für i3?

Als Nachfolger wird eine vollelektrische Version der Fließhecklimousine BMW i1 gehandelt. Das Elektroauto soll bis 2021 auf den Markt kommen, wie Robert Irlinger, Chef von BMWs Elektroautosparte, vor wenigen Tagen sagte. Insgesamt fährt BMW bei dem Thema eine sogenannte Vier-Säulen-Strategie. Dabei will der Konzern neben reinen Elektroautos und Plugin-Hybriden weiterhin auf Verbrenner setzen und Brennstoffzellen-Fahrzeuge entwickeln. Anders als den i3, der kostspielige Leichtbaukomponenten wie Karbon enthält, werde man künftige Modelle mit verschiedenen Antriebsarten aus wirtschaftlichen Gründen an einem Band produzieren.

t3n meint: Ganz vom Tisch ist das Aus des BMW i3 sicher nicht. Der neue BMW-Chef Zipse scheint mit dem Bekenntnis zu dem E-Veteranen erst einmal auf Stabilität setzen zu wollen. Mittelfristig wird der i3 aber einem neuen Modell weichen – oder sich einem Komplettumbau unterziehen müssen. Denn BMW will ja eigenen Angaben zufolge aus wirtschaftlichen E-Autos, Verbrenner und Hybride an einem Band produzieren. Jörn Brien

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