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Verizon bringt eigene Suchmaschine Onesearch an den Start

Mit Onesearch hat Verizon Media eine Datenschutz-fokussierte Suchmaschine an den Start gebracht. (Bild: onesearch.com)

Verizon Media hat seine eigene Suchmaschine Onesearch an den Start gebracht. Der Fokus des neuen Suchangebots liegt auf dem Datenschutz.

Verizon Media hat seine Suchmaschine Onesearch an den Start gebracht. Der derzeit für Desktop- und Mobilgeräte verfügbare Suchdienst soll das Thema Datenschutz sehr ernst nehmen und quasi nichts über die Suchenden speichern. Laut der offiziellen Ankündigung sollen demnächst Versionen für Märkte außerhalb von Nordamerika sowie Apps für Android und iOS erscheinen.

So soll Onesearch den Datenschutz wahren

Onesearch verspricht verschlüsselte Suchen und soll IP-Adressen und Standorte nicht speichern. Die Suchmaschine soll keine Nutzerprofile erstellen und den jeweiligen Suchverlauf nicht speichern. Dadurch sollen die Suchergebnisse nicht mithilfe vergangener Suchanfragen vorgefiltert und anders als bei beispielsweise Google unvoreingenommen sein. Zudem wendet Onesearch kein Cookie-Tracking an, setzt nicht auf Retargeting und teilt keine personenbezogenen Daten mit Werbetreibenden. Das Sahnehäubchen ist der per default aktive Advanced Privacy Mode. Er löscht die teilbare URL zu den Ergebnissen der Suchanfrage nach einer Stunde und soll so verhindern, dass Dritte Rückschlüsse zur Suchintention ziehen können.

Für die Finanzierung setzt Onesearch auf Werbeanzeigen. Die Anzeigen basieren jedoch nicht wie bei Konkurrenzangeboten auf Cookies und dem Browserverlauf. Die Suchmaschine setzt auf kontextbezogene Werbeanzeigen, die sich nach den eingegebenen Suchbegriffen richten. Unternehmen sollen die angewandten Technologien zudem in ihre Produkte integrieren können.

Mobile Apps für Onesearch noch diesen Monat

Auch wenn die Suchmaschine sich derzeit noch auf den nordamerikanischen Markt beschränkt, kannst du sie bereits jetzt nutzen – natürlich mit nicht ganz passenden Suchergebnissen. Märkte außerhalb von Nordamerika will Verizon jedoch demnächst angehen. Wann genau, verrät das Unternehmen nicht. Apps für Android und iOS hingegen sollen noch diesen Monat verfügbar sein.

t3n meint:

Mit der Fokussierung auf Datenschutz dürfte Verizon bei vielen Usern offene Türen einrennen. Dass die Suchmaschine es mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht mit Branchenprimus Google aufnehmen wird, dürfte nahe liegend sein. Dazu sind das Unternehmen Google und der Index der Suchmaschine schlichtweg zu groß, der Algorithmus zu ausgefeilt. Daher wird Onesearch seinen Platz voraussichtlich im Markt der kleineren Suchmaschinen finden – neben Diensten wie Ecosia oder Qwant und eben dem größten Konkurrenten Duckduckgo. Fraglich ist jedoch, ob die Vorteile von Onesearch denen des bereits seit Jahren etablierten Duckduckgo-Dienstes überwiegen und deren Nutzer zum Abwandern motivieren können.

Patrick Büttgen

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3 Kommentare
Paul
Paul

Es sollte erwähnt werden, dass Onesearch keine Suchmaschine ist. Wie bei vielen anderen kleinen „Suchmaschinen“ bezieht auch Onesearch die Suchergebnisse von Bing und ist damit lediglich ein Proxy für Bing. Damit bleibt eigentlich nur das Datenschutz-Argument und Datenschutz ist bei Bing auch nicht schlecht.

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DKeu

Kann jedem nur Duckduckgo empfehlen. Am Anfang wirkt sie etwas „anders“… aber nach ein, zwei Monaten, merkt man einfach wie gut die Ergebnisse sind und vor allem findet man eben mehr, als die typischen 0815-Ergebnisse, die Google mittlerweile in den Top 10 platziert (die dort aber nicht hingehören). Ist eine schöne Hybrid-Suche, die da aufgebaut wurde.

Wie gesagt… wer bislang Google nutzt, braucht eine Weile, um sich umzugewöhnen, aber schlechter sind die Ergebnisse echt nicht, im Gegenteil sogar. Einfach mal umgewöhnen für einige Wochen und erleben, dass man noch mehr finden kann als das, was Google für qualitativ „hochwertig“ empfindet.

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Lois Brunner
Lois Brunner

Onsearch ist von Verizone. Verizone ist bekannt für seine Nähe zur NSA. 2014 hat die Bundesregierung sämtliche verträge mit Verizone storniert. gerade wegen dieser bedenken. DuckDuckgo wird auf AMAZON Servern gehostet. Dadurch hat die NSA freundliche AMAZON immer Zugriff auf DuckDuck. Und von der US gesetzeslage will ich gar nicht anfangen. Da schreiben ahnungslose Redakteure die User abermals in die falsche Richtung, weil sie ihre Hausaufgaben einfach nicht machen. Lieber Büttgen. Dieser artikel ist für die Tonne. Verantwortungsloser Journalismus.
Europa: startpage.com, metagear.de, qwant.com (Das sind die einizigen)
Ach ja, Startpage hat im Jänner den Test der Stiftung gewonnen und wird nicht mal erwähnt.

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